Archiv für März, 2009
Manuel Weichinger: In eigener Sache
1Der VSStÖ ist ja nicht wirklich links. Das war lange Zeit der Gedanke den ich damit verband. Viel zu brav sei er, und viel zu nahe an der SPÖ. Dass ich nun den VSStÖ doch unterstütze, ist für mich persönlich eine zufällige Entwicklung, als ich erkannte, dass ich mich irrte. Strukturell gesehen ist dies aber keinesfalls ein Zufall. Denn die hervorstechenden Schwächen des Kapitalismus, die der Verwundbarkeit des Kommunismus nur 20 Jahre später folgte, verschiebt die Konkurrenz der gesellschaftlichen Kräfte wieder in eine ausgeglichenere Lage. Mit dem VSStÖ kann man in diesem historischen Ausnahmezustand wirklich Veränderung bewirken.
Dass ich Soziologie seit 2006 studiere unterstreicht mein breites gesellschaftliches und politisches Interesse. Ich engagiere mich bereits seit zwei Jahren für gute Studienbedingungen auf der Soziologie und der Sozialwissenschaftlichen Fakultät. Ich veranstaltete Tutorien und engagiere mich sehr in der Beratung von Studierenden. All das möchte ich weiterführen.
Ich studiere Soziologie, weil ich der Meinung bin, dass es mir leichter die Möglichkeit gibt, einen Job zu finden, der meinem Gerechtigkeitsbewusstsein entspricht. Deshalb bin ich zu 100% Soziologe und bin froh, dass unsere Spitzenkandidatin Christiane Mörth, die für die Karl Franzens Universität kandidiert meinem Gerechtigkeitsbewusstsein entspricht. Sie ist nur ein wichtiger Stein eines Puzzles, das nur zusammengesetzt zu einer sozial gerechteren und besseren Universität führt.
Sexismus pur in neuer ÖVP-Zeitung!
0Dieses Wochenende (zum Parteitag der steirischen ÖVP) erschien zum ersten Mal die “weiß-grüne Tagespost”, die Volkspartei hat ihre Zeitung wiederbelebt.
Bei einer schlecht gemachten Zeitung nicht fehlen, darf eine “Nackerte” mit blödem Bildkommentar. Hier ist es die “adrette Doris” die sich unschlüssig ist, ob sie lieber die knappe Sommermode, oder doch den Pulli überziehen soll? Außerdem sucht Doris “Kolleginnen, die sich auch gerne frisch, froh” vom “Foto-Ass” der “Tagespost” ablichten lassen.
Was soll man dazu noch sagen? Hier ein Screenshot, dort findet man auch die Kontaktadresse readaktion (at) tagespost (dot) at, falls frau sich bewerben beschweren möchte.
VSStÖ: Initiative zu Praktika www.meinpraktikum.at
0Ärger mit dem Praktikum? Praktika sind aus dem Alltag von StudentInnen nicht mehr wegzudenken. Ob verpflichtend im Studienplan vorgesehen, als Sommerjob oder als Berufseinstieg direkt nach dem Studium – kaum jemand kommt daran vorbei.
Keine Bezahlung, Überstunden, keine Versicherung, keine arbeitsrechtliche Absicherung – diese Bedingungen sind nicht selten.
Der VSStÖ fordert kollektivvertragliche Entlohnung und volle sozial- und arbeitsrechtliche Absicherung von PraktikantInnen.
Um zu garantieren, dass Unternehmen ihre PraktikantInnen nicht ausnutzen, wollen wir in der ÖH einen „Code of Conduct” ausarbeiten. Unternehmen die diese Richtlinien einhalten, bekommen dafür ein ÖH Gütesiegel. Ziel ist, dass du als PraktikantIn schon vorher weißt welche Unternehmen für dich ein akzeptables Praktikumsumfeld bieten.
Dafür brauchen wir aber deine Hilfe! Schreib uns von deinen schlechten Erfahrungen, die du bei diversen Praktika schon gemacht hast – und welche Regelungen du dir als Praktikantin wünschen würdest.
Auf www.meinpraktikum.at!
Frauenfrühlingsuni 2009!
0Was: FrauenFrühlingsUniversität 2009
Wer: für Frauen und Transfrauen (ab 14 Jahren)
Wann: 3. bis 8. April 2009
Wo: Technische Universität Graz, Rechbauerstraße 12
Kosten: „pay as you wish“
Mail: ffu09@gmx.at, Web: http://www.frauenuni.net
Die FrauenFrühlingsUni geht heuer ins dritte Jahr. Von 3. bis 8. April 2009 lernen, arbeiten und feiern Frauen unterschiedlichster Herkunft an der Technischen Universität Graz, Rechbauerstraße 12, für sechs Tage lang gemeinsam – und ersinnen neue Ideen und Projekte für eine geschlechtergerechtere Gesellschaft. Die diesjährige FrauenFrühlingsUni führt weiter, was in den 1970ern entstand und nach langer Pause 2007 an der Uni Wien wiederaufgenommen wurde: einen Frauenraum zu schaffen für Vernetzung, Bildung und aktive politische Mitgestaltung.
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Die neue Sozialkrise: Ein Artikel mehr, zur Lage der Finanzkrise
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Ein Gespenst geht um – das Gespenst der Finanzkrise. Kaum ein Wort geistert öfter in Medien herum. Kaum ein Thema ist brisanter und präsenter.
Seit dem Zusammenbruch des Kommunismus hat sich eine Weltanschauung durchgesetzt, die unter anderen als wirtschaftsliberal bezeichnet wird. Kapitalismus und Demokratie wurden von keinem „Konkurrenzsystem“ mehr herausgefordert. Damit wurde eine Idee zum herrschenden Paradigma (weiterlesen …)

