Universität ist nicht nur Männersache!
Auf den ersten Blick sieht es so aus als seien Frau und Mann gleichberechtigt an den Universitäten, denn circa 58% aller StudienanfängerInnen sind weiblich und rund 54% der UniversitätsabsolventInnen sind Frauen, jedoch sind lediglich 14% der UniversitätsprofessorInnen weiblich. Im Universitätswesen bestimmt die männliche Norm die vorherrschenden Strukturen, dadurch kommt es zu einer strukturellen Benachteiligung der Frauen. Früher oder später stoßen weibliche Studierende unweigerlich auf fast unsichtbare Barrieren. Eine davon ist der Übergang von der Promotion zur Habilitation, bei dem Frauen in der Wissenschaft oft verloren gehen.
Schon beim Abschluss sinkt der Frauenanteil, beim Doktoratsstudium sind es sogar weitaus weniger Frauen als Männer. Auch nach dem Studienabschluss haben Frauen größere Schwierigkeiten als Männer ihre Ausbildung in entsprechende berufliche Positionen umzusetzen und dann auch leitende oder führende Tätigkeiten auszuüben. Aber auch wenn sie dann eine Stelle bekommen, gibt es immer noch große Einkommensunterschiede, die wiederum eine Barriere für Frauen darstellen. Gründe dafür sind Unterbrechung der Erwerbsarbeit wegen Kinderbetreuung, Schwierigkeiten beim beruflichen Wiedereinstieg und die nominale und ungleiche Bezahlung.
Eines der wichtigsten Mittel, das Lehrende an den Universitäten zur Verfügung steht, ist die Sprache. Mit der Verwendung einer geschlechtergerechten Sprache werden beide Geschlechter sichtbar und hörbar gemacht. Unsere Ziele sind es, die Zahlen der Frauen in der Wissenschaft durch aktive frauenfördernde Maßnahmen zu erhöhen, Diskriminierungen aufzudecken und zu bekämpfen und die Relevanz von Geschlechtern an den Universitäten hervorzuheben.
Zu diesem Zweck gibt es im VSStÖ Graz eine Frauengruppe. Dort gibt es die Möglichkeit für alle weiblichen Studierenden in einer Frauenrunde miteinander zu diskutieren, sich zu organisieren und gegenseitig zu stärken.
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