The far right is on the march again
“Ist ja nicht so schlimm”, “Sind doch alles demokratisch gewählte Parteien”, “So rechts sind die eh nicht” sind nur einige Phrasen, die man im Bezug auf die FPÖ immer wieder hört. Selbst verharmlosen sich einige Mitglieder und Unterstützer gerne als “national-liberal” oder “national-konservativ”. Und der/die gelernte Österreicher_in gewöhnt sich mit der Zeit daran, vor allem wenn man keinen Vergleich hat, und es “eh schon immer” so war.
Doch sehen wir einmal nach, wie das mit einiger Distanz aussieht. Der ORF-Journalist Armin Wolf machte unlängst via Twitter auf einen Bericht der englischen Tageszeitung “Daily Mail” aufmerksam, in dem es um die (extreme) Rechte in Österreich geht.
Die “Daily Mail” hat eine Auflage von 2 Millionen Druckexemplaren und erreicht damit hinter dem bekannten Boulevard-Blatt “The Sun” unter den auflagenstärksten britischen Zeitungen den zweiten Platz (Quelle: Wikipedia). Um ihren Artikel richtig einordnen zu können, ist es aber noch wichtiger, zu wissen, dass die redaktionelle Ausrichtung der “Daily Mail” der politischen Rechten zuzuordnen ist. Es handelt sich um eine große Tageszeitung die der politischen Rechten nahe steht, und einem börsennotierten Verlag gehört, und nicht um ein “linkes Blattl” in Parteibesitz oder ähnliches.
Daher ist es umso bemerkenswerter, welches Fazit die “Daily Mail” zieht:
There are no ‘sieg heils’ and no swastikas for the cameras, but it’s clear that Fascism is back.
Der Autor des Artikels “The far right is on the march again: the rise of fascism in Austria“, Billy Briggs, verbrachte zwei Wochen in Österreich, in denen er sich mit der FPÖ, ehemaligen Waffen-SSlern, Burschenschaftern und dem “Nazi-Helden” Walter Nowotny beschäftigte und live erlebte. Sein Resümee ist eindeutig:
The ideas and racial hatred that I have heard over my two weeks in Austria are just as threatening and just as sickening as any I have ever heard. And they are a lot more sinister because they are spoken with the veneer of respectability.
The open defiance of these men honouring their Nazi ‘war hero’ [Nowotny, Anm.], and the support they are gaining in these troubled economic times, should be setting off alarm bells in Europe and the rest of the world.
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