Archiv für November, 2009

ÖH-Wahl an der Uni Wien ist ungültig

0

Die ÖH-Wahlen an der Uni Wien wurden heute aufgehoben – wegen eines Fehlers im E-Voting-System.

Ersten Angaben zufolge wurde die Wahl wegen eines Schreibfehlers im Namen der Jungen Europäischen Studenteninitiative (JES) und dem Fehlen der Kurzbezeichnungen aller Fraktionen für ungültig erklärt, da es 33 Einsprüche gegen das Ergebnis gab. Kurios dabei: die Junge Europäische Studenteninitiative selbst hat keinen Einpruch erhoben.
Vom Beschluss, die Wahlen aufzuheben, kann zwar heute (Freitag) Nachmittag noch abgegangen werden, davon wird jedoch nicht ausgegangen. Universitätsvertretungneuwahlen wären die Folge, die einzelnen Studienvertretungen sind nicht betroffen.

Nach diesem Zwischenfall muss der Noch-Wissenschaftsminister Hahn endlich anerkennen, dass sein verfassungwidriges, 900 000 € teures, Prestigeprojekt gescheitert ist. Der VSStÖ fordert als Konsequenz eine Wiederholung der Wahlen ohne E-Voting. Montag fällt die Entscheidung.

UPDATE: Die Entscheidung der Wahlkomission ist gefallen – die Wahlen an der Uni Wien werden wiederholt, in Salzburg wurde die Sitzung vertagt.

What the fuck?

0

Hier das Video zur aktuellen Kampagne des VSStÖ “What the Fuck?”

www.whatthefuck.at

Internationaler Tag Gegen Gewalt An Frauen!

0

Am heutigen internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, hat es sich der VSStÖ Graz nicht nehmen lassen, darauf mit einer Aktion aufmerksam zu machen.

Vaust Aktion gegen Gewalt an Frauen
VSStÖ-Aktion gegen Gewalt an Frauen

(weiterlesen …)

Generation Praktikum – Moderne SklavInnen?

0

Der VSStÖ macht gemeinsam mit der JG und der FSG – Jugend in einer aufmerksamkeitserregenden Aktion auf prekäre Praktikumsverhältnisse aufmerksam. Um anschaulich zu machen, wie weit PraktikantInnen manchmal, wohlgemerkt unentgeltlich, gehen müssen, hat man sich die bei dieser Informationsaktion selbst auffällig verkleidet. Speziell die Bedingungen bei den rechtlich nicht genau definierten Pflichtpraktika sind Patrick Mesgec (VSStÖ Vorsitzender) ein Dorn im Auge: „In vielen Curricula sind sogenannte Pflichtpraktika vorgesehen, bei denen Studierende meist ohne Bezahlung und sozialversicherungsrechtliche Absicherung Arbeit verrichten müssen. Viele ArbeitgeberInnen sind sich dessen bewusst, dass die StudentInnen praktische Erfahrung für ihr Studium sammeln müssen und nutzen dieses Abhängigkeitsverhältnis schamlos aus.“

Um weitere Problemfelder zu sammeln, veranstaltet der VSStÖ am 25.11.2009 um 19:00 in den „3 Goldenen Kugel“ (Heinrichstraße, Graz) einen Praktikumsstammtisch. Aus diesen Ergebnissen werden dann politische Forderungen formuliert.

Und hier die Fotos von der Praktikumsaktion des VSStÖ Graz auf der Karl-Franzens-Universität Graz:

Praktikums Aktion 1
Praktikumsaktion 2
Praktikumsaktion 3
Praktikumsaktion 4

VSStÖ in der ÖH – Das Sozialreferat

2

Seit den letzten ÖH-Wahlen ist der VSStÖ Teil der sogenannten Exekutive der ÖH Uni Graz. Die Exekutive ähnelt gewisser Weise einer Regierung, der/der RegierungschefIn heißt VorsitzendeR und die Ministerien heißen Referate. Der Vergleich passt nicht ganz, aber annähernd. Der VSStÖ stellt nun unter anderem mit Christiane Mörth die 1. stellvertretende Vorsitzende, die Pressereferentin Nina Heidorn, die Frauenreferentin Natalie Ziermann und den Kulturreferenten Christopher Pieberl. Bei ihrer Arbeit werden die ReferentInnen von SachbearbeiterInnen (SBs) unterstützt. Auch hier stellt der VSStÖ in den verschiedenen Referaten einige. Ich bin, neben Sigi Fritz, einer der beiden VSStÖ-SBs im Sozialreferat der ÖH Uni Graz.

Das Sozialreferat soll, kurz gesagt, die finanzielle Lage der Studierenden durch Beratung und Unterstützung verbessern. Zu diesem Zweck werden an jedem Wochentag Sprechstunden abgehalten, bei denen man unangemeldet vorbeischauen und sich beraten lassen kann. MitarbeiterInnen des Sozialreferats besuchen (Erstsemestrigen-)Tutorien und ähnliche Veranstaltungen um grundlegende Infos zu geben, und Fragen zu beantworten. Zusätzlich gibt es zu vielen Themen Broschüren die man kostenlos im Sozialreferat bekommen kann.

Der Kompetenz- und Zuständigkeitsbereich des Referats erstreckt sich von den “Standardbeihilfen” wie Studienbeihilfe und Familienbeihilfe, über speziellere Beihilfen wie das Studienabschlussstipendium oder das SelbsterhalterInnenstipendium bis hin zu Studierenden mit Kind(ern), Fragen zur Sozialversicherung, der ÖH-Unfall- und Haftpflichtversicherung und des MieterInnenschutzes. Neben Informationen kann das Sozialreferat kleine finanzielle Unterstützungen vergeben. Das ist einerseits die Mensaförderung die vom Land Steiermark finanziert wird, und andererseits der von der ÖH selbst finanzierte Sozialtopf (Einmalzahlungen in besonderen finanziellen Notlagen). Letzterer ist mein Fachgebiet.

Als sogenannter Sozialtopfbetreuer bin ich für die Bearbeitung der Ansuchen an den Sozialtopf zuständig. Da die finanzielle Lage vieler Studierender eine schwierige ist, und das staatliche Angebot an Unterstützungen eher knapp bemessen ist, bekommen wir sehr viele Anträge. Für mich bedeutet das, dass ich fast täglich doch einige Zeit auf der ÖH verbringen muss, um diese durchzusehen und zu bearbeiten. Das ist für mich aber auch viel zu oft ein harter Reality-Check, wenn ich sehe, wie Menschen kämpfen müssen, um studieren zu können, und an was für dummen (finanziellen) Hürden die Erfüllung dieses Wunsches oft zu scheitern droht. Daneben halte ich noch wie meine Kolleginnen einmal pro Woche meine Sprechstunde mit Beratung zu verschiedensten Fragen und Problemen.

Es ist ein gutes Gefühl, wenn ich jemand helfen kann. Aber leider muss man im Sozialstaat Österreich noch viel zu oft Menschen erklären, dass sie durch alle Netze fallen, und keinerlei Unterstützung bekommen können. Durch meine Arbeit im Sozialreferat bin ich mehr denn je von der Idee eines Grundstipendiums überzeugt. Wenn den ÖkonomisiererInnen der Bildung in der Industriellenvereinigung, dem Wissenschaftsministerium, etc. schon die persönlichen Schicksale und, man muss es wohl so nennen, Tragödien, egal sind, könnte man sie vielleicht mit dem Hinweis darauf, wie viele Talente völlig unnötig verloren gehen, zum Nachdenken bringen. Das Problem wird wohl eher sein, das von der ÖVP auch über soziale Selektion betriebene Einbetonieren der Eliten (genau genommen jener die sich dafür halten) zu beenden.

Gehe zum Anfang