Archiv für Juni, 2010
Genug ist genug!
7Arigona Zogaj und ihre Familie sollen bleiben! Für eine menschenwürdige Asylpolitik!
Großdemonstration: Donnerstag, 1. Juli 2010, 19 Uhr, Heldenplatz
Die Familie Zogaj wurde zum Symbol für das Elend der österreichischen Asyl- und Einwanderungspolitik – und für deren Erbarmungslosigkeit. Mit dem Befehl zur „unverzüglichen Ausreise“ krönen das Innenministerium und die Behörden ihr menschenverachtendes Vorgehen in diesem Fall.
Seit Jahren schon wird diese Familie politisch zerstört. Und die Zogajs sind kein Einzelfall. Seit Jahren schon werden viele andere Familien aus ihrem längst vertrauten Umfeld herausgerissen. Kinder dürfen die Schule nicht fertig machen. Fußballer werden vom Training weg in Schubhaft genommen. Familien bei Nacht und Nebel aus den Betten geholt, damit ihre Nachbarn und Nachbarinnen es nicht rechtzeitig bemerken. Wir fragen: Wie daneben ist das denn?
Und wir sagen: Genug ist genug!
Deshalb demonstrieren wir
Für ein sofortiges humanitäres Bleiberecht für die Familie Zogaj!
Für eine menschenwürdige Asylpolitik und ein humanitäres Fremdenrecht!
Donnerstag, 1. Juli 2010, 19 Uhr, Heldenplatz
Elfriede Jelinek – Robert Palfrader – Stefan Ruzowitzky – Florian Scheuba – Rudolf Scholten – Barbara Coudenhove-Kalergi – Markus Hering – Sigrid Maurer – Freda Meissner-Blau – Robert Menasse – Barbara Blaha – Constantin Wulff – Robert Misik – Isolde Charim – Doron Rabinovici – Franzobel – Karl Merkatz – Michael Köhlmeier – Susanne Scholl – Dwora Stein – Anne Bennent – Otto Lechner – Eva Jantschitsch („Gustav”) – Josef Hader – Andrea Maria Dusl – Peter Kreisky – Franz Adrian Wenzel (“Austrofred”) – Gertraud Auer Borea d’Olmo – Peter Henisch – Karl-Markus Gauss – Wolfgang Kos – Götz Spielmann – Rudolf Kaske – Philip Blom – Harald Krassnitzer & DU und alle deine Freundinnen und Freunde
Mit Unterstützung von SOS Mitmensch
Kontakt: office[at]sosmitmensch.at oder +43 1 524 99 00
via Robert Misik
Zeit zu Gehen
0Die Fachschaftsliste an der Uni Graz (FLUG), im Wesentlichen eine Gruppe von Studierenden die über die ÖH in Anstellungen an der Uni gekommen ist, hat einen Abwahlantrag gegen den ÖH-Vorsitzenden Cengiz Kulac gestellt, der wenig überraschend gefallen ist. Die FLUG interpretiert das Einhalten der Koalitionsvereinbarung zwischen den Grün-Alternativen Studierenden (GRAS) und dem VSStÖ (mit Unterstützung durch die Aktionsgemeinschaft) nun dahingehend, dass diese Zusammenarbeit brüchig sei. Offensichtlicher kann man Wunschdenken nicht zeigen.
Wenn der Koalition vorgeworfen wird, dass Positionen in Referaten fluktuieren, dann zeigt das nur die Besonderheit einer Liste, deren “Studierendenvertreter_innen” sich von der Universität anstellen lassen, und deshalb auch noch ihre 30er auf der ÖH verbringen können. Für die Mehrheit der Studierenden ist das allerdings eher weniger einsichtig. So wie es normal ist, dass man bei einem gewissen Studienfortschritt eben keine Zeit für ehrenamtliche Tätigkeit hat. Letztlich zeigt sich der Unterschied zur FLUG einfach darin, dass Mitglieder der ÖH-Exekutive eben einsehen, wann es Zeit ist, zu gehen.
Am erschreckendsten am aktuellen Stand des Dauerwahlkampfs der FLUG ist allerdings der Vorwurf dass sich die ÖH “gesellschaftspolitischen Randthemen zuneigt”. Damit zeigen die Mitglieder der Fachschaftsliste ihr wahres Gesicht: Während die GRAS-Vaust-Koalition in Zusammenarbeit mit der ÖVP-nahen Aktionsgemeinschaft Stellung gegen Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Faschismus und Homophobie bezieht und entsprechende Proteste und Initiativen unterstützt, zeigt die FLUG einmal mehr ihre inhaltliche Beliebigkeit und Unberechenbarkeit.
Gerade wegen der Desinformation möchten wir betonen, dass die Arbeit auf der ÖH Uni Graz erledigt wird, und zwar sowohl die Beratung und Vertretung der Studierenden, als auch die aktive Ausübung des politischen Mandats der ÖH. Der Unterschied ist, dass die Arbeit von Studierenden erledigt wird, und nicht von Universitätsangestellten.
Der Fußball den Männern?
1Momentan ist auch Österreich wieder im WM-Fieber – und das, obwohl wir gar nicht dabei sind. Aber was solls: Fußball ist ein Sport, der Menschen begeistert.
“Fußball ist ein Sport, der Männer begeistert”
…dachte sich wohl die Online-Glückspielfirma “bodog” und gab ein ‘FSK18‘ Flash-Spiel in Auftrag, welches den Kinder-Klassiker “Oaschpuffen” anscheinend sexy machen soll. Im Spiel “Kick ASS” dreht sich alles darum, den Ball auf durchtrainierte Bikinimodel-Hintern zu schießen. Hat mann sich für eines der 7 Models entschieden, stript dieses und lässt sich, lasziv blickend, den Ball auf den Hintern schießen. Das Ergebnis kann man sich als Slow-Motion-Video beliebig oft ansehen.
Die damit beauftragte Werbeagentur hat voller Stolz darüber gebloggt. Die ‘Pointe’ am Schluss: “der produzierende Flasher sagt er weigert sich ab sofort, Software oder Applikationen zu programmieren, bei denen keine 90-60-90 Brasilianerinnen vorkommen”.
Wieder einmal ein Beispiel dafür, wie Fußball für sexistische Werbung instrumentalisiert wird. Das Spiel reduziert Frauen darauf, nur eine Beigabe mit sexy Körpern zu sein – nett anzusehen, geil anzuschießen. Das dem nicht so ist, muss ich hoffentlich nicht extra sagen. Die Frauen-WM ist ein Sportereignis auf hohem Niveau, bei dem Frauen immer wieder zeigen, dass sie viel relevanter für diesen Sport sind als viele glauben. Der ORF überträgt sie trotzdem nicht.
Schade, dass die WM von solchen Peinlichkeiten überschattet wird.
(danke für den Hinweis @nora_kabora)
VSStÖ fordert Nein der Politik zu Rektorenchef Sünkel
0Hans Sünkel ist Rektor der TU Graz und Chef der Universitätenkonferenz (ehemals Rektorenkonferenz). Da ihn seine Anstellung an der TU Graz mit genug Freizeit versorgt, nutzt er diese, um sooft es ihm möglich ist, die Frohe Kunde von den Studiengebühren ins Land hinein zu tragen.
Oder Anders: Was Hans Sünkel vom Bericht des Hochschulmonologs hält.
VSStÖ setzt Sozialtopferhöhung durch!
0Erfreuliches gibt es von der gestrigen Sitzung der Universitätsvertretung der ÖH Uni Graz zu berichten. Wurde doch das Budget für das kommende Finanzjahr beschlossen. Mit diesem Budget wird unsere Forderung nach einer Erhöhung des Sozialtopfes der ÖH Uni Graz umgesetzt. Auch wenn der Sozialtopf höchstens die größte Not lindern kann und sicherlich nach wie vor nicht ausreichen wird, und vor allem niemals ein funktionierendes Stipendiensystem ersetzten kann, ist dies nach den neuen Richtlinien für den Sozialtopf, zu denen der VSStÖ wesentlich beigetragen hat, bereits der zweite sozialpolitische Meilenstein den der VSStÖ in diesem Semester in der ÖH Uni Graz durchsetzten konnte.
Erfreulich war die Sitzung aber auch, da Harald Braunstein mit breiter Zustimmung zum 1. stv. Vorsitzenden der ÖH Uni Graz gewählt wurde. Dass er deutlich mehr Stimmen erhielt, als die in der Exekutive vertretenen Fraktionen Mandate haben, zeigt dass die Arbeit die er bereits bisher auf der ÖH geleistet hat (vor allem im Finanzreferat) fraktionsübergreifend Anerkennung findet.

