Natürlich sind viele ÖH-Fraktionen gegen Zugangsbeschränkungen und für den freien Hochschulzugang. Auch der VSStÖ. Wir gehen aber weiter. Es geht nicht nur darum, dass die Matura zum studieren Qualifiziert. Man hat damit alle nötigen Voraussetzungen. Es geht darum, dass Menschen studieren können, die aus den sogenannten bildungsfernen Schichten kommen. Mehr als 80% der Akadermiker_innenkinder studieren wieder, aber nicht einmal 20% der Kinder aus der Arbeiter_innenklasse. Bildungsstatus wird vererbt – auch sozial. Die Genetik hat natürlich auch einen Einfluss, aber diese gravierenden Unterschiede sind bloß mit Begabung und Biologie nicht erklärbar.

Gerade das System, das nach der Volksschule in AHS und Berufsvorbildung selektiert, verschärft diese Situation zusehends, so dass wir im internationalen Vergleich ein sehr sozial selektives Land sind. Das ist nicht nur ein Anliegen von der SPÖ und der AKS(Aktion kritische Schüler_innen), sondern auch vom VSStÖ. Wir müssen versuchen, dass wir Menschen an die Uni bringen, die die Uni aus verschiedenen Gründen meiden, wie z.B. weil ihnen die Uni völlig fremd ist und dass ihnen selbstverantwortetes Studieren angst macht (man lernt studieren nicht in der Schule). Hier muss man ansetzen. Nicht nur weil es eine Frage der wirtschaftlichen Prosperität ist, sondern auch weil es eine Frage der Gerechtigkeit ist, muss die Universität durchmischter werden.

Der VSStÖ steht dafür, das Bildungssystem durchlässiger zu machen. Als einzige Fraktion!

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