Kundgebung gegen Studiengebühren

Kundgebung gegen Studiengebühren vor der KFU

Bei der heutigen Sitzung des Senats wurde mit 15 Pro- und 11 Gegenstimmen beschlossen, dass ab Herbst Studiengebühren von der KFU eingehoben werden. Diese betragen 726,72 Euro pro Jahr bzw. 363,36 Euro pro Semester. Zahlen müssen Drittstaatsangehörige und Studierende die über Mindeststudienzeit plus zwei Toleranzsemester studieren.

Der VSStÖ spricht sich gegen Studiengebühren jeglicher Art aus. Aus diesem Grund haben wir auch gemeinsam mit KSV, GRAS und kritischen Student_innen eine Kundgebung organisiert, an der über 320 Personen teilgenommen haben. Auch im Vorfeld wurde versucht die Senatsmitglieder davon zu überzeugen, dass Studiengebühren nicht zielführend sind. Studierende und Unipersonal müssen gemeinsam gegen die Kürzungspolitik der Regierung kämpfen und dürfen sich nicht gegeneinander ausspielen lassen. Dass das funktioniert hat heute die Senatssitzung der MedUni gezeigt. Hier haben die Studierendenvertreter_innen (alle VSStÖ) die anderen Senatsmitglieder im Vornhinein überzeugen können, gegen die Einführung von Studiengebühren zu stimmen. Der Antrag auf autonome Studiengebühren wurde im Senat der MedUni Graz mehrheitlich abgelehnt.

Dieses Rückgrat hatten die meisten Senatsmitglieder an der KFU heute anscheinend nicht. Die Einführung autonomer Studiengebühren bedeutet wieder einmal eine Diskriminierung all jener, die ohnehin schon Schwierigkeiten haben, sich ihr Studium leisten. zu können. Studierende, die über Mindeststudienzeit studieren, tun dies mehrheitlich, weil sie Voraussetzungsketten nicht geschafft haben und/oder neben dem Studium arbeiten müssen. Für Drittstaatsangehörige bedeutet die Regelung, dass egal wie lange sie schon in Österreich leben und egal wie schnell sie studieren, sie immer zahlen müssen.

Kurz nach der Veröffentlichung des Abstimmungsergebnisses haben uns schon erste Meldungen von Menschen erreicht, die sich aufgrund von Studiengebühren ihr Studium nicht mehr leisten können. Wir werden uns weiterhin für einen freien und offenen Hochschulzugang und für eine ausreichende Hochschulfinanzierung einsetzen. Wir fordern das Rektorat, den Unirat und das Unipersonal dazu auf, es ebenso zu tun und den Studierenden nicht den Rücken zu zu kehren.

Verbünden wir uns und kämpfen gemeinsam für diese Ziele, anstatt uns von der Politik gegeneinander ausspielen zu lassen!

Über die/den Autor_in Natalie Ziermann

Natalie Ziermann hat bereits 26 Einträge geschrieben.

…studiert Psychologie. Sie ist Vorsitzende des VSStÖ Graz und Bundesvorstandsmitglied des VSStÖ.