Category: Allgemein

Aktion zum Weltfrauentag

Von vsstoegraz, 8. März 2010 18:56

„Frauen und rationales Denken – das passt nicht zusammen“, „Körperliche Arbeit ist nichts für das schwache Geschlecht“

Mit solchen Stereotypen sind wir täglich konfrontiert. Auch Zahlen und Daten lassen uns in allen Lebensbereichen auf Ungerechtigkeiten stoßen: Die Einkommensschere führt dazu, dass Frauen ungefähr ein Drittel weniger verdienen und an den Universitäten gibt es nur 16 Prozent Professorinnen. Die Gründe dafür liegen schlicht an der – meist sogar offensichtlichen – Ungleichbehandlung von Frauen.

Deswegen machte der VSStÖ  Graz rechtzeitig zum Weltfrauentag am 8. März eine Aktion vor dem Hauptgebäude der Karl Franzens Uni Graz. Unter dem Motto „Wir begraben die Geschlechterstereotypen“ haben wir wieder einmal auf die bereits oben erwähnten Ungerechtigkeiten hingewiesen und mit typischen Vorurteilen gegenüber Frauen aufgeräumt.

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Johanna Dohnal ist tot

Von Klemens Wieringer, 20. Februar 2010 14:46

Johanna Dohnal

“Mehr Frauen in der Politik bedeutet gleichzeitig weniger Männer. Und genau das ist der Grund und nichts anderes, warum die Steigerung des Frauenanteils in den gesetzgebenden Körperschaften in diesen sieben Jahrzehnten so gering war.”
(Johanna Dohnal, Festsitzung “70 Jahre Frauenstimmrecht”, 1. März 1989)

Johanna Dohnal verstarb in der Nacht auf heute, sie wurde 71 Jahre alt. Schon seit längerem litt sie an Herzproblemen, trotzdem kam der Tod unerwartet und ist schmerzhaft, da Dohnal die Pionierin der österreichischen Frauenpolitik war.

“Johanna Dohnal war immer da, wenn eine starke Stimme gefragt war” – Barbara Prammer

Geboren 1939 in Wien als Johanna Dietz waren ihre ersten Lebensjahre geprägt vom Kampf ums Überleben im Krieg. Da ihr aus finanziellen Gründen keine höhere Bildung möglich war, begann sie nach der Hauptschule eine Lehre zur Industriekauffrau in einer Kunststofffabrik. 1956 wurde sie Mitglied der SPÖ, 1957 heiratete sie Franz Dohnal, lebte mit ihm und ab 1961 zwei Kindern in einer 48qm kleinen Wohnung. Johanna Dohnal wurde nach der Geburt ihres zweiten Kindes gekündigt – erst 1969 fand sie wieder eine Festanstellung.

In diesem Jahr wurde sie auch Bezirksrätin im 14. Wiener Bezirk, von 1972-79 arbeitete sie als Landesfrauensekretärin der SPÖ Wien, ab 1973 war sie auch Landtagsabgeordnete, bis Bruno Kreisky sie 1979 als “Staatssekretär für allgemeine Frauenfragen” in die Bundesregierung – im selben Jahr kam es zur Scheidung. Erst 1990 wurde aus der Staatssekretärin eine Frauenministerin – Johanna Dohnal war die erste Frauenministerin Österreichs. Ihr erklärtes Ziel war es immer, Politik mit, nicht für Frauen zu machen.

Ihr zu verdanken haben wir unter anderem Verbesserungen der Lage berufstätiger Frauen, die Beseitigung der Amtsvormundschaft bei ledigen Müttern, das Recht zur Betretungsverweigerung bei Gewalt in der Ehe, das gesetzliche Verbot der sexuellen Belästigung, Gleichbehandlungsgesetze für den öffentlichen Dienst, Frauenquoten an Universitäten und in Ministerien.

1995 zog sie sich nach kontroversen Debatten um ihr Schaffen und ihre Person aus der Berufspolitik zurück, setzte sich aber weiterhin stark für Frauen und Gleichberechtigung ein. So arbeitete sie verstärkt mit NGOs, Gewerkschaften und an Universitäten.

Vor zwei Jahren veröffentlichte sie ihr Buch “Innensichten österreichischer Frauenpolitiken” – einen Rückblick auf zwei Jahrzehnte Frauenpolitik und wie sich die Abwertung der Frauen im Laufe der Jahrzehnte veränderte.

2009 wurde ihr von Bundespräsidenten Heinz Fischer der Berugstitel Professorin – die Urkunde verlieh BM Dr. Claudia Schmied, die Laudatio hielt Univ.Prof. Mag. Dr. Gabriella Hauch vom Gender Kolleg der Uni Wien.

Auf fembio lässt sich weiteres zu ihrer Biographie finden.

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Antifaschismus verboten?

Von Thomas Knapp, 27. Januar 2010 12:35

Am heutigen Gedenktag der 65-jährigen Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz wurde bekannt, dass die antifaschistische Demonstration gegen den Ball des Wiener Korporationsrings, der am Freitag in der Wiener Hofburg stattfindet, verboten wurde.

Dort feiern deutschnationale Burschenschaften immer wieder ihre rechtsextreme Gesinnung. Der VSStÖ hatte, wie zahlreiche andere, zur Teilnahme an der Gegendemonstration aufgerufen. “Gegen Antisemitismus, Rassismus, Sexismus und Homophobie gilt es lautstark anzukämpfen. Deutschnationale Männerbünde und rechtsextreme Gesinnungsgenossen wollen feiern- lasst uns ihre Feier vereiteln”, meinte etwa Sophie Wollner, Bundesvorsitzende des VSStÖ, in ihrem Aufruf.

Dass die Gegendemonstration nun wegen Sicherheitsbedenken untersagt wurde, wirft ein merkwürdiges Licht auf die Polizei. Das demokratische Grundrecht der Versammlungsfreiheit wird hier mit Füßen getreten, während die Deutschnationalen in aller Ruhe in der Hofburg ihr hasserfülltes Gedankengut feiern dürfen…

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Beatrix Karl ist neue ÖVP-Wissenschaftsministerin

Von vsstoegraz, 25. Januar 2010 19:53

Vom Regen in die Traufe?
Beatrix Karl wird neue Wissenschaftsministerin

Während die Unis im Chaos versinken und Studierendenproteste landesweit die Missstände an den Universitäten aufzeigten, suchte die ÖVP über 3 Monate lang seelenruhig nach einem/r Nachfolger_in für das Wissenschaftsressort. Anstatt sich der Probleme an den Universitäten anzunehmen, flüchtete der gescheiterte Wissenschaftsminister Johannes Hahn nach Brüssel und hinterließ eine Ruine. Nun soll die Rechtswissenschaftlerin und Nationalratsabgeordnete Beatrix Karl den Karren aus dem Dreck ziehen und das Chaosressort Wissenschaft und Forschung übernehmen. Aber ist die neue Wissenschaftsministerin der Herausforderung gewachsen? Zumindest wird es keinen Kurswechsel geben: Karl macht sich für die Wiedereinführung der Studiengebühren stark und fordert eine massive Ausweitung der Zugangsbeschränkungen. Es ist zu befürchten, dass die ÖVP-Hardlinerin in Sachen Eliteuniversitäten den Gehrer-Hahn-Weg nahtlos fortsetzen wird. Aber, wenn man der neoliberalen ÖVP das Wissenschaftsministerium überlässt, darf man sich nicht wundern, dass Frau Karl dabei raus kommt…

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Zeitlinks Ausgabe #9 ist da!

Von Klemens Wieringer, 22. Januar 2010 19:16

Die nun neunte Ausgabe unserer Zeitung Zeitlinks ist da und wird kostenlos an die Studierenden der KFU verteilt!

Die Themen diesmal:

  • UG-Novelle
  • unsere WHAT THE FUCK?!-Kampagne
  • Asylpolitik in Österreich
  • Steuergerechtigkeit mit einem Gastkommentar von Robert Misik
  • GIS-Befreiung und Stipendien

Aber natürlich informieren wir euch auch über Veranstaltungen des VSStÖ und lassen den Humor nicht zu kurz kommen.
Die neue Zeitlinks – jetzt beim Vausti eures Vertrauens, in unserem Büro und bald auch auf unserer Homepage!

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Klimawandel Nein! – Systemwandel JA!: Klimaaktionstag morgen von 12-16.00 Uhr!

Von vsstoegraz, 12. Dezember 2009 00:09

Im Rahmen des Globalen Klima Aktionstages rufen verschiedenste Organisationen (u.a. Renner-Institut Steiermark) morgen Samstag am 12.12.2009 von 12-16 Uhr auf in der Herrengasse der Grazer Innenstadt auf den Klimawandel aufmerksam zu machen.

Ziel ist es ein echtes Kopenhager Klimaabkommen zu erreichen, bei dem nicht nur Lippenbekenntnisse beschlossen werden, sondern der Klimawandel erst genommen wird. Außerdem gibt es konkrete Forderungen an die Politik zu handeln:

  • nachhaltige Landwirtschaft
  • dezentrale Projekte auf der Basis erneuerbarer Energie
  • Ausbau des öffentlichen Verkehr
  • ein neues Ökostromgesetz
  • Gleichberechtigten Zugang zu allen Gütern wie Energie, Wälder, Flüsse,… uvm.

Weitere Infos zu einem alternativen Klimagipfel findet ihr auf www.klimaforum09.org.

klimaaktionstag-graz-_mail

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Frau + Sex = Werbung?

Von Christopher Pieberl, 11. Dezember 2009 23:24

Gegen sexistische Werbung und Männermedien!

Von der Kindheit an gibt es eine Sozialisation durch Medien, sie prägen unsere Vorstellung von der Welt und somit unsere Meinung zu vielen Dingen. Als Spiegel von gesellschaftlichen Rollenbildern tragen sie zu ihrer  Reproduktion bei. Durch konstantes Wiederholen dieser stereotypen Geschlechtsvorstellungen werden sie von den Medien als Norm präsentiert und entsprechend wahrgenommen sowie übernommen. Das macht es so schwer, diese tradierten Klischees und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft als Problem zu identifizieren und Strategien dagegen zu finden.

Frauen gesucht!

Vielleicht ist es dir schon aufgefallen: In den Nachrichten beherrschen männliche Experten das Bild. Männer kommentieren das Geschehen und stehen selbst meist in dessen Mittelpunkt. Es kommen viel zu wenige Frauen in den Berichten vor, von namentlicher Nennung ganz zu schweigen. Meist ist ihre Rolle auf Betroffene oder Opfer reduziert.

Dies wird durch das Global Media Monitoring Project (GMMP) belegt: Die weltweiten Studie untersucht alle fünf Jahre, zuletzt 2005, in über 100 Ländern der Welt die Nachrichten in den Bereichen Fernsehen, Zeitungen und Radio auf ihr Geschlechterverhältnis hin. Dabei wurde die dramatische Unterrepräsentanz von Frauen in den Nachrichten erneut bestätigt:

„Only 21% of the news subjects – the people who are interviewed, or whom the news is about – are female.

Though there has been an increase since 1995, when 17% of those heard and seen in the news were women, the situation in 2005 remains abysmal. For every woman who appears in the news, there are five men.“

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Gleiche Arbeit Gleicher Lohn!

Von Christopher Pieberl, 11. Dezember 2009 23:21

Für Gleichberechtigung in der Arbeitswelt!

Die Ungleichbehandlung von Frauen in der Arbeitswelt ist konstant. Die Lohnschere klafft in Österreich weit auseinander – Frauen verdienen fast ein Drittel weniger, arbeiten insgesamt mehr als Männer und müssen am meisten unbezahlte Arbeit leisten. Schlechte Voraussetzungen? Ja, aber veränderbar: Gleichberechtigung am Arbeitsmarkt ist keine Utopie, sondern möglich. Hier eine Analyse der Situation und Lösungen.

Die Einkommensschere klafft in Österreich weit auseinander. Es ist aber nicht nur die Ungleichbehandlung beim Gehalt, die zu den ökonomischen Nachteilen von Frauen führt – es ist auch die Art und Weise der Arbeitsplätze. Der Frauenbericht der Arbeiterkammer 2006 sieht in der Qualität der von Frauen besetzen Arbeitsplätze ein zunehmendes Problem: „Teilzeitarbeit und die Dominanz von Tätigkeiten im Niedriglohnsektor haben zu einem Anstieg von Arbeitsplätzen mit einem nicht existenzsichernden Einkommen geführt.“

Die Stundenlöhne für Teilzeitbeschäftigung sind weitaus geringer als jene für Vollzeitbeschäftigung – und der Großteil der erwerbstätigen Frauen ist teilzeit- nicht vollzeitbeschäftigt.

In Österreich lag die Frauenerwerbsquote 2006  (Anteil der Frauen zwischen 15 und 65, die einer Erwerbsarbeit nachgehen) bei 63,5 Prozent (im Vergleich zu 76,9 Prozent bei Männern). Frauen sind also zunehmend erwerbstätig (noch 2000 lag der Wert unter 60 Prozent), was insgesamt mehr Unabhängigkeit bedeutet: So sind erwerbstätige Frauen seltener von Armut betroffen (Statistik Austria) und haben eine geringere Wahrscheinlichkeit, Opfer von häuslicher Gewalt zu sein. Der Eintritt in den Arbeitsmarkt scheitert allerdings immer noch an traditionellen Rollenbildern, die durch Gesetzgebung verstärkt werden.

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Wir wollen mehr Frauen in der Wissenschaft!

Von Christopher Pieberl, 9. Dezember 2009 18:53

Mehr Frauen in die Wissenschaft!

Die Wissenschaft ist immer noch eine Männerdomäne, weil Frauen strukturell benachteiligt werden. Im Laufe ihres Studiums stoßen sie immer an eine unsichtbare Grenze – die gläserne Decke. Ganz klar ist: So kann es nicht bleiben.

Mittlerweile beginnen mehr Frauen als Männer ein Studium. Allerdings wird der Frauenanteil nach jedem Einschnitt im Studium immer geringer. Besonders die Umstellung auf das Bachelor-Master System birgt die Gefahr, dass Frauen schon nach dem Bachelorstudium aufhören, während ein Großteil der Männer ein Masterstudium anhängt.

Markus, der Paradestudent

Woran kann das liegen? Wir werden zum Beispiel durch das gesellschaftliche Bild eines Paradestudenten, der mit den ProfessorInnen diskutiert und den wissenschaftlichen Habitus – also das erwartete Verhalten von Studierenden – tadellos beherrscht, noch so sehr beeinflusst, dass sich viele Frauen ein höheres Studium gar nicht zutrauen. Hier fehlen Mentoring- und Förderprogramme, die Frauen ermutigen im universitären Betrieb zu bleiben und möglichst hohe Bildung zu genießen.

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Warum “What the Fuck”?

Von Christopher Pieberl, 9. Dezember 2009 18:49

„Frauen und rationales Denken – das passt nicht zusammen“, „Körperliche Arbeit ist nichts für das schwache Geschlecht“, „Frauen sind einfach die besseren Familienmenschen“, ..

Solche Stereotype hast du so oder ähnlich formuliert wahrscheinlich schon einmal zu hören bekommen. Auch Zahlen und Daten lassen uns in allen Lebensbereichen auf Ungerechtigkeiten stoßen: Die Einkommensschere führt dazu, dass Frauen ungefähr ein Drittel weniger verdienen und an den Universitäten gibt es nur 16 Prozent Professorinnen. Die Gründe dafür liegen schlicht an der – meist sogar offensichtlichen – Ungleichbehandlung von Frauen.

Jeden Tag werden wir daher mit Sexismus konfrontiert, sei es auf persönlicher oder struktureller Ebene. Viele dieser Erlebnisse gehören schon zu unserem täglichen Leben und werden daher kaum als Problem wahrgenommen – falls doch fehlt es oft an greifbaren Vorschlägen dagegen.

Weil es so nicht bleiben kann!

Der VSStÖ hat deshalb eine Initiative gegen Sexismus im Alltag gestartet, um diese gesamtgesellschaftlichen Machtmechanismen sichtbar zu machen und Lösungen aufzuzeigen. Die großen Forderungen sind die Gleichberechtigung von Frauen in der Arbeitswelt, mehr Frauen in der Wissenschaft und Maßnahmen gegen sexistische Werbung und Männermedien.

Die Umsetzung dieser Ziele bedarf natürlich vieler Einzelmaßnahmen, die oft nur mit entsprechender gesetzlicher Grundlage durchsetzbar sind. Doch auch im Alltag und ohne Gesetzesänderungen können wir alle etwas dagegen tun: Selbst nicht wegsehen, andere aufmerksam machen und aktiv für Gleichberechtigung eintreten!

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