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	<title>VSStÖ an der Uni Graz</title>
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		<title>Was getan werden müsste</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 13:05:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klemens Wieringer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung/Kommentar]]></category>

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		<description><![CDATA[Zugangsbeschränkungen, Studiengebühren, Vorlesungen in Kinosälen &#8211; Symptombekämpfung. Dabei müssten längst andere Maßnahmen getroffen werden. Maßnahmen, für die die österreichische Politik wohl noch lange zu feige sein wird. Eine Polemik. In der aktuellen Hochschuldebatte geht es immer nur um die Bekämpfung von Symptomen. Wirkliche Lösungsvorschläge sind nämlich weder Studiengebühren oder Zugangsbeschränkungen. Wie wir wirklich aus dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Zugangsbeschränkungen, Studiengebühren, Vorlesungen in Kinosälen &#8211; Symptombekämpfung. Dabei müssten längst andere Maßnahmen getroffen werden. Maßnahmen, für die die österreichische Politik wohl noch lange zu feige sein wird. Eine Polemik.</em></p>
<p>In der aktuellen Hochschuldebatte geht es immer nur um die Bekämpfung von Symptomen. Wirkliche Lösungsvorschläge sind nämlich weder Studiengebühren oder Zugangsbeschränkungen. Wie wir wirklich aus dieser Misere wieder herauskommen, darüber scheint von den etablierten Vertreter_innen der Politik niemand jemals nachgedacht zu haben. Dabei ist der Ausweg klar. Das einzig Hilfreiche wäre eine wirkliche Aufstockung der Universitätsbudgets und ein Infrastrukturoffensive.</p>
<p>Im Endeffekt leiden wir unter den untragbaren Zuständen an den Unis nur, weil der Wille nicht da ist, Bildung auch angemessen zu finanzieren. Bei der aktuellen politischen Kurzsichtigkeit ist das kein Wunder. Bildung ist nichts einfach so herzeigbares, kein Prestigeprojekt wie der Koralmtunnel. Sie ist eine Investition in die Zukunft, die nicht nach zwei Jahren abgeschlossen ist, sondern ein fortlaufendes Projekt. Nur dann kann sie auch Früchte tragen. Wir brauchen mehr Akademiker_innen, keine schmale Elite mit Hochschulabschluss.</p>
<h4>Aber was brauchen wir dafür?</h4>
<p>Den freien und offenen Hochschulzugang &#8211; denn es gibt kein Aufnahmesystem, dass nicht sozial selektiv wirkt.</p>
<p>Ein klares Nein zu Studiengebühren, in welcher Form und Höhe auch immer. Die finanzielle Lage von uns Studierenden wird totgeschwiegen. So weit, dass sogar davon gesprochen wird, dass doch alle Verwandte haben würden, die einem Studiengebühren zahlen könnten. Ein Argument, das kaum noch realitätsferner und zynischer sein könnte.</p>
<p>Einen infrastrukturellen Ausbau der Universitäten. Wir brauchen mehr und größere Hörsäle, um den Studierenden auch eine angemessene Zahl an Plätzen bieten können. Schluss mit überfüllten Hörsälen, her mit den Audimaxen!</p>
<p>Einen personellen Ausbau der Universitäten. Mehr Lehrende braucht das Land für ein besseres Betreuungsverhältnis, für ein breiteres Spektrum an angebotenen Lehrveranstaltungen.</p>
<h4>It&#8217;s the economy, stupid!</h4>
<p>Bezahlen muss das klar der Staat. Es ist die Aufgabe eines Staats, die Zukunft seiner Jugend zu sichern, Perspektiven zu bieten. Doch bei der aktuellen Haushaltspolitik wird das kein leichtes sein. Der Anteil der Bildung am Budget ist bei weitem zu gering, um wirklich gute Bildung in naher Zukunft zu garantieren. Budgets müssen einnahmeseitig saniert werden, unsere Bildung darf nicht auf Kosten das Sozialbereichs gehen.</p>
<p>Es muss ein generelles, radikales Umdenken erfolgen, Prioritäten müssen neu gesetzt werden. Ansonsten fahren wir die Zukunft unserer Jugend an die Wand.</p>
<p>Faymann, Spindelegger, Töchterle, Fekter: ist es das, was ihr wollt?</p>
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		<title>Die Studierenden-Vollversammlung. Eine weitere Farce der ÖH-Exekutive!</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 18:09:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>VSStÖ Graz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung/Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[VSStÖ in der ÖH Uni Graz]]></category>
		<category><![CDATA[FLUG]]></category>
		<category><![CDATA[ÖH Uni Graz]]></category>
		<category><![CDATA[Rektorat]]></category>
		<category><![CDATA[Studiengebühren]]></category>
		<category><![CDATA[Vollversammlung]]></category>
		<category><![CDATA[Zugangsbeschränkungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ganz zu Beginn: Von einer Vollversammlung kann eigentlich nicht gesprochen werden. Mit knapp 70 Leuten waren lediglich knapp 0,2 % der Studierenden der Uni Graz anwesend. Eine drastische Verschlechterung zur letzten Vollversammlung 2010, wo noch ca. 400 Studierende anwesend waren. Der Fehler lag hier, wie so oft, bei der arbeitsunwilligen ÖH-Exekutive, welche auf ansprechende Bewerbung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz zu Beginn: Von einer Vollversammlung kann eigentlich nicht gesprochen werden. Mit knapp 70 Leuten waren lediglich knapp 0,2 % der Studierenden der Uni Graz anwesend. Eine drastische Verschlechterung zur letzten Vollversammlung 2010, wo noch ca. 400 Studierende anwesend waren. Der Fehler lag hier, wie so oft, bei der arbeitsunwilligen ÖH-Exekutive, welche auf ansprechende Bewerbung verzichtet hatte. ÖH-Vorsitzender Stefan Thum versuchte über diesen Umstand mit der Ausrede hinwegzutäuschen, dass in einem kleineren Rahmen besser diskutiert werden kann. Warum die Veranstaltung dann als Vollversammlung deklariert wurde, weiß wohl nur er. Am Podium befanden sich abgesehen von Thum, der nur schlecht durch die Versammlung leitete, auch noch der Vizerektor für Forschung und Lehre, Martin Polaschek, Vorsitzender des Unirats Werner Tessmar-Pfohl, sowie die Rektorin der Uni Graz, Christa Neuper.</p>
<p>Die etwas langanhaltenden Eingangsstatements der Vertreter_innen erweckten mehr den Eindruck einer Podiumsdiskussion, so betonte Tessmar-Pfohl die Wichtigkeit der MINT (Mathematik – Informatik – Naturwissenschaft – Technik) Fächer, Neuper die Wichtigkeit der Uni-Milliarde, um den „Status-Quo“ zu halten und Polaschek kritisierte das Budgetloch von 1,5 Mio € im Jahr, welches durch das Auslaufen der Studiengebührenregelung entstand. Das Rektorat will sich hierfür eine autonome Regelung schon bis zum kommenden Wintersemester einfallen lassen. Rosige Aussichten.<br />
Als es um Aktionen gegen Studiengebühren ging, wurde die Verantwortung von Thum an die Bundes-ÖH abgeschoben, welche sich um solche Aktionen kümmern solle. Es gibt anscheinend keine richtigen Bemühungen seitens der rechtskonservativen FLUG-AG-Exekutive der ÖH Uni Graz, gegen Studiengebühren aufzutreten.<br />
Auf Fragen seitens des VSStÖ reagierte Thum nur mit Floskeln und Ausweichmanövern. So konnte nicht einmal die Frage über den Zweck der Vollversammlung beantwortet werden. Selbst die Punkte auf der mitgebrachten ÖH-Powerpoint-Präsentation konnten nicht näher erläutert werden.</p>
<p>Die schlechte Organistation der Vollversammlung machte sich auch mit fortlaufender Zeit bemerkbar, so befanden sich am Ende der Veranstaltung nur mehr 20 (!) Studierende im wortwörtlich im stärker werdenden <em>Leer</em>saal. Dass die Leute die Veranstaltung verfrüht verließen, kann man angesichts ihres Niveaus gut verstehen.</p>
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		<title>Vollversammlung WS 2011/12</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 16:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Weichinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir möchten zum Besuch der Studierenden-Vollversammlung an der KFU aufrufen. Anders als im Ankündigungstext der ÖH beschrieben, ist eine Vollversammlung keine Frage- und Antwortstunde, sondern eine demokratische Institution. Es geht darum zu erfahren, was Studierende wollen und verbindliche Beschlüsse zu fassen. Obwohl die ÖH Uni Graz diese Veranstaltung anscheinend eher als Werbefläche sieht, ist es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir möchten zum Besuch der Studierenden-Vollversammlung an der KFU aufrufen. Anders als im Ankündigungstext der ÖH beschrieben, ist eine Vollversammlung keine Frage- und Antwortstunde, sondern eine demokratische Institution. Es geht darum zu erfahren, was Studierende wollen und verbindliche Beschlüsse zu fassen.</p>
<p>Obwohl die ÖH Uni Graz diese Veranstaltung anscheinend eher als Werbefläche sieht, ist es trotzdem wichtig, dass ihr vorbeikommt und eure Wünsche deponiert – oder im besten Fall auch Arbeitsaufträge für die ÖH (in Form von Anträgen). Je mehr Menschen kommen, desto eher werden die Studierenden wahrgenommen. Leider hat es die Exekutive auch versäumt die Ankündigung auf ihre Homepage zu stellen, es gibt jedoch <strong><a href="http://www.facebook.com/events/285837714806183" target="_blank">eine Facebookveranstaltung</a></strong>. <em>[Stand 22. Jänner 16:30]<strong></strong></em></p>
<p><em><strong>Wann und wo?</strong></em><br />
<strong>Morgen, Montag, ab 14:30 im HS 12.01 (Heizhaus)</strong></p>
<p>Diese Diskussionspunkte sind in der Ankündigung aufgeführt:</p>
<p>* STEOP<br />
* Voranmeldung<br />
* Verpflichtende Beratung<br />
* Studiengebühren in Höhe von mehreren tausend Euro</p>
<p>Zusätzlich zu den vier genannten Punkten, sind noch viele andere von Belang</p>
<p>* Knock-Out-Prüfungen<br />
* Zugangsbeschränkungen (vor Allem im Masterstudium)<br />
* Familienbeihilfenkürzungen<br />
* Stipendien/Studienbeihilfe<br />
* Studieren und Arbeiten (70% aller Studierenden Arbeiten neben dem Studium – die meisten aber nicht freiwillig, sondern um ihr Studium zu finanzieren)<br />
* Frauenförderung an den Unis<br />
* die sogenannte &#8220;Uni-Milliarde&#8221;<br />
* Wohnbeihilfekürzungen<br />
* Studierendenfreifahrt/Mobilität<br />
* Anrechnung der Studienzeit zur Pension<br />
* Mangel an Lernraum für Studierende<br />
* Ökonomisierung der Unis<br />
* die geplanten Kürzungen im Bundes-Budget<br />
* Was wurde aus #unibrennt?</p>
<p>&#8230;und noch vieles mehr &#8211; was dir eben einfällt un am Herzen liegt!</p>
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		<title>Warum wir wütend sind &#8211; Oder ein etwas anderer Nachbericht der letzten UV Sitzung.</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 14:50:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Natalie Ziermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[VSStÖ in der ÖH Uni Graz]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Freitag fand die zweite ordentliche Sitzung der Universitätsvertretung an der KFU statt und diese hat uns gehörig wütend gemacht. Warum? Man kann ideologische Differenzen haben. Das ist normal in der Politik. Man kann auch unterschiedliche Auffassungen von Prioritäten in der ÖH Arbeit haben. Das ist ebenfalls normal. Was jedoch unbestritten sein sollte, ist, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag fand die zweite ordentliche Sitzung der Universitätsvertretung an der KFU statt und diese hat uns gehörig wütend gemacht. Warum?<br />
Man kann ideologische Differenzen haben. Das ist normal in der Politik. Man kann auch unterschiedliche Auffassungen von Prioritäten in der ÖH Arbeit haben. Das ist ebenfalls normal. Was jedoch unbestritten sein sollte, ist, dass die ÖH die Interessensvertretung der Studierenden ist. Die UV-Sitzung hat jedoch gezeigt, dass die ÖH an der Uni Graz genau das nicht mehr ist.</p>
<p>So berichtete Stefan Thum (FLUG) über seine Tätigkeit im Vorsitz, dass er halt das übliche mache. Was genau das ist, konnte er nicht beantworten. Das Problem: Wie können wir sichergehen, dass alle Arbeit auch ordnungsgemäß erledigt wurde.<br />
Weiters sind mit 31.12.11 der Organisationsreferent und der Arbeitsreferent zurückgetreten. Üblich ist es, dass daraufhin diese Posten an alle Studierenden ausgeschickt werden, damit sich interessierte Student_innen bewerben können. Dies ist jedoch mit der Begründung, „die Studierenden interessiert das ja eh nicht“, nicht passiert. Hier wird eindeutig im Eigeninteresse (Postenschacherei) und nicht im Interesse der Studierenden gehandelt. Zudem sieht der neue Organisationsreferent (AG) seine Aufgabe darin, Milch für Mitarbeiter_innen zu kaufen. Der Arbeitsreferent (ebenfalls AG) will Jungunternehmer_innen fördern. Ob diese beiden Punkte Studierenden helfen, darüber lässt sich streiten.<br />
Der nächste Punkt ist die vom VSStÖ geforderte Vollversammlung aller Studierenden. Diese wird zwar am Montag den 23.01 (14 Uhr 30 HS 12.01) stattfinden, jedoch gibt es weder eine vernünftige Bewerbung, noch eine Tagesordnung. Auf unsere Frage, warum die Versammlung ausgerechnet in den Prüfungswochen stattfinden muss, antwortete Stefan Thum : „Es sind doch immer Prüfungen.“. Das gerade am Ende jedes Semesters die meisten Prüfungen stattfinden, sollte einem ÖH-Vorsitzenden eigentlich klar sein. Wir wollen an dieser Stelle dennoch alle dazu aufrufen, an der Vollversammlung teilzunehmen, um ihr Mitspracherecht zu nutzen.<br />
Weg von der Vollversammlung hin zur schlimmsten Verhöhnung in dieser UV Sitzung: der Antrag des Referenten für Bildungspolitik, Leo Lindenbauer (FLUG). Dieser Antrag beinhaltet, dass das Vorsitzteam bis 22.12.12 ein Konzept zur Überwachung des Weltraumes, aufgrund der Bedrohung durch Meteoriten, ausarbeiten muss. Dieser Antrag wurde mit Stimmen der Flug und AG angenommen. Auf Nachfrage meinte Stefan Thum, dieser Antrag sei genauso im Interesse der Studierenden, wie der VSStÖ-Antrag auf die Anrechnung der Studienzeit für die Pension (der nicht angenommen wurde). Diese Kinderei ist unverantwortlich und bestätigt das Vorurteil, dass die ÖH ein Kindergarten ist.</p>
<p>Diese Beispiele sollen verdeutlichen, wie sehr die konservative FLUG- AG Exekutive die Opposition, aber vor allem auch die Studierenden verhöhnt. Eine Exekutive, die so eindeutig uninteressiert an Studierenden ist, kann sich in Zukunft nur mehr Eigeninteressensvertretung bezeichnen.</p>
<p>Zum Schluss möchte ich dennoch noch etwas Positives bemerken. Im Gegensatz zur letzten Sitzung, wurden dieses Mal wenigstens einige wichtige Anträge der Opposition angenommen. So spricht sich die ÖH Uni Graz gegen Schuldenbremse, gegen Sparpakete auf Kosten sozial schwacher Menschen und für die Erhöhung der Familienbeihilfe aus. Weiters wird es im Frühling einen Slutwalk geben, ebenso wird die STEOP evaluiert. Ob diese aber wirklich umgesetzt werden, steht in den Sternen: So wie wir dies von anderen Anträgen kennen, ist die Chance nicht sehr hoch. Vielleicht hilft unsere Wut, diese Exekutive zur Besinnung zu bringen.</p>
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		<title>Ratings – Die pseudowissenschaftliche Astrologie der Ökonomie</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 07:17:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Weichinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationale Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Astrologie]]></category>
		<category><![CDATA[Pseudowissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ratingagenturen]]></category>
		<category><![CDATA[Schuldenbremse]]></category>

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		<description><![CDATA[Ratingagenturen raten(das englische raten). Das ist logisch. Was sollen sie sonst tun. Und natürlich kassieren sie dafür Geld und zerstören ganze Staaten. Aber natürlich gibt es einige Menschen, die sagen, Rating-Agenturen machen ihren Job: Sie wissen was sie tun – mit komplexen Algorithmen und Methoden die keine_r verstehen könnte, der oder die nicht selbst bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ratingagenturen raten(das englische raten). Das ist logisch. Was sollen sie sonst tun. Und natürlich kassieren sie dafür Geld und zerstören ganze Staaten. Aber natürlich gibt es einige Menschen, die sagen, Rating-Agenturen machen ihren Job: Sie wissen was sie tun – mit komplexen Algorithmen und Methoden die keine_r verstehen könnte, der oder die nicht selbst bei einer Ratingagentur arbeitet und Ökonom_in ist, kann das verstehen. Dort werden Daten erhoben, Modelle erstellt und Zahlen jongliert. Alles rein wissenschaftlich versteht sich. Bis zu einem gewissen Grad ist das wahr. Aber nur bis zu einem gewissen Grad.</p>
<p>Firmen und ganze staatliche Organisationen zu bewerten ist kompliziert. Natürlich erheben Ratingagenturen Daten, die sie vergleichen. Aber welche Indikatoren messen sie? Und wie werden diese zu einer einzigen Kennzahl verwurstet. Die Zukunft hat in den letzten Jahren so viele Überraschungen geliefert – wie sollen Ratingagenturen wissen, wie die Kreditfähigkeit in der Zukunft aussieht. Ganz einfach: Sie erheben Zahlen und verwenden ein Modell. Jedoch besteht dieses Modell aus sogenannten Artefakten: Es werden Dinge gemessen, die gar nicht gemessen werden können zum Beispiel die Wahrscheinlichkeit einer Rezession, wie im Falle der EU.<br />
Sie haben eine Wahrscheinlichkeit dafür in ihrem Modell genommen – nehmen wir an 53%. Aber andere Faktoren wie Warren Buffets Prognoesen können die Wahrscheinlichkeit – nehmen wir an +/- 2 % verändern. Jetzt gibt es unzählige solcher Faktoren, die diese Wahrscheinlich ändern können. Und  egal wie komplex die Methoden von Ratingagenturen sind, die Wahrscheinlichkeit von 53% ist ein Konstrukt, ein Artefakt, die entweder stimmen kann oder nicht. Das hängt vom Glück ab, ob andere, nicht eingerechnete Faktoren die selbe Wahrscheinlichkeit ergeben. Wissen können sie es nicht.</p>
<p>Das gleiche Phänomen tritt bei der Astrologie auf (ich rede hier von der „ernsthaften“ Astrologie nicht  dem Horoskopen in der Zeitung). Zu einem Teil besteht sie aus korrekter Wissenschaft: Planetenbahnen und Konstellationen sind zentral für Astronomie und Astrologie. So weit kein Unterschied (auch Ratingagenturen verwenden wissenschaftliche Methoden bei ihrer Datenerhebung). Dann jedoch macht die Astrologie etwas, das sie unwissenschaftlich macht. Es wird ein Zusammenhang zwischen Konstellation der Planeten bei der Geburt und dem Charakter und der Biografie einer Person angenommen. Wieder: Mit Glück kann dieser Zusammenhang stimmen, mit Pech aber auch nicht. Vielleicht glaubt diese Person an Astrologie und stellt implizit ihren Lebensweg um: Voila – die Person und astrologische Prophezeiung sind im Einklang. Unabhängig davon, welchen Charakter die Astrologie prophezeit. Ein klassischer Placebo-Effekt. Wenn man daran glaubt, dann wirkt es gleich viel mehr.<br />
Und Rating-Agenturen machen das gleiche: Ein Teil Wissenschaft, ein Teil irgendwelche Zuschreibungen.</p>
<p>Ratingagenturen raten (das deutsche &#8220;raten&#8221;). Und lassen sich noch als Weisen der Wirtschaft feiern. Normalerweise sollte man sie so stark bekämpfen, wie die Astrologie, die sich oftmals im Deckmantel der Wissenschaft Autorität verschafft, die sie eigentlich nicht hat. Nein, Ratingagenturen sind nicht wissenschaftlich. Nein, sie liefern keine verlässlichen Ergebnisse (der Klassiker Ramschimmoblilien auf AAA bewertet). Ratingagenturen sind die Astrologie der Ökonomie. Nur werden sie nicht so belächelt wie Astrolog_innen.</p>
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