14 oder 15 Gründe sich beim VSStÖ zu engagieren…
0Weil wir uns um die sozialen Bedürfnisse unserer Mitstudierenden kümmern.
Weil du deine Persönlichkeit weiterentwickeln und entfalten kannst.
Weil wir die ÖH als Gewerkschaft für Studierende sehen und nicht bloß als Skriptenservice!
Weil du nette Leute kennen lernen kannst, denen Politik nicht egal ist.
Weil Politik und Service kein Widerspruch sind!
Weil du eventuell nicht von den sozialen Kürzungen betroffen bist, so dass du Zeit für ehrenamtliches Engagement hast – oder du dich gerade wegen der Kürzungen engagieren willst!
Weil wir systemkritisch, aber realistisch sind.
Weil wir solidarisch sind und zusammenhalten.
Weil du dich in vielen Seminaren zu verschiedensten Themen informieren kannst und das ohne zusätzliche Kosten für dich.
Weil wir uns für eine offene und freie Gesellschaft einsetzen!
Weil wir keinen Unterschied zwischen Geschlecht, Herkunft und sexueller Orientierung machen!
Weil wir neue Ideen und Gedanken brauchen um möglichst pluralistisch zu sein.
Weil du die Möglichkeit bekommst auf internationale politische Festivals mitzufahren.
Weil wir progressiv sind, nicht alles nur geklaut haben und mehr politische Musik als nur „Deine Schuld“ von den Ärzten kennen ;)
Weil der erste Schritt nicht immer der schwierigste sein muss.
Prüfungsantritt ade, Selektion olé
0Die Gesamtanzahl der Prüfungsantritte wird ab kommenden Semester um einen Antritt auf nur mehr vier Antritte reduziert werden. Diese Änderung betrifft erst alle Studierende. Sie tritt am 1.Oktober 2011 in Kraft – davor gilt die alteRegelung. Das ist natürlich eine Katastrophe – nicht nur für die SOWI, aber ganz besonders hier. Wenn man alle Antritte verbraucht hat, wird man in jedem Studium gesperrt, in der die Lehrveranstaltung ein Pflichtfach ist. Das muss nicht sein! Gerade, weil viele an Lehrveranstaltungen scheitern, die nicht direkt etwas mit dem Studium zu tun haben, die aber im Studienplan Pflicht sind. Diese Reduzierung ist schlicht studierendenfeindlich. Im Prinzip geht es nur darum, die Studierenden abzuschrecken und den Druck auf sie zu erhöhen – wer bereits zu einer Prüfung drei Mal angetreten ist, der oder die wird sich überlegen, ob es nicht gleich klüger wäre, das Studium abzubrechen. Der Leistungsdruck steigt weiter.
An der SOWI sieht es so aus, dass 40% der Vorlesungsprüfungen eine Durchschnittsnote von über 4,0 haben. Ein Skandal. Die Quote für Knock-Out-Prüfungen ist ein Indikator der anzeigt, wie stark eine Fakultät versucht möglichst viele Studierende am Studienfortschritt abzuhalten. Bei mehr als 40% kann man die SOWI getrost die Knock-Out-Fakultät Number One bezeichnen. Die Reduktion von fünf auf vier Antritten, wird nur die Anzahl der Studiernden noch weiter verringern und viele treffen, die eigentlich für das Studium geeignet wären. Denn bei den Prüfungen mit schlechtem Notenschnitt geht es nicht darum, zu prüfen, ob das Wissen da ist, sondern einfach auszusieben.
Die Anzahl der Prüfungsantritte in der STEOP wurde auf drei festgelegt, hätte aber auch auf zwei festgelegt werden können. Das ist grundsätzlich zu begrüßen. Anstatt aber wie ursprünglich fünf Antritte, ist eine Reduktion um 40% eine weitere Katastrophe, für die in diesem Fall nicht die Uni verantwortlich ist, sondern das Wissenschaftsministerium. Auch hier geht es nur darum, Studierende abzuhalten und zu verschrecken. Mit den Kosten, die allein für die erhöhte Zahl an psychischen Probleme auftreten werden, weil es den Stress für gerade junge und unerfahrene Studierende ins unermessliche erhöht, könnte man locker die Universitäten ausfinanzieren. Denn diese Menschen fallen aus, müssen ihr Leben umgestalten – und all das kostet Zeit, Geld und Nerven. Durch eine Ausfinanzierung wären die massiven ökonomischen Schäden, die sich durch diese immer verschärfenden Probleme ergeben, vermeidbar. Man hätte auch endlich die gewünschte Anzahl an Absolvent_innen. Denn nichts spricht gegen eine Erhöhung des Uni-Budgets.
Der VSStÖ setzt sich dafür ein, dass die Anzahl der Prüfungsantritte, egal, zu welchem Zeitpunkt, wieder auf die ursprünglichen fünf Antritte erhöht wird, wenn schon nicht die Unis ausfinanziert werden. Der VSStÖ fordert, dass sich FLUG und AG auch gegen diese Reduktionen einsetzen, so schwer es ihnen auch fallen mag, und sie nicht bloß achselzuckend akzeptieren.
Die verborgenen Mechanismen der Macht
2
Die konservative Exekutive der ÖH, die sich gebildet hat, ist für viele überraschend. In diesem Artikel versuche ich die Gründe für die Koalition auszumachen. Beachten wir einige Argumente und versuchen zu verstehen, wie es zur FLUG-AG-Koalition kam. Zuerst kommen die Argumente, die von der FLUG vorgebracht werden, und danach die Argumente, die zu so einer Koalition geführt haben.
„Der VSStÖ und die GRAS haben mit der AG verhandelt, deswegen gehen wir keine Koalition mit euch ein“ Das lächerlichste Argument überhaupt: Warum sollte man die Diskussion mit einer Fraktion verneinen, die sich innerhalb des demokratischen Bogens bewegt? Warum sollte man den Erfolg von Verhandlungen an die bloße Existenz von Parallelverhandlungen knüpfen? Immerhin hat die FLUG auch mit der AG verhandelt, sonst gäbe es keine Koalition. Dieses Argument ist also nur ein Hilfsmittel, die linken Fraktionen zu diskreditieren und ihnen die gleiche Nähe zum Konservativismus zu unterstellen, wie die FLUG selbst hat. Deswegen wird dieses Argument, trotz ihrer Lächerlichkeit, immer wieder genannt.
„Die GRAS hat keine Leute, die gute Arbeit leisten, deswegen koalieren wir mit der AG“. (weiterlesen …)
VSStÖ Graz empört über konservative „Koalition der Verliererinnen“
5Eine studierendenfreundliche, linke ÖH Uni Graz ist nun unerreichbar.
„Dass die beiden Fraktionen, die bei der ÖH Wahlen Stimmen verloren haben, eine Koalition der Verlierer schließen, zeigt, dass es der Fachschaftsliste – entgegen ihrer Beteuerungen – bloß nur um Postenschacher und Machterhalt geht.“, ist Natalie Ziermann vom Verband Sozialistischer Student_innen (VSStÖ) Graz empört über die Verlogenheit der Fachschaftslisten (FLUG), die stets betont hat, eine Koalition mit GRAS und VSStÖ zu bevorzugen.
Vorsitzender Patrick Mesgec zeigt sich fassungslos über die Machtspielchen, die AG und FLUG betreiben: „Dass die FLUG eine Koalition mit der AG eingeht, zeugt von ihrem neu ausgelebten Rechtskonservativismus. Eine solche Koalition kann nicht konstruktiv für Studierende arbeiten, wenn sie der AG weitestgehende inhaltliche Freiheiten durch einen Platz im Vorsitz gibt. Wir werden sehen, worin das endet.“
Der VSStÖ wird nun verstärkt die rechts-konservative Exekutive kontrollieren. FLUG und AG okkupieren nun nicht nur den Großteil der Fakultätsvertretungen, sondern fast die gesamte ÖH der Uni Graz.
„Gerade in Zeiten von Familienbeihilfenkürzungen und anderen Verschlechterungen für Studierende ist es bitter, dass eine kritische, linke ÖH Uni Graz nun nicht möglich ist. VSStÖ und GRAS sind die Wahlsieger_innen an der Karl-Franzens-Universität. Der Wähler_innenwille wird hiermit komplett ignoriert. Zwei Jahre einer erfolgreichen linken ÖH-Exekutive finden so ihr überraschendes Ende.“, meint Ziermann abschließend.
Ergebnis der ÖH Wahl an der Uni Graz
0Der VSStÖ erntete die Früchte der erfolgreichen Arbeit in der ÖH Uni Graz und ist jene Fraktion, die die größten Zugewinne verzeichnet. Mit Plus 4 % kommt der VSStÖ auf 12 % der Stimmen und damit 2 Mandate in der Universitätsvertretung (+1), ein Mandat in der ÖH Bundesvertretung (+1) und einen Sitz im Senat der Uni Graz (+1). Das Ergebnis im Überblick:
FLÖ 27,92% (-8,52%) – 6 Mandate (-1)
GRAS 22,99% (+3,53%) – 5 Mandate (+1)
AG 21,36% (-1,47%) – 4 Mandate (+/-0)
VSStÖ 12,47% (+4,37%) – 2 Mandate (+1)
RFS 4,67% (-0,16%) – 1 Mandate (+1)
KSV 5,86% (-0,40%) – 1 Mandat (+/-0)
JULIS 3,27% (+1,20%) – 0 Mandate (+/-0)
LUST 1,45 % (+1,45%) – 0 Mandate (+/-0)
