Beitrag getagt Feminismus
NEIN zu Gewalt an Frauen!
0AKS, SJ und VSStÖ setzten Zeichen zum Tag gegen Gewalt an Frauen
Mit einem Aktionstag am Grazer Hauptplatz setzten die Aktion kritischer Schüler_innen (AKS), die Sozialistische Jugend Steiermark (SJ) und der Verband Sozialistischer Student_innen (VSStÖ) am vergangenen Donnerstag ein Zeichen zum Beginn der internationalen Aktionstage gegen Gewalt an Frauen. Ab dem 25. November soll dabei 16 Tage lang weltweit auf die anhaltende Diskriminierung und Gefährdung von Frauen vor allem durch häusliche Gewalt aufmerksam gemacht werden.
„Jede fünfte Frau ist in Österreich Schätzungen zu Folge heute noch immer von Gewalt durch einen nahen männlichen Angehörigen betroffen!“, erklärt AKS-Vorsitzende Veronika Hesse, „Das ist ein tief verankertes, gesellschaftliches Problem, das in der Öffentlichkeit viel zu wenig thematisxiert wird!“
Die AktionistInnen der Jugendorganisation machten unter dem Motto „NEIN zu Gewalt an Frauen!“ PassantInnen mit kreativen Techniken wie Luftballons, Transparenten und „Diese Hände schlagen nicht“-Handabdrücken auf die internationalen Aktionstage aufmerksam.
„Viel zu oft wird einfach weggeschaut“, meint Rena Ruprecht von der Sozialistischen Jugend, „Gewalt gegen Frauen kommt in allen gesellschaftlichen und sozialen Schichten vor. Es geht darum endlich hinzusehen und aktiv gegen dieses Problem zu arbeiten anstatt es unter den Teppich zu kehren.“
Die PassantInnen am Grazer Hauptplatz reagierten durchweg positiv auf den Aktionismus. „Wir freuen uns sehr über die guten Rückmeldungen“, so Natalie Ziermann vom VSStÖ abschließend, „Das zeigt, dass vielen Menschen langsam klar wird, dass Angriffe gegen Frauen nicht nur in dunklen Seitengassen vorkommen, sondern meist in den eigenen vier Wänden, in der Familie. Dabei macht das Alter, die Herkunft oder die Schicht keinen Unterschied. Jede Frau kann Opfer von Gewalt werden.“
Gleicheit macht den Unterschied – Warum wir Feminist_innen sind
0Einer der Grundwerte des VSStÖ ist neben Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität auch die Gleichheit. Gleichheit bedeutet für uns die Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit und Vielfalt als gleichwertig anzusehen und sich dafür einzusetzen, dass alle Menschen die gleichen Möglichkeiten zur selbstständigen Gestaltung ihres Lebens, zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit und zur Verwirklichung ihrer Ziele haben. Ein wichtiger Aspekt der unter diesen Grundwert fällt, ist für den VSStÖ der Feminismus.
Feminismus heißt für uns nicht, Männer zu hassen oder zu unterdrücken, sondern sich für die gleichen Chancen von Männern und Frauen an den Universitäten und in der Gesellschaft einzusetzen. Es ist nun mal leider ein Fakt, dass Frauen rund ein Viertel weniger verdienen als Männer, kaum in Führungspositionen vertreten sind und noch immer hauptverantwortlich für Kinder und Haushalt sind. (weiterlesen …)
100 Jahre Weltfrauentag – 100 Forderungen
0Heute jährt sich der Weltfrauentag zum hundertsten Mal. Das ist einerseits ein Grund zu feiern, anderseits darf man nicht vergessen, wie viel noch erreicht werden muss.
Ein Grund zu feiern ist es, weil mittlerweile Forderungen, wie das Wahlrecht für Frauen, die Fristenlösung oder die gesetzliche Gleichstellung für Frauen und Männer selbstverständlich geworden sind. Anderseits verdienen Frauen noch immer rund ein Viertel weniger als Männer, sind kaum in Führungspositionen vertreten und jede fünfte Frau in Österreich ist mindestens einmal in ihrem Leben von Gewalt durch einen nahen männlichen Angehörigen betroffen. Wenn man den Blick auf die Universitäten richtet, sieht man, dass es österreichweit nur ca. 16% Professorinnen gibt und erst die dritte Rektorin in Österreich gewählt wurde.
Dies sind aber nur einige von vielen Missständen. Der VSStÖ macht aus diesem Grund die Aktion 100 Jahre Weltfrauentag – 100 Forderungen. Hier könnt ihr eure Forderungen auf Plakate niederschreiben und uns persönlich Fragen zu Feminismus und mehr stellen. Ihr könnt uns am 8 und 9. März (heute und morgen) von 10 – 16 Uhr und am Donnerstag, den 10. März von 12 – 16 Uhr vor dem Resowi(KFU) sowie auch Donnerstags, den 10. März von 10 bis 16 Uhr im Innenhof bei der Infeldgasse(TU) antreffen. Außerdem machen wir mit unserer Aktion „Wo ist die Rektorin“ weiterhin auf den eklatanten Rektorinnen-Mangel an den österreichischen Universitäten aufmerksam.
Weiterführende Links:
Mehr Frauen ins (politische?) Web 2.0
0Bitte das Kommentar am Ende lesen, da einige Annahmen falsch getroffen wurden. Das Web kann auch dazu dienen falsche Informationen zu übermitteln. :-). Ich entschuldige mich für diesen Fehler. Der Artikel bleibt bis auf die Änderung im Titel von “Mehr Frauen ins Web 2.0″ in Mehr Frauen ins (politische?) Web 2.0″
Es ist leider eine bedrückende Tatsache, dass sich im social web weniger Frauen bewegen. Fast alle Studierende können aber Facebook bedienen – und dort ist das Geschlechterverhältnis ausgeglichen. Warum sollten sie nicht auch Blogs schreiben und Twitter verwenden. Leider sind in diesen scheinbar technischen Disziplinen Männer häufiger vertreten. Was nicht sein muss. Jeder Mensch hat zwei Hände und auch ein Gehirn – und mehr braucht man nicht um zu bloggen oder um twittern zu beginnen. Mit Facebook funktioniert’s doch auch – und das ist technisch nicht ganz unkompliziert(man denke an die Probleme, die ältere haben). Das Wenige, das man braucht ist ein wenig Geduld und eine verständliche Anleitung. So wie die zum Beispiel von Thomas Knapp auf den Blog neonliberal. Frau sollte sich einmal ein wenig hinsetzen, und einfach probieren. Es kann ja nichts passieren – frau kann alles wieder löschen.
Es wäre ja Verschwendung, dass Frauen, die etwas zu sagen haben, und dies auch theoretisch können und wollen, sich selbst im Weg stehen, weil sie sich das nicht zutrauen. Weil sie sich nicht sicher genug fühlen. Es ist ewig schade, was da an Potential vergeudet wird – und welche talentierten Schreiberinnen sich dort entwickeln könnten.
Es ist wenig sinnvoll, wenn der Mensch seine ganze Energie im Privaten verausgabt – so wie diese Grafik es andeutet. Wer die nötigen Fähigkeiten hat, soll sie auch zeigen! In einer Demokratie sollte es jedem und jeder möglich sein, seine Sicht der Dinge darzulegen, solange sie nicht verhetzend oder Ähnliches sind.
Für eine pluralere, interessantere und demokratischere (Medien)-Welt benötigt es mehr Stimmen von Frauen. Das sollte uns allen klar sein. Der erste Schritt dazu ist es einmal, die Hürden abzuschaffen und ihren Zugang zum social web zu erleichtern und sie zu ermutigen.
Korrektur(27.02.18:50): Natürlich sind Frauen im social web leicht überzählig, leider konnten sie sich noch nicht alle wichtigen Themen aneignen (Politik, Technik. Ökonomie usw.) Die Schwelle ist trotzdem zu hoch. Interessant zu erfahren wäre auch die Zusammensetzung der follower – wie viele Frauen folgen Frauen, wie hoch ist das following zu follower-Verhältnis und gibt es dort geschlechtsspezifische Unterschiede? Im Großen und Ganzen waren Frauen bereits schneller – das Problem besteht allerdings weiterhin, dass Frauen leider systematisch benachteiligt werden. Warum das im Web 2.0 anders sein sollte, nur weil sie präsenter und aktiver sind, ist leider auch eine Frage der generellen Gleichberechtigung. Ein wichtiger Schritt zur Aneignung von neuen Medien ist aber getan worden.
Foto: thisgeekredes/April Spreeman
Equal Pay Day – ab heute arbeiten Frauen Gratis
0Heute ist der “Equal Pay Day” – ab heute arbeiten Frauen, bedingt durch 26,2% weniger Verdienst, bis ans Jahresende gratis.
Mit einer Aktion haben der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ), die Aktion kritischer SchülerInnen (aks) und die Sozialistische Jugend (SJÖ) in Wien ein Zeichen gesetzt um Ungerechtigkeiten gegenüber Frauen am Arbeitsmarkt aufzuzeigen. Ziel war es, mit Stolpersteinen auf die Hürden aufmerksam zu machen mit denen Frauen in der Arbeitswelt zu kämpfen haben.
„Dass Frauen im Durchschnitt immer noch um 26,2% weniger verdienen als Männer, ist ein unzumutbarer Zustand. Auch dass Frauen ab dem Equal Pay Day gratis arbeiten müssen, während Männer voll ausbezahlt werden, ist nicht mehr hinzunehmen.“ so Stefanie Grubich, Bundesvorsitzende des VSStÖ.
„In Österreichs Top 200 Unternehmen finden sich zum Beispiel nur knapp 9% Frauen in Aufsichtsräten und nur rund 4% in den Vorstandsetagen. Das heißt 96 von 100 GeschäftsführerInnen bzw. Vorständen sind Männer. Unternehmen, die Frauen benachteiligen, verzichten auf die Hälfte ihres Potenzials“, sagt Vanessa Gaigg, Frauensprecherin der aks.
„Auch im europäischen Vergleich ist Österreich in den letzten Jahren bei den Einkommensunterschieden zurückgefallen. Anstatt die Einkommensschere zu schließen setzt Österreich anscheinend alles daran sie noch mehr zu erweitern,“ ist Sybilla Kastner, Frauenpolitische Beauftragte der SJÖ, entsetzt.
„Wir fordern deshalb, dass es endlich sanktionierbare Maßnahmen im Bereich der Wirtschaft und schlagkräftige Instrumente, um diese Ungerechtigkeiten zu beseitigen. Durch gesetzliche Bestimmungen muss aktive Frauenförderung in allen Betrieben durchgesetzt werden. Auch die geschlechtsspezifische Berufswahl muss ein Ende haben. Es gehören mehr Frauen in Führungspositionen und nicht weniger,“ fordern Grubich, Gaigg und Kastner.
Doch auch auf Ungerechtigkeiten gegenüber im öffentlichen Dienst arbeitender Frauen darf nicht vergessen werden. Ministerin Heinisch-Hosek und Bundeskanzler Werner Faymann sind zum schnellen Handeln aufgefordert!



