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	<title>VSStÖ in der ÖH Uni Graz &#187; Finanzkrise</title>
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		<title>Eine Katastrophe bahnt sich an – eine (weitere) Polemik zur Bildungssituation</title>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 07:30:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Weichinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn man glaubt, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo der Todessto&#223; her, so wird wohl die Geschichte der Unis in &#214;sterreich enden. Wie Thomas Knapp bereits geschrieben hat(und ich vor einer Woche mit entsetzen feststellte), wird ein Schwall an leeren Versprechungen &#252;ber die vergossen, die eigentlich Bildung verdient h&#228;tten, aber ausgeschlossen werden sollen –]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man glaubt, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo der Todessto&#223; her, so wird wohl die Geschichte der Unis in &#214;sterreich enden.</p>
<p>Wie Thomas Knapp bereits geschrieben hat(und ich vor einer Woche mit entsetzen feststellte), wird ein Schwall an leeren Versprechungen &#252;ber die vergossen, die eigentlich Bildung verdient h&#228;tten, aber ausgeschlossen werden sollen – und es sollte eigentlich kein Kriterium geben, das von Bildung ausschlie&#223;t. Was aber macht BM Karl, die offensichtlich in guter Gemeinschaft mit BM Pr&#246;ll ist?<span id="more-640"></span> Beide sind, wiewohl es schwierige Aufgaben sind, die sie zu leisten haben, heillos &#252;berfordert mit ihrer Arbeit und k&#246;nnen(welches im Anforderungsprofil aller Politiktreibender verankert ist, also keine besondere F&#228;higkeit dieser beiden ist) nur Blubberblasen von sich geben. Belanglos, nichts sagend, und das schlimmste: schlicht und einfach nicht durchf&#252;hrbar. Es wurde bereits berichtet, dass diese Budgetstrategie(ab 2013) nicht funktionieren kann, weil die Uni Mehrausgaben wegen des kommenden Kollektivvertrages und anderen &#196;nderungen hat. Ach ja, und mehr Studierende sollen auch noch kommen, aber ein Leichtes, weil doch mehr Geld – weniger Geld f&#252;r terti&#228;re Bildung ausgegeben wird.</p>
<p>Aber es kommt noch besser. Bei dem Katastrophengesetz neoliberaler Sto&#223;richtung, genannt UG 2002, wurde etwas bestimmt, das nun mit F&#252;&#223;en getreten wird. Die real nicht existierende Universit&#228;ts-Autonomie. Plan war, auch wenn dieser scheiterte, weil zus&#228;tzliches Geld nicht bereitgestellt wurde um die Struktur zu &#228;ndern, dass Hochschulen um Gelder konkurrieren und so jede Uni f&#252;r sich selbst verantwortlich ist. Dazu ben&#246;tigen sie Autonomie und Planungssicherheit(sie m&#252;ssen wissen wie viel Geld ihnen zur Verf&#252;gung steht).</p>
<p>Die Planungssicherheit wird untergraben, weil BM Karl die Unis mehr oder weniger direkt auffordert zu sparen. Mit der Ank&#252;ndigung, dass es 2013 keinen „Geldsegen“ gibt, sondern eine neoliberale Aushungerungsaktion(ich entschuldige mich f&#252;r die Verwendung dieses Begriffes, aber die Aushungerung der Universit&#228;ten wird mit diesem Begriff am besten beschrieben) wurde eine neue Situation geschaffen. Weil mehr Studierende kommen und die &#196;nderungen der UG-Novelle auch Geld kosten, m&#252;ssen sie in die <em>bereits </em>ausverhandelten Budgets eingreifen und „R&#252;cklagen“ schaffen, weil BM Pr&#246;ll offensichtlich nicht in der Lage ist, so zu sparen, dass er wirtschaftsstrategisch relevanten Teilbereiche unangetastet l&#228;sst. Die Planungssicherheit ist weg, weil indirekt in die bestehenden Leistungsvereinbarungen eingegriffen wird.</p>
<p>Ja, die Finanzkrise kam unverhofft, ja, die Wirtschaftskrise auch, aber die Rezession ist jetzt auch schon einige Zeit bekannt, also keinesfalls mehr eine neue Tatsache. Mittlerweile wissen wir sogar, dass entweder die Ausgaben gesenkt werden m&#252;ssen(aber nachdem der Geist der pseudo-neoliberalen &#214;VP, das Jahre durchzog, ist da auch nicht mehr viel zu holen, besonders auch dank der „Wir-machen-jetzt-den-Staat-Kaputt“ Aktionen von &#214;VP und dessen rechtsradikalem Anhang in den Jahren 2000-2006).Oder es m&#252;ssen eben mehr Steuern eingenommen werden. Aber die Verlogenheit der &#214;VP wird noch soweit gehen, dass sie sagt: „Ja, wir wollten doch Studiengeb&#252;hren und Zugangsbeschr&#228;nkungen“, obwohl sie ganz genau wei&#223;, dass eine Aushungerung den Druck auf Universit&#228;ten erh&#246;ht. Ich gehe mittlerweile so weit, dass die &#214;VP in ihrem Machtglauben sogar dazu bereit ist, die noch vorhandene Qualit&#228;t der Universit&#228;ten zu opfern, nur um „Recht zu behalten“ und zu zeigen, dass „ihre“ L&#246;sung Studiengeb&#252;hren und Zugangsbeschr&#228;nkungen geholfen h&#228;tten. Steuern zu erh&#246;hen(die nicht die Armen belasten) k&#228;me ihnen im Leben nicht in den Sinn.</p>
<p>Neben der Unf&#228;higkeit von Pr&#246;ll und Karl, ist ihnen das langfristige Wohl der Universit&#228;ten nicht so viel wert, denn selbst wenn ihr wahnwitziger Plan aufginge, m&#252;ssten sie mehr Geld zuschie&#223;en, um einerseits die jetzigen Studierenden nicht zu benachteiligen, und andererseits um die Reformen, die von &#214;VP gefordert werden, dass sie von den Unis auch umgesetzt werden k&#246;nnen. Aber es gibt ja weniger und nicht mehr Geld, denn man kann ja nicht die Fehler einer neoliberalen Politik mit den &#252;blich geforderten Steuern von Transaktions-, Verm&#246;gens-, und Erbschaftssteuer, ausb&#252;geln. Da w&#228;re ja von der &#214;VP Sachverstand gefordert und dass sie Fehler eingestehen kann.</p>
<p>Stattdessen verlieren die Universit&#228;ten ihre (Schein-)Autonomie, weil der Galgen enger um ihren Hals gespannt wird. K&#246;pfung, Erg&#228;ngelung und Kollabieren k&#246;nnten bald Realit&#228;t werden, wenn die Eliten nicht aufpassen, denn auch das Universit&#228;tssystem kann kollabieren, gleich wie ein Finanzsystem. Die &#214;VP riskiert mit diesem Teufelsritt mehr als eine Universit&#228;tslandschaft, die einem OECD-Staat w&#252;rdig ist.</p>
<p>Zu guter letzt ein Tipp an die SP&#214;. Sollte die &#214;VP diese Schreckensszenarien durchsetzen, wie sie es momentan plant, w&#228;re es gut, dass die SP&#214; sagt, nein danke: „Es reicht, zerst&#246;rt doch &#214;sterreichs terti&#228;res Bildungssystem alleine, wir sind raus“. Dann w&#228;ren nur Opposition, Neuwahlen oder andere Konstellationen gangbare Wege. Hier steht zu viel auf dem Spiel, um noch pragmatisch zu sein. Es geht um die Glaubw&#252;rdigkeit der SP&#214; und um die Bildungschancen vielen Jahrg&#228;ngen, die noch studieren wollen und werden. Dies mag vielleicht radikal sein, wer die letzen Wochen der „Bildungsdebatte“ und den Hochschulmonologs miterlebt hat, versteht vielleicht meine Vehemenz und mein Alarmismus, mit der ich die Wichtigkeit dieses Themas herausstreiche.</p>
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		<title>Die neue Sozialkrise: Ein Artikel mehr, zur Lage der Finanzkrise</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 22:56:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Weichinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Globalisierungskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Neoliberalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialismus]]></category>
		<category><![CDATA[vsstoe]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Gespenst geht um &#8211; das Gespenst der Finanzkrise. Kaum ein Wort geistert &#246;fter in Medien herum. Kaum ein Thema ist brisanter und pr&#228;senter. Seit dem Zusammenbruch des Kommunismus hat sich eine Weltanschauung durchgesetzt, die unter anderen als wirtschaftsliberal bezeichnet wird. Kapitalismus und Demokratie wurden von keinem „Konkurrenzsystem“ mehr herausgefordert. Damit wurde eine Idee zum]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">Ein Gespenst geht um &#8211; das Gespenst der Finanzkrise. Kaum ein Wort geistert &#246;fter in Medien herum. Kaum ein Thema ist </span><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">brisanter und </span><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">pr&#228;senter. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">Seit dem Zusammenbruch des Kommunismus hat sich eine Weltanschauung durchgesetzt, die unter anderen als wirtschaftsliberal bezeichnet wird. Kapitalismus und Demokratie wurden von keinem „Konkurrenzsystem“ mehr herausgefordert. Damit wurde eine Idee zum herrschenden Paradigma <span id="more-86"></span>die Begriffe wie Kapital, Wirtschaft und Wachstum in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Interesses</span><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT"> r&#252;ckten</span><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT"><br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">Fukuyama trieb in seinem Buch „Das Ende der Geschichte“ diese &#220;berlegungen an die Spitze, indem er formulierte Kapitalismus und Demokratie w&#252;rden sich in jeder Gesellschaft nat&#252;rlich und ohne Zutun durchsetzen. Man m&#252;sse blo&#223; f&#252;r die k&#246;rperliche und rechtliche Sicherheit des Menschen sorgen, und den Rest erledige eine rationale Wirtschaft, die zu Wohlstand und Wachstum f&#252;hre.<br />
</span>
</p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">In mancher Euphorie dieses Zeitgeistes wurde der Mensch sogar hinter die Wirtschaft gestellt und das oftmals auch wissentlich, <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1234509623269%26_lexikaGroup=1" target="_blank">wie G&#252;nther Traxler vom STANDARD</a> eindrucksvoll belegt. Gegen die Krise nichts zu unternehmen sei besser, weil es der Wirtschaft nur schaden w&#252;rde &#8211; ebenfalls sei Ungleichheit ein Naturgesetz</span><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">, die nicht ver&#228;ndert werden solle. Wenn Menschen leiden, ist das also unerheblich und <em>sogar</em> erw&#252;nscht. Die Wirtschaft darf n</span><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">icht mehr </span><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">dem Menschen dienen, sondern der Mensch m&#252;sse daf&#252;r sorgen, dass die &#214;konomie nicht zu Schaden komme. Man m&#252;sse sein Leben der Wirtschaft anpassen. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">Dieses Paradigma hat sich in den K&#246;pfen der Menschen durchgesetzt. Klammheimlich, und &#252;ber Jahre hinweg, so dass sie jetzt das Primat der Wirtschaft als einzigen und erstrebenswerten Lebenszustand empfinden.</span><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT"> </span><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">Der Mensch von heute lebt f&#252;r eine Idee und „in einer Idee“, die nicht einmal angegriffen werden kann. In der neoliberalen Hegemonie, und nur f&#252;r die Wirtschaft. Als Sklave eines Abstraktums.<br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT"><br />
</span>
</p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut?</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">Wie wirkt sich dieses Abstraktum auf die Menschheit aus? Kapital, das als Wertma&#223;stab f&#252;r Unternehmen dient, wurde immer h&#246;her bewertet, der Mensch und die geleistete Arbeit wurden hingegen weniger wert. Die K&#246;rperschaftssteuer (eine Steuer auf Kapital) wurde in der Regierung Sch&#252;ssel um 26 Prozent gesenkt, w&#228;hrend bei der Lohn- und Einkommenssteuer nur die Grenzen verschoben wurden und der Spitzensteuersatz von 50% nicht ver&#228;ndert wurde. </span></p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">Auch die <a href="http://www.oecd.org" target="_blank">OECD</a> machte sich daran und stellte wenig &#252;berraschend fest, dass in &#214;sterreich Arbeit h&#246;her als Kapital besteuert wird“. </span><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">(Quelle: <a href="http://www2.wu-wien.ac.at/taxlaw/inthemedia/DieFurcheKapitalstichtArbeit19072007.pdf" target="_blank">FURCHE</a>).</span></p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">Auch sinkt die Lohnquote und damit die Kaufkraft der Arbeitnehmer_innen:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">Von 1995 auf 2005 fiel der Anteil der L&#246;hne am BIP von 66 auf 60 Prozent. </span></p></blockquote>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">Auch wird in <a href="http://www2.wu-wien.ac.at/taxlaw/inthemedia/DieFurcheKapitalstichtArbeit19072007.pdf" target="_blank">dem Artikel der FURCHE</a> ausgesprochen, dass sich Kapital angesiedelt habe. ‚Damit wird auch klar, warum &#214;sterreich von der <a href="http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/460000/index.do?from=rss" target="_blank">OECD als m&#246;gliche „Steueroase“</a> bezeichnet wird. Ralf Schumacher lebt nicht in Salzburg, weil &#214;sterreich ein Urlaubsparadies ist, sondern weil er wenige Steuern zu bezahlen hat. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT"><br />
</span>
</p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">Wenn man Stiftungen ber&#252;cksichtigt, die undurchsichtige Kapitalverschiebungen erm&#246;glichen, wird klar, inwieweit sich die Lage zu Gunsten von Gro&#223;kapital verlagert hat. Und trotzdem ist das Zeitalter der „Finanzkrise“ angebrochen. Das treibt den Zynismus gegen den Menschen auf die Spitze. Das Finanzsystem ist in der Krise, die Institution die &#8220;die Wirtschaft&#8221; bewertet, auch sie kriselt. Die Wirtschaft in der Krise &#8211; und mit ihr die ganze Gesellschaft. Doch nicht mehr mit „Gesellschaft“ kann man die Gesellschaft bezeichnen: &#8220;Wirtschaft&#8221; w&#252;rde die gesamte Gesellschaft in dem heutigen Zustand besser beschreiben &#8211; w&#252;rde besser die neoliberale Hegemone wiedergeben in der sich die Gesellschaft, oder besser gleich &#8220;Wirtschaft&#8221; befindet.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT"> Daraus folgen auch immer „Finanz- und Wirtschaftskrisen“. Keine Sozialkrisen, keine Gesellschaftskrisen. Und die jetzige Krise ist eine Sozialkrise, denn der Mensch leidet, und nicht die &#8220;Wirtschaft&#8221;, oder gar die „Finanz“, die nur ein Werkzeug von „Wirtschaft“ ist. &#8220;Wirtschaft&#8221; sollte wiederum ein Werkzeug der Menschheit sein. Momentan ist sie aber zum Selbstzweck entartet. Sie ist der Ma&#223;stab aller Dinge.<br />
</span>
</p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">Krisen m&#252;ssen aber die immer Menschen selbst erleiden, nicht irgendwelche abstrakte Gebilde. Mit wirtschaftszentrierten Begriffen, wie „Finanzkrise“ wird das wirkliche Problem aber aus dem Blickwinkel gedr&#228;ngt. F&#252;r Verursachende, aber auch f&#252;r Betroffene. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">Sie leiden aber bereits seit Jahren unter dieser „Finanzkrise“ &#8211; sie haben zu wenig Geld, um sich ein menschenw&#252;rdiges Leben zu erm&#246;glichen. Dieses Geld wurde Zugunsten des „Kapitals&#8221; f&#252;r die „Wirtschaft“ geopfert. Deshalb bezeichne ich die jetzige Krise als neue Sozialkrise, denn sie ist vor der sogenannten „Finanzkrise“ aufgetaucht. Sie hat sich eher</span><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT"> als Folge der neoliberalen Hegemonie</span><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT"> erhoben. Die neue Sozialkrise ist eine Krise, die wieder auf Steuerzahler_innen abgew&#228;lzt wird. Und das, nachdem die Lohnquote, und damit der Wert von Arbeit, seit Jahren gesunken ist. Nach der Sozialkrise, die seit Jahren vor sich hind&#228;mmerte, spitzt sie sich nun zur neuen Sozialkrise als H&#246;hepunkt zu.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT"><br />
</span>
</p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">Krise in der Krise: TATA ATTAC und TINA </span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">Sowie aber bei weitem nicht alle Menschen von der „Wirtschaft“ ausgebeutet werden, sind auch nicht alle Menschen der Meinung, dass die neoliberale Hegemonie w&#252;nschenswert ist. Manche gehen noch weiter, und verneinen den fukuyamaesken anmutenden TINA-Slogan: &#8220;There is no alternative&#8221;, der einer der Parolen des neoliberalen Paradigmas ist. Die Kritiker_innen meinen &#8220;There are Thousands of Alternatives&#8221;(TATA), und dass eine andere Welt m&#246;glich ist.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT"><a href="http://www.attac.org" target="_blank">ATTAC</a> steht als Nicht-Regierungsorganisation (NGO) und als Hauptbewegung gegen die neoliberale Hegemonie f&#252;r diese andere Welt unter anderen Organsiationen ein. Sie wurde in Frankreich gegr&#252;ndet und wird oft als „globalisierungsfeindlich“ bezeichnet. Sie galt lange Zeit als Organisation am Rande der Gesellschaft. Seit der Sozialkrise hat sich das Blatt aber gewendet, und es kommt Bewegung in die Bewegung:</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">ATTAC plagiierte die renommierte ZEIT und ihre Online Version mit sehr &#228;hnlicher Layoutierung und machte damit auf sich aufmerksam. So schreibt <a href="http://blog.zeit.de/zeitansage/2009/03/21/attac-kopiert-zeit-online-und-die-zeit_160" target="_blank">Wolfgang Blau von der ZEIT</a> in einer Replik auf die Aktion: </span></p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">Die beiden Chefredaktionen und Gesch&#228;ftsf&#252;hrungen von ZEIT ONLINE und DIE ZEIT wussten nichts von dieser Aktion, wir sind aber beeindruckt von der Qualit&#228;t der Kopien. Mein Kollege Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der Printausgabe, sagte: ‚F&#228;lschungen der ZEIT k&#246;nnen wir nat&#252;rlich nicht guthei&#223;en, zumal nicht in dieser hohen Qualit&#228;t&#8230;’</span></p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">Doch diese Kritik f&#228;llt &#228;u&#223;erst mild aus, auch besonders deshalb, weil die Redakteur_innen der ZEIT inhaltlich und in der Sache mit der Kritik ATTACs an der neoliberalen Hegemonie &#252;bereinstimmen. Insbesondere deshalb, </span><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">weil </span><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">die ZEIT</span><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT"> </span><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">keine rechtlichen Schritte gegen die Aktion setzt und </span><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">weil sie hervorhebt, dass sie </span><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">dieselben Themen wie die Kopie bearbeitet:</span></p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">Die Themen, die Attac in den gef&#228;lschten Kopien von ZEIT ONLINE und DIE ZEIT anspricht, sind Themen, mit denen auch wir uns intensiv besch&#228;ftigen.</span></p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT"><br />
</span>
</p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">ATTAC besch&#228;ftigt sich aber nicht nur schreibenderweise mit der Krise, sondern es wurde w&#228;hrend des <a href="http://www.weltsozialforum.de/" target="_blank">Weltsozialforums</a> der <a href="http://www.28maerz.at/" target="_blank">28.M&#228;rz zum „internationalen Aktionstag</a>&#8221; auserkoren. Mit dem Motto: „WIR ZAHLEN NICHT F&#220;R EURE KRISE! F&#252;r eine demokratische und solidarische Gesellschaft“, trifft sie die Kernprobleme der Sozialkrise auf den Punkt:</span></p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT"> Die schwerste Krise des Kapitalismus seit 1929 betrifft uns alle: massiver Anstieg der Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit, verlorene H&#228;user und Geldanlagen, teure Energie und Lebensmittel. Weltweit verlieren Menschen ihre Existenzgrundlagen und Lebensperspektiven. Die Regierungen, die die Krise durch die Entfesselung der Finanzm&#228;rkte wesentlich zu verantworten haben, retten jedoch vorrangig die Banken und die Reichen mit unseren Steuergeldern.</span></p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">Die neue Sozialkrise k&#246;nnte nun eine Bewegung vom Zaun rei&#223;en, die der neoliberalen Hegemonie eine soziale entgegengesetzt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">ATTAC liefert damit zwei kr&#228;ftige Lebenszeichen, die vom Selbstvertrauen der globalisierungskritischen Bewegung zeugen. Das Au&#223;enseiterdasein von ATTAC ist offensichtlich beendet und die neoliberale Hegemonie k&#246;nnte durchbrochen werden. ATTAC kann zum Symbol der Bewegung f&#252;r eine menschenw&#252;rdigere und menschlichere Welt sein. Die Sozialkrise k&#246;nnte selbst in die Krise kommen, wenn man jetzt die Initiative ergreift. Die neue Sozialkrise nur der Wendepunkt und das Zeichen f&#252;r den Aufbruch. Die Welt k&#246;nnte sich nicht mehr um „Finanz“ und „Wirtschaft“ drehen, sondern um Soziales, um den Menschen. Es wird Zeit die Welt sozialer zu machen, Sozialismus den Stellenwert zu verhelfen, den er verdient und die Sozialkrise einzud&#228;mmen.<br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT"><br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">Diesen Schritt in die Richtung einer sozialeren Welt versucht auch der <a href="http://www.vsstoe-graz.at" target="_blank">VSSt&#214;</a> zu setzen, indem wir ATTAC in ihren </span><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">Bewegung und ihren </span><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT">Ideen unterst&#252;tzten. Eine andere Welt ist m&#246;glich!<br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT"><br />
</span>
</p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT"><strong>Kurze Bibliographie:</strong></span></p>
<p class="MsoNormal"><em>ATTAC: &#8220;Die ZEIT&#8221;-Plagiat als PDF</em></p>
<p class="MsoNormal"><em><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT"><a href="http://www.amazon.de/Das-Elend-Welt-Uni-Taschenb%C3%BCcher-L/dp/3825283151/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1237674174&amp;sr=8-1" target="_blank">Bourdieu Pierre u.A.: Das Elend der Welt</a></span></em><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT"> &#8211; Interviewband &#252;ber das Leiden der Menschen in den franz&#246;ischen Banlieues. Bourdieu war Mitbegr&#252;nder von ATTAC.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT"><a href="http://www.amazon.de/Kritik-Neoliberalismus-Christoph-Butterwegge/dp/3531158090/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1237674233&amp;sr=8-1" target="_blank"><em>Butterwegge Christian u.A.: Kritik des Neoliberalismus</em></a> &#8211; Eine umfassende wissenschaftliche Kritik an der neoliberalen Hegemonie.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT"><a href="http://www.amazon.de/End-History-Last-Man/dp/0743284550/ref=sr_1_3?ie=UTF8&amp;s=books-intl-de&amp;qid=1237674280&amp;sr=8-3" target="_blank"><em>Fukuyama Francis: Das Ende der Geschichte</em></a> &#8211; Politikwissenschaftliche Arbeit &#252;ber Demokratie und Marktwirtschaft als die einzigen Leitideen der modernen Gesellschaft </span></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt" lang="DE-AT"><br />
</span></p>
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