Beiträge mit tag "Frauen

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit! Der Equal Pay Day 2013

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Mit dem heutigen Tag wird wieder einmal der österreichweite Equal Pay Day begangen. (Der steirische war übrigens am 06. Oktober.) Dieser Tag soll die immer noch herrschende Gehaltsungleichheit und –Ungerechtigkeit aufzeigen, denn ab diesem Tag arbeiten Frauen bis zum Jahresende quasi „gratis“, während Männer noch bis Jahresende Geld verdienen.Somit verdienen Frauen ungefähr 25% weniger Gehalt für die gleiche Tätigkeit als Männer.

Das liegt an vielen Gründen: So muss hier auch darauf hingewiesen werden, dass rund 85% aller Teilzeitbeschäftigten in Österreich Frauen sind. Einer der weitverbreitetsten Gründe für Teilarbeitszeit ist die Kinderbetreuung. Nach einer Umfrage würden 50000 Frauen gerne mehr und länger arbeiten, jedoch fehlen hier die öffentlichen Kinderbetreuungsplätze. Eine weitere Zahl unterstreicht diese Aussagen: 44,53% aller Mütter arbeiten in Teilzeit – bei den Vätern sind es hingegen nur 4,7%.

Bei der unbezahlten Arbeit liegen hingegen Frauen mit durchschnittlichen 32,1 Stunden pro Woche den Männern weit voraus – rund 21 Stunden fallen hierbei auf die Haushaltsführung an. Eine durchschnittliche vollzeitbeschäftige Frau kommt demnach auf eine Arbeitsbelastung von 66 Stunden wöchentlich.

Auch die Zahlen von Frauen in österreichischen geschäftlichen Führungsetagen sprechen eine deutliche Sprache: In den Führungsreihen der 200 größten Unternehmen gibt es nur 4,4% Frauen. In absoluten Zahlen sind dies 28 von 637 Personen. Allgemein liegt der Frauenanteil in Aufsichtsräten bei 10,3%.

Auch an der Uni gibt es Ungleichbehandlung: Studentinnen arbeiten durchschnittlich 18,2h pro Woche. Diese Arbeit wird größtenteils in prekären und a-typischen Beschäftigungsverhältnissen verrichtet. Studentinnen haben trotz dieser Zahlen oftmals weniger Berufserfahrung, da viele Studi-Jobs wenig studienrelevante Inhalte haben. Auch der Professorinnenanteil an Österreichs Unis mit 21% und der Anteil von Rektorinnen – 4 an österreichischen Unis – lassen zu wünschen übrig.

Deshalb fordern wir als VSStÖ:

  • Einkommenstransparenz: Offenlegung von Gehältern – auch an den Unis!
  • Verpflichtende Frauenquoten in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft!
  • Mädchen- und Frauenförderung in männerdominierenden Berufen!
  • Mindestlohn von 1500€ für alle Berufe!
  • Flächendeckende kostenloses Kinderbetreuungsangebot, um Frauen volle Erwerbstätigkeit zu ermöglichen!
  • Ausweitung der Väterkarenz!

Equal Pay Day 2012

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Heute ist wieder einmal Equal Pay Day- der Tag ab dem Frauen bis zum Jahresende gratis arbeiten.

Das bedeutet, dass Frauen im Schnitt 25% weniger verdienen als Männer. Und das für gleiche oder gleichwertige Arbeit. Auch verrichten  Frauen rund 66 Arbeitsstunden in der Woche, 40% davon sind unbezahlt.

Wäre das nicht schon schlimm genug, sind 13% der Frauen in Österreich armutsgefährdet (bei Männern sind es 9%). Alleinerzieherinnen haben ein Armutsgefährdungsrisiko bei 60%. Auch bei den Pensionen sieht es schlecht aus für Frauen. Sie bekommen im Schnitt 40% weniger Pension als Männer. 32% aller Frauen ab 60 haben gar keinen Pensionsanspruch.

 

Diese Fakten sprechen für sich und machen deutlich klar: es muss gleichen Lohn für gleiche Arbeit geben. Wir brauchen endlich Einkommensgerechtigkeit. Und zwar nicht irgendwann sondern jetzt!

NEIN zu Gewalt an Frauen!

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AKS, SJ und VSStÖ setzten Zeichen zum Tag gegen Gewalt an Frauen

Schleife Tag gegen Gewalt an Frauen

Die Schleife vor der KFU Graz

Mit einem Aktionstag am Grazer Hauptplatz setzten die Aktion kritischer Schüler_innen (AKS), die Sozialistische Jugend Steiermark (SJ) und der Verband Sozialistischer Student_innen (VSStÖ) am vergangenen Donnerstag ein Zeichen zum Beginn der internationalen Aktionstage gegen Gewalt an Frauen. Ab dem 25. November soll dabei 16 Tage lang weltweit auf die anhaltende Diskriminierung und Gefährdung von Frauen vor allem durch häusliche Gewalt aufmerksam gemacht werden.

„Jede fünfte Frau ist in Österreich Schätzungen zu Folge heute noch immer von Gewalt durch einen nahen männlichen Angehörigen betroffen!“, erklärt AKS-Vorsitzende Veronika Hesse, „Das ist ein tief verankertes, gesellschaftliches Problem, das in der Öffentlichkeit viel zu wenig thematisxiert wird!“

Die AktionistInnen der Jugendorganisation machten unter dem Motto „NEIN zu Gewalt an Frauen!“ PassantInnen mit kreativen Techniken wie Luftballons, Transparenten und „Diese Hände schlagen nicht“-Handabdrücken auf die internationalen Aktionstage aufmerksam.

„Viel zu oft wird einfach weggeschaut“, meint Rena Ruprecht von der Sozialistischen Jugend, „Gewalt gegen Frauen kommt in allen gesellschaftlichen und sozialen Schichten vor. Es geht darum endlich hinzusehen und aktiv gegen dieses Problem zu arbeiten anstatt es unter den Teppich zu kehren.“

Die PassantInnen am Grazer Hauptplatz reagierten durchweg positiv auf den Aktionismus. „Wir freuen uns sehr über die guten Rückmeldungen“, so Natalie Ziermann vom VSStÖ abschließend, „Das zeigt, dass vielen Menschen langsam klar wird, dass Angriffe gegen  Frauen  nicht nur in dunklen Seitengassen vorkommen, sondern meist in den eigenen vier Wänden, in der Familie. Dabei macht das Alter, die Herkunft oder die Schicht keinen Unterschied. Jede Frau kann Opfer von Gewalt werden.“

Erste Rektorin an der TU Wien

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Derzeit beginnen mehr Frauen als Männer ein Studium und es schließen auch mehr Studentinnen ein Studium ab, als Studenten. Trotzdem gibt es kaum weibliche Professorinnen an den Universitäten. Vor allem das Bild an den technischen Universitäten ist stark männlich dominiert. Ganz düster sieht es für Universitätskarriere von Frauen in der Chef_innenetage ab.

Sabine Seidler ist nun zur ersten Rektorin der TU Wien gewählt worden. Sie ist damit erst die dritte Frau in Österreich die in ein derartiges Amt gewählt wurde. Derzeit gibt es mit Sonja Hammerschmid, die Rektorin an der Veterinärmedizinischen Universität ist, nur eine weitere Rektorin in Österreich. Die restlichen 19 Universitäten sind in Männerhand. Auch an der Uni Graz wird demnächst, wie auch an vielen anderen österreichischen Universitäten ein_e neue_r Rektor_in gewählt. Wir wünschen Sabine Seidler alles Gute für ihre Amtszeit als Rektorin und hofft natürlich, dass sich der Trend weiter fortsetzt und bei den noch kommenden Wahlen mehr Frauen Rektorinnen werden.

Mehr Frauen ins (politische?) Web 2.0

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Bitte das Kommentar am Ende lesen, da einige Annahmen falsch getroffen wurden. Das Web kann auch dazu dienen falsche Informationen zu übermitteln. :-). Ich entschuldige mich für diesen Fehler. Der Artikel bleibt bis auf die Änderung im Titel von „Mehr Frauen ins Web 2.0″ in Mehr Frauen ins (politische?) Web 2.0“

 

Es ist leider eine bedrückende Tatsache, dass sich im social web weniger Frauen bewegen. Fast alle Studierende können aber Facebook bedienen – und dort ist das Geschlechterverhältnis ausgeglichen. Warum sollten sie nicht auch Blogs schreiben und Twitter verwenden. Leider sind in diesen scheinbar technischen Disziplinen Männer häufiger vertreten. Was nicht sein muss. Jeder Mensch hat zwei Hände und auch ein Gehirn – und mehr braucht man nicht um zu bloggen oder um twittern zu beginnen. Mit Facebook funktioniert’s doch auch – und das ist technisch nicht ganz unkompliziert(man denke an die Probleme, die ältere haben). Das Wenige, das man braucht ist ein wenig Geduld und eine verständliche Anleitung. So wie die zum Beispiel von Thomas Knapp auf den Blog neonliberal. Frau sollte sich einmal ein wenig hinsetzen, und einfach probieren. Es kann ja nichts passieren – frau kann alles wieder löschen.

Es wäre ja Verschwendung, dass Frauen, die etwas zu sagen haben, und dies auch theoretisch können und wollen, sich selbst im Weg stehen, weil sie sich das nicht zutrauen. Weil sie sich nicht sicher genug fühlen. Es ist ewig schade, was da an Potential vergeudet wird – und welche talentierten Schreiberinnen sich dort entwickeln könnten.

Es ist wenig sinnvoll, wenn der Mensch seine ganze Energie im Privaten verausgabt – so wie diese Grafik es andeutet. Wer die nötigen Fähigkeiten hat, soll sie auch zeigen! In einer Demokratie sollte es jedem und jeder möglich sein, seine Sicht der Dinge darzulegen, solange sie nicht verhetzend oder Ähnliches sind.

Für eine pluralere, interessantere und demokratischere (Medien)-Welt benötigt es mehr Stimmen von Frauen. Das sollte uns allen klar sein. Der erste Schritt dazu ist es einmal, die Hürden abzuschaffen und ihren Zugang zum social web zu erleichtern und sie zu ermutigen.

 

Korrektur(27.02.18:50): Natürlich sind Frauen im social web leicht überzählig, leider konnten sie sich noch nicht alle wichtigen Themen aneignen (Politik, Technik. Ökonomie usw.) Die Schwelle ist trotzdem zu hoch. Interessant zu erfahren wäre auch die Zusammensetzung der follower – wie viele Frauen folgen Frauen, wie hoch ist das following zu follower-Verhältnis und gibt es dort geschlechtsspezifische Unterschiede? Im Großen und Ganzen waren Frauen bereits schneller – das Problem besteht allerdings weiterhin, dass Frauen leider systematisch benachteiligt werden. Warum das im Web 2.0 anders sein sollte, nur weil sie präsenter und aktiver sind, ist leider auch eine Frage der generellen Gleichberechtigung. Ein wichtiger Schritt zur Aneignung von neuen Medien ist aber getan worden.

 

Foto: thisgeekredes/April Spreeman

 

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