Nachrichten getagged: Frauen

Johanna Dohnal ist tot

Von Klemens Wieringer, 20. Februar 2010 14:46

Johanna Dohnal

“Mehr Frauen in der Politik bedeutet gleichzeitig weniger Männer. Und genau das ist der Grund und nichts anderes, warum die Steigerung des Frauenanteils in den gesetzgebenden Körperschaften in diesen sieben Jahrzehnten so gering war.”
(Johanna Dohnal, Festsitzung “70 Jahre Frauenstimmrecht”, 1. März 1989)

Johanna Dohnal verstarb in der Nacht auf heute, sie wurde 71 Jahre alt. Schon seit längerem litt sie an Herzproblemen, trotzdem kam der Tod unerwartet und ist schmerzhaft, da Dohnal die Pionierin der österreichischen Frauenpolitik war.

“Johanna Dohnal war immer da, wenn eine starke Stimme gefragt war” – Barbara Prammer

Geboren 1939 in Wien als Johanna Dietz waren ihre ersten Lebensjahre geprägt vom Kampf ums Überleben im Krieg. Da ihr aus finanziellen Gründen keine höhere Bildung möglich war, begann sie nach der Hauptschule eine Lehre zur Industriekauffrau in einer Kunststofffabrik. 1956 wurde sie Mitglied der SPÖ, 1957 heiratete sie Franz Dohnal, lebte mit ihm und ab 1961 zwei Kindern in einer 48qm kleinen Wohnung. Johanna Dohnal wurde nach der Geburt ihres zweiten Kindes gekündigt – erst 1969 fand sie wieder eine Festanstellung.

In diesem Jahr wurde sie auch Bezirksrätin im 14. Wiener Bezirk, von 1972-79 arbeitete sie als Landesfrauensekretärin der SPÖ Wien, ab 1973 war sie auch Landtagsabgeordnete, bis Bruno Kreisky sie 1979 als “Staatssekretär für allgemeine Frauenfragen” in die Bundesregierung – im selben Jahr kam es zur Scheidung. Erst 1990 wurde aus der Staatssekretärin eine Frauenministerin – Johanna Dohnal war die erste Frauenministerin Österreichs. Ihr erklärtes Ziel war es immer, Politik mit, nicht für Frauen zu machen.

Ihr zu verdanken haben wir unter anderem Verbesserungen der Lage berufstätiger Frauen, die Beseitigung der Amtsvormundschaft bei ledigen Müttern, das Recht zur Betretungsverweigerung bei Gewalt in der Ehe, das gesetzliche Verbot der sexuellen Belästigung, Gleichbehandlungsgesetze für den öffentlichen Dienst, Frauenquoten an Universitäten und in Ministerien.

1995 zog sie sich nach kontroversen Debatten um ihr Schaffen und ihre Person aus der Berufspolitik zurück, setzte sich aber weiterhin stark für Frauen und Gleichberechtigung ein. So arbeitete sie verstärkt mit NGOs, Gewerkschaften und an Universitäten.

Vor zwei Jahren veröffentlichte sie ihr Buch “Innensichten österreichischer Frauenpolitiken” – einen Rückblick auf zwei Jahrzehnte Frauenpolitik und wie sich die Abwertung der Frauen im Laufe der Jahrzehnte veränderte.

2009 wurde ihr von Bundespräsidenten Heinz Fischer der Berugstitel Professorin – die Urkunde verlieh BM Dr. Claudia Schmied, die Laudatio hielt Univ.Prof. Mag. Dr. Gabriella Hauch vom Gender Kolleg der Uni Wien.

Auf fembio lässt sich weiteres zu ihrer Biographie finden.

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What the fuck?

Von Christopher Pieberl, 26. November 2009 22:18

Hier das Video zur aktuellen Kampagne des VSStÖ “What the Fuck?”


www.whatthefuck.at

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Internationaler Tag Gegen Gewalt An Frauen!

Von vsstoegraz, 25. November 2009 23:47

Am heutigen internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, hat es sich der VSStÖ Graz nicht nehmen lassen, darauf mit einer Aktion aufmerksam zu machen.

Vaust Aktion gegen Gewalt an Frauen
VSStÖ-Aktion gegen Gewalt an Frauen

Weiter lesen 'Internationaler Tag Gegen Gewalt An Frauen!'»

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Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!

Von Thomas Knapp, 27. September 2009 08:10

Heute ist Equal Pay Day. Das ist, statistisch gesehen, jener Tag im Jahr, bis zu dem Frauen und Männer noch gleich viel verdienen. Während Männer nun noch bis zum Jahresende weiter bezahlt werden, arbeiten Frauen die letzten drei Monate gratis. Männer verdienen also bis zum Equal Pay Day durchschnittlich genauso viel wie Frauen im ganzen Jahr. Dabei verdienen Frauen schon beim Berufseinstieg weniger als Männer. Und der Einkommensunterschied wächst im Laufe der Karriere.

Doch dagegen kann etwas getan werden. Eine verpflichtenden Offenlegung von Gehältern in Betrieben, wie sie in Schweden funktioniert, zählt genauso zu den Maßnhamen wie Mädchen für typische Männerberufe zu interessieren, ganztägige Kinderbetreuung österreichweit als Recht einzuführen und Frauen gezielt zu fördern bzw. Frauen den Aufstieg in Betrieben zu erleichtern.

Detaillierte Informationen bietet das Bundesministerium für Frauen, dass eine umfangreiche Sammlung von Zahlen, Daten, Fakten zur Verfügung stellt. Auch die Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek und die SPÖ-Frauen informieren mit ihrer Initiative “Warum nicht gleich?”.

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Für Frauenrechte und gegen radikale AbtreibungsgegnerInnen

Von Thomas Knapp, 1. September 2009 12:33

Seit Monaten treiben die radikalen AbtreibungsgegnerInnen von “Human Life International” (HLI) wieder ihr Unwesen: Sie belagern eine Frauenarztpraxis in Graz und belästigen fast täglich Patientinnen, die diese Praxis aufsuchen wollen. Im Mai 2009 lehnte der Grazer Gemeinderat die Errichtung einer Schutzzone vor diesem Gebäude mit den Stimmen von ÖVP, BZÖ und FPÖ ab.

Auch am Samstag, den 4. Juli, ruft HLI wieder mit einer sogenannten “Gebetsprozession” durch die Innenstadt zu einem Marsch zur Arztpraxis auf. Religiöse FanatikerInnen haben vor Arztpraxen und Einrichtungen, in denen sichere und hygienische Schwangerschaftsabbrüche möglich sind, nichts verloren.
Wir fordern daher die sofortige Errichtung einer Schutzzone! Stoppt den Psychoterror von HLI!

Deshalb bitte: Hinkommen, Transparente, FreundInnen, Ideen und Lebenslust mitnehmen und weitersagen!

Frühschoppen gegen HLI
Frauenrechte ertanzen

Demonstration und Aktionen

Sa, 5. September 09
Beginn: Schloßbergplatz, Graz, 09:15 (pünktlich!)

Es ruft auf: ARGE für das Selbstbestimmungsrecht von Frauen, 8010 Graz,
unterstützt von: Aktion kritischer SchülerInnen Stmk, Frauendokumentations- und Projektzentrum Graz, Frauenreferat ÖH Uni Graz, Grünalternative Jugend Stmk, Grüne & Alternative StudentInnen, Mayday Graz, Sozialistische Jugend Graz, Sozialistische Jugend Steiermark/Frauen, Unabhängige Frauenbeauftragte Graz, Verband Sozialistischer StudentInnen

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VSStÖ Graz: Feministisches Improtheater

Von vsstoegraz, 18. Mai 2009 20:23

Der VSStÖ Graz veranstaltet gemeinsam mit “Impro Theater im Stockwerk” ein Improtheater, das sich vor allem mit Frauenklischees beschäftigt.

Die Veranstaltung findet am 20. Mai 2009 ab 19.00 Uhr statt. Und zwar im HS 06.03 der Karl-Franzensuniversität Graz.

Eintritt ist wie immer frei!

hpimpro

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Universität ist nicht nur Männersache!

Von vsstoegraz, 9. März 2009 23:35

Auf den ersten Blick sieht es so aus als seien Frau und Mann gleichberechtigt an den Universitäten, denn circa 58% aller StudienanfängerInnen sind weiblich und rund 54% der UniversitätsabsolventInnen sind Frauen, jedoch sind lediglich 14% der UniversitätsprofessorInnen  weiblich. Im  Universitätswesen bestimmt die männliche Norm die vorherrschenden Strukturen, dadurch kommt es zu einer strukturellen Benachteiligung der Frauen. Früher oder später stoßen weibliche Studierende unweigerlich auf fast unsichtbare Barrieren.  Eine davon ist der Übergang von der Promotion zur Habilitation, bei dem Frauen in der Wissenschaft oft verloren gehen.

Schon beim Abschluss sinkt der Frauenanteil, beim Doktoratsstudium sind es sogar weitaus weniger Frauen als Männer. Auch nach dem Studienabschluss haben Frauen größere Schwierigkeiten als Männer ihre Ausbildung in entsprechende berufliche Positionen umzusetzen und dann auch leitende oder führende Tätigkeiten auszuüben.  Aber auch wenn sie dann eine Stelle bekommen, gibt es immer noch große Einkommensunterschiede, die  wiederum eine Barriere für Frauen darstellen. Gründe dafür sind Unterbrechung der Erwerbsarbeit wegen Kinderbetreuung, Schwierigkeiten beim beruflichen Wiedereinstieg und die nominale und ungleiche Bezahlung.

Eines der wichtigsten Mittel, das Lehrende an den Universitäten zur Verfügung steht, ist die Sprache. Mit der Verwendung einer geschlechtergerechten Sprache werden beide Geschlechter sichtbar und hörbar gemacht.  Unsere Ziele sind es, die Zahlen der Frauen in der Wissenschaft durch aktive frauenfördernde Maßnahmen zu erhöhen, Diskriminierungen aufzudecken und zu bekämpfen und die Relevanz von Geschlechtern an den Universitäten hervorzuheben.

Zu diesem Zweck gibt es im VSStÖ Graz eine Frauengruppe. Dort gibt es die Möglichkeit für alle weiblichen Studierenden in einer Frauenrunde miteinander zu diskutieren, sich zu organisieren und gegenseitig zu stärken.

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