Beiträge getaggt mit KF Uni Graz
Humor der keiner ist
05. Aug
Martin Glatz hat in der letzten Iwan Ausgabe (Zeitschrift der Fakultätsvertretung NAWI) die Katze aus dem Sack gelassen: unter dem Vorwand sarkastisch sein zu wollen betreibt er in seinem Artikel „What the hell is Gendern“ puren Sexismus.
Ein paar Schmankerl:
„Da Frauen weder Grundwehrdienst (Bundesheer) noch Zivildienst (wieso eigentlich nicht?) leisten müssen, haben sie offensichtlich sehr viel Zeit zum Kritisieren..“
Natürlich ist ja nicht so, dass Frauen in der Woche durchschnittlich 28 Stunden, Männer nur 8 Stunden unbezahlte Arbeit( Haushalt, Kinder etc.) erledigen(und so nebenbei weltweit sowieso 2/3 der Arbeitsstunden leisten, aber nur 1/10 des Welteinkommens verdienen) und deswegen so viel mehr Freizeit haben als Männer.
Aber es geht weiter:
„Und dann schuf Satan die Feministinnen und brachte so Unheil übers Land, und alles was vorher richtig und gut war, wurde böse und falsch und die Männer wurden verteufelt.“
Natürlich, wir Feministinnen sind böse und gemein und wollen nur die Weltherrschaft an uns reißen. Also ich bezeichne mich gerne als Feministin, was für mich nichts anderes bedeutet, dass ich für die gesellschaftliche Gleichstellung der Frau eintrete. Für Herrn Glatz hingegen ist der Begriff Männerhasserinnen ein Synonym für Feministinnen. Aber was kann man schon von jemandem erwarten, der sich anscheinend kaum mit Gleichberechtigung und geschlechtergerechter Sprache auseinandergesetzt hat?
Auch der zweite Artikel zum Thema Gendern von Kathi Kiss (Fachschaftsliste) ist nicht sonderlich gut recherchiert. Frau Kiss versucht in dem Artikel zu erklären, wie man geschlechtergerecht formuliert und hat dabei komplett auf eine doch nicht sonderlich neue Entwicklung vergessen – den Gender Gap (Bsp: Student_innen). Wenn schon eine Anleitung – dann bitte eine vollständige.
Bleibt zu hoffen, dass der Chefredakteur des IWAN, Christopher Haindl (ebenfalls Fachschaftsliste), für die nächste Ausgabe ein klares Bekenntnis gegen Sexismus und für geschlechtergerechte Sprache verfasst.
Peter Gaube wird neuer BiPol-Referent!
07. Jul

Der neue BiPol-Referent Peter Gaube
Nachdem das Referat für Bildung und Politik auf der ÖH Uni Graz seit längerem keine_n Referent_in mehr hatte, konnten wir uns mit unseren Koalitionspartner_innen von der GRAS darauf einigen, dass unser bisheriger Sachbearbeiter im BiPol-Referat, Peter Gaube (Soziologie), neuer Referent wird.
Das garantiert vor allem eines: die Arbeit wird von einer kompetenten Person, die bereits viel Erfahrung im letzten Jahr sammeln konnte, weitergeführt. Da Peter nun mit seiner Einsetzung nicht nur die Pflichten, sondern auch alle Rechte eines Referenten hat, ist die Ausführung der Erstsemestrigenberatung im Herbst ebenso garantiert wie eine kompetente Beratung auf der ÖH.
Wir möchten uns bei Peters Kollegen Michael Schabhüttl (WiPäd), für seine Unterstützung in Zeiten der Ungewissheit, und bei der GRAS für ihre Kooperation bedanken.
Auf ein gutes neues Semester mit Arbeit im Sinne der Studierenden!
Studierenden-Vollversammlung am 27.10.2009 (HS 06.01)
26. Okt
Morgen am 27.10. findet eine Studierendenvollversammlung auf der Karl-Franzen-Universität in der Vorklinik (HS 06.01) statt!
Kommt hin und diskutiert mit wie es weitergehen soll. Vor allem aber, setzt ein Zeichen gegen die Zerstörung des freien Hochschulzugangs (oder was davon noch übrig ist!)!
Alle Infos zur Besetzung in Graz und die Forderungen der BesetzerInnen findest du unter http://www.facebook.com/unigrazgehoertuns
Die Wahrheit über die "Koalitionsverhandlungen" mit der FLUG
19. Jun
Es hat einen Grund warum das Wort “Koalitionsverhandlungen” im Titel dieses linksblog-Artikels unter Anführungszeichen steht, denn es hat nie wirklich Koaltionsverhandlungen mit der Fachschaftsliste gegeben. Die FLUG war sich anscheinend wochenlang zu schade um den VSStÖ Graz zu kontaktieren. Tage vor der konstituierenden Sitzung der Universitätsvertretung der ÖH Uni Graz, kam ein Anruf, darauffolgend ein Gespräch unter vier Augen zwischen Gisela Fuchs (FLUG) und Christiane Mörth (VSStÖ). Thema dieses Gesprächs waren die persönlichen Angriffe und von Mitgliedern der FLUG auf VSStÖ Graz Menschen, sowie eine mögliche “Mitarbeit” des VSStÖ Graz bei einer FLUG-GRAS Koalition. Dieses Angebot war mehr als nur spärlich, und von einer gleichberechtigten PartnerInnenschaft des VSStÖ war nie die Rede.
Anstatt sich der Wahrheit verpflichtet zu fühlen macht die FLUG das was sie die letzten zwei Jahre schon gemacht hat: Lügen und Propaganda verbreiten, vor allem über die Menschen die sich dem VSStÖ nahe fühlen oder Mitglieder des VSStÖs sind. Für uns entsteht unweigerlich der Eindruck, dass die FLUG es sich zum Ziel gemacht Menschen die nicht die Meinung des Fachschaftsapparats entsprechen persönlich anzugreifen, ihren Willen aufzwingen und sie aus Studienvertretungen und IGs zu ekeln.
Der VSStÖ Graz distanziert sich mit alle Schärfe von persönlichen Unter- und Angriffen, egal in welcher Form, vom Verteilen von falschen Informationen und fordert von allen (!!!) Fraktionen ein menschenwürdiges und konstruktives Miteinander. Das Polittheater der ÖH muss endlich ein Ende haben. Ziel der bei den ÖH-Wahlen kandidierenden Fraktionen (ja auch die FLUG ist eine Fraktion mit Fraktionsinteressen und internen Hierachien!) muss es sein die Interessen der Studierenden wahrzunehmen, dafür einzutreten und wenn es drauf ankommt auch dafür zu kämpfen. Persönliche Befindlichkeiten, Egomanie und Arroganz dürfen dabei keine Rolle spielen! Der VSStÖ Graz hat sich in den letzten Jahren bemüht konstruktiv mit allen gemeinsam zu arbeiten. Wir kämpfen gegen Zugangsbeschränkungen, soziale Ungerechtigkeiten, und Angriffe auf die Bildungslandschaft in Österreich und nicht gegen engagierte Studierende. Wir hoffen, dass FLUG und KSV sich uns anschließen werden.
Euer VSStÖ Graz!
PS: Glaubt nicht alles was die FLUG euch sagt! Und schon gar nicht wenn sie den ÖH Newsletter für FLUG-Propanda missbraucht und unabhängige Vertretungsarbeit mit Fraktionsinteressen vermischt. Außerdem möchten wir der FLUG auch auf diesem Wege mitteilen, dass in den Studienvertretungen Studierende arbeiten und nicht Fraktionen.
Christiane Mörth – Spitzenkandidatin an der Karl-Franzensuniversität Graz
13. Mrz
Um die Gesellschaft verändern zu können, sollte man sie auch kennen. Deshalb studiere ich seit 2005 Soziologie. Gerade in den letzten Jahren gab es enorme Verschlechterungen in einem gewichtigen Teilbereich der Gesellschaft, nämlich in der Bildung. Österreichs Universitäten orientieren sich immer mehr an der Wirtschaftlichkeit, und vergessen dabei darauf ein Ort der freien Bildung zu sein. Auch die Lage der Studierenden hat sich nicht gerade verbessert: zwei Drittel von ihnen muss nebenher arbeiten, um sich das Studium überhaupt leisten zu können, was zu Verzögerungen im Studium und Verlust der Beihilfen führen kann.
Meine Motivation, bei dieser Wahl für den VSStÖ zu kandidieren ist, dass ich der Meinung bin, dass eine starke linke Studierendenvertretung es schaffen kann, Veränderung an der Karl Franzens Uni durchzusetzen. Sei es dadurch, dass wir uns bei den Entscheidungstragenden für ein besseres Stipendiensystem einsetzen werden, sei es dadurch, dass wir es mit allen bereitstehenden Mitteln erreichen müssen, dass Bildung allen Menschen in gleich guter Qualität zugänglich sein muss.

