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„Progressive Politik fängt mit Sprache an“ – Robert Misik und seine „Anleitung zur Weltverbesserung“

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Robert Misiks Antwort auf die Finanz-, Wirtschafts- und Sozialkrise ist soeben frisch erschienen. „Anleitung zur Weltverbesserung – das machen wir doch mit links“ heißt sie. In populärwissenschaftlicher Manier, die zwischen Ökonomie und Politik anzusiedeln ist, analysiert er die letzten vierzig Jahre. Das kompakt und pointiert geschrieben Buch soll einen Ausweg aus der Misere der Linken vorzeichnen und einen gangbaren Weg zur Überwindung der Krise anbieten. Dabei argumentiert Misik zuerst ökonomisch. Eine seiner zentralen Thesen lautet: Erfolgreiche Sozialpolitik ist auch erfolgreiche Wirtschaftspolitik:

„In den Jahren [nach 1973: MaW] kehrte sich die Tendenz wieder um: Die Einkommensspreizung ging wieder auf, die Gewerkschaften wurden geschwächt, die Schwachen wurden unter Lohndruck gesetzt usw. Das Ergebnis ist ziemlich eindeutig. In der Phase des ‚regulierten’ Kapitalismus mit wohlfahrtsstaatlichen Konsens betrug das Wachstum der Weltwirtschaft 4,8 Prozent jährlich, in den Jahren seither durchschnittlich 3,2 Prozent.“(76)

Damit schaffe nicht mehr Kapitalismus automatisch mehr Wachstum, sondern viel weniger. Staatliche Regulierungen und ein starker Staat dienen dem Gemeinwesen und sind in den seltensten Fällen ineffektiv. Anders, wie es von Neoliberalen ständig prolongiert wird. (weiterlesen …)

Lesung: “Anleitung zur Weltverbesserung. Das machen wir doch mit links!”

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Auf Einladung des Renner Instituts Steiermark und des VSStÖ Graz liest Robert Misik aus seinem neuen Buch “Anleitung zur Weltverbesserung. Das machen wir doch mit links!” an der KF Uni Graz.

Datum: 20.10., 19 Uhr
Ort: HS 15.06 (Resowi)

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Und hier ein paar Anrisse, worum es geht…

“Wir” haben über unsere Verhältnisse gelebt, so dass “wir” jetzt ganz viel sparen müssen – auf Kosten der einfachen Leute? Es kann schon sein, dass irgendjemand über meine Verhältnisse gelebt hat. Aber i…ch war es nicht. Und die allermeisten normalen Bürger haben auch nicht über ihre Verhältnisse gelebt.

Eine faire, gerechte Gesellschaft und eine stabile prosperierende Ökonomie – ja, das geht!

“Eine gerechtere Gesellschaft, die mehr Gleichheit realisiert und alle ihre Bürger am Wohlstand beteiligt, ist also auch eine ökonomisch funktionstüchtigere Gesellschaft. Die Wirtschaftskompetenz der Progressiven besteht darin, dass sie das verstehen. Gleichwohl, die Wirtschaft ist nicht alles. Die Wirtschaft ist für die Menschen da, nicht die Menschen für die Wirtschaft.”

Misik kommt auf die Karl-Franzens-Universität!

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Und zwar am Mittwoch, dem 28. April 2010, um 19:30 in den Hörsaal 15.13 der Karl-Franzens Universität.

Auf Einladung des VSStÖ Graz und des Renner Instituts Steiermark wird der Journalist und Autor aus seinem Buch „Alles Ware – Glanz und Elend der Kommerzkultur“ lesen. Misik zeigt mit seinem Buch die neue Symbiose von Business und Kultur im Lifestyle-Kapitalismus von heute auf.

Waren sind Kultobjekte, mit denen wir unsere Identität zum Ausdruck bringen, wobei der Gebrauchswert der Produkte in den Hintergrund rückt. So kaufen wir etwa mit einem Turnschuh Fitness und mit einem iPod Trendyness. Ökonomie und Kultur sind zwei Seiten einer Medaille.
Im Anschluss gibt es außerdem die Möglichkeit, mit Robert Misik zu diskutieren.

Weitere Infos bekommt ihr unter contact[at]vsstoe-graz.at

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