Beitrag getagt ÖH
Zwischen Persönlichkeitsbildung und institutioneller Pflicht
0Zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Zwischen Persönlichkeitsbildung und institutioneller Pflicht
Zwischen Propaganda und Politik
Zwischen informeller Struktur und Gesetz
Zwischen Gesellschaft und Universität
Teil 2 der ÖH-Serie: Wer kandidiert kann nur gewinnen! StVen-Kongress, das kollektive Gedächtnis der ÖH und über den Nachteil der jüngsten (Sozial-)Kürzungen
In der ersten Serie ging es darum herauszufinden, was die ÖH leisten kann und was was sie leisten will? Natürlich ist die ÖH nur dann leistungsfähig wenn genügend Menschen im Kosmos ÖH arbeiten. Die ÖH-Wahlen, ein 2-jähriges Ritual ist auch die wichtigste Verjüngungskur. Viele Menschen, die potentiell politisch interessiert sind, können unter bestimmten Voraussetzungen in die ÖH eintreten. Das wäre etwa, wenn man selbst ein studienrechtliches Problem hatte und einem_einer geholfen oder eben nicht geholfen wird. Einmal kommt man zur ÖH weil man unzufrieden ist, und es ändern will, das andere Mal, weil man zufrieden ist, und die gute Arbeit weiterführen will.
“Kompromisslos für die Anliegen der Studierenden” – Interview mit Natalie Ziermann
0Natalie Ziermann (21) studiert Psychologie an der Uni Graz. Sie ist Referentin für feministische Politik der ÖH Uni Graz sowie stellvertretende Vorsitzende und Frauensprecherin des VSStÖ Graz und unsere Spitzenkandidatin.
Warum studierst du Psychologie?
Ich wollte immer schon Psychologie studieren, weil mich zwischenmenschliche Beziehungen interessieren.
Was sind deine Stärken und Schwächen?
Ich bin kontaktfreudig, engagiert und motivert, das würde ich als Stärken bezeichnen. Eine meiner Schwächen ist sicher, dass ich unpünktlich bin. Und ich bin manchmal etwas chaotisch.
Was würdest du an der Uni Graz ändern?
Kurzfristig würde mehr Frauenförderungsprogramme einführen, darauf drängen dass das Lehrveranstaltungsangebot für Studierende die einer Arbeit nachgehen müssen, deutlich verbessert wird und mich für eine Vereinheitlichung und Vereinfachung des Anrechungssystems einsetzten. Außerdem ist eine Verlängerung der Öffnungszeiten der Bibliotheken sehr wichtig.
Warum bist du beim VSStÖ aktiv?
Weil sich der VSStÖ kompromisslos für die Anliegen der Studieren einsetzt und Politik und Service für uns kein Widerspruch sind.
Was hat der VSStÖ an der ÖH Uni Graz geleistet? (weiterlesen …)
Zwischen Wunsch und Wirklichkeit
2
Teil 1 der fünfteiligen ÖH-Serie: Was möchte die politische Vertretung namens ÖH erreichen, was kann sie leisten und wie wird sie legitimiert
Zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Zwischen Persönlichkeitsbildung und institutioneller Pflicht
Zwischen Propaganda und Politik
Zwischen informeller Struktur und Gesetz
Zwischen Gesellschaft und Universität
Die Österreichische HochschülerInnenschaft. Eines der langweiligsten und wichtigsten Themen zugleich. Langweilig, weil sie auch funktioniert, ohne dass ein Studi weiß, wie sie funktioniert. Wichtig jedoch, weil Studierende wesentlich mehr Nutzen aus der ÖH ziehen können, wenn sie wissen wie sie funktioniert. Studis könnten sich leichter in der ÖH engagieren und weniger erschreckt werden, wenn sie mit dem Mikrokosmos ÖH in Kontakt kommen. Transparenz nützt Studierenden sowie der ÖH. Die fünfteilige Serie soll alle wichtigen Charakteristika anschneiden, so dass allen Studierenden die Möglichkeit gegeben werden kann, in die ÖH Einblick zu gewinnen. (weiterlesen …)
Einmal Wahlrecht bitte…
0Die Studierenden sollen ihre ÖH wählen dürfen.Dass die Bundesvertretung der ÖH nicht direkt gewählt werden kann, ist ein Relikt schwarz/blauoranger Demokratiefeindlichkeit und gehört dringend geändert.
Seit ihrer Gründung wurde die bundesweite Vertretung der in Österreich Studierenden demokratisch gewählt, schon zu Zeiten der Ordinarienuniversitäten, als Demokratie an den Unis erst erkämpft werden musste. Doch 2004 wurde dieser demokratische Standard von der schwarz/blauorangen Bundesregierung abgeschafft. Demokratie? Nicht mit uns! Lieber schwächt man eine kritische Interessensvertretung. Seither wird die Bundesvertretung (BV) indirekt nach den Ergebnissen der einzelnen Universitätsvertretungen (UV) beschickt.
“One person, one vote”
Die geltende Regelung ist ein eine Sammlung von Problemen. So wird eine stabile Mehrheitsfindung dadurch fast unmöglich gemacht. Das demokratische Grundprinzip „Oneperson, onevote“ wird sowieso ignoriert. Studierende die auf mehreren Unis inskribiert sind, wählen die BV damit mehrfach indirekt, ihre Stimme zählt für die Entsendung in die BV doppelt, dreifach, etc. Durch die im geltenden Recht vorgesehen Überhangsmandate und Mindestmandate werden Stimmen unterschiedlich nach Universitätsgröße gewichtet, was kleine Universitäten massiv überrepräsentiert. Eine Studentin aus Leoben hat damit wesentlich mehr Gewicht als ein Student von der Uni Graz. Was freilich auch Vorteile hat – aber nur für die ÖVP-Aktionsgemeinschaft: Sie ist nämlich vor allem auf jenen Unis stark vertreten, deren Stimmen durch dieses undemokratische Gesetz mehr zählen.
Ein weiteres Problem der Regelung ist, dass Studierende sich damit nicht mehr dafür entscheiden können, bundesweit eine andere Fraktion zu wählen als auf unserer eigenen Uni. Das heißt aber auch: Tritt Fraktion A an meiner Uni nicht an, kann ich sie auch nicht in die Bundesvertretung wählen. Da kaum eine Fraktion tatsächlich an jeder einzelnen Uni und FH antritt ein reales Problem.
Fakultätsvertretungen braucht kein Mensch
Unter diesem Motto wurden die Fakultätsvertretungen (FV) von Schwarz/Blauorange sogar noch stärker geschwächt als die Bundesvertretungen. Formal gibt es im Gesetz keine Fakultätsvertretung mehr, diese müssen erst von den einzelnen Universitätsvertretungen eingerichtet werden. Was aber nicht heißt, dass die Universitätsvertretungen beschließen könnten, dass die FV wie bis vor 2004 direkt gewählt werden könnten. Das ist abgeschafft worden. Stattdessen werden die Fakultätsvertretungen nun von den Studienvertretungen (StV) beschickt.
Diese Regelung hat neben den demokratiepolitischen Problemen einen großen praktischen Nachteil. Will eine bestimmte Fraktion eine Fakultätsvertretung kontrollieren, muss sie dies über die Studienvertretungen schaffen. Je größer die Fakultät (bzw. je mehr Studienvertretungen), desto schwieriger. Deshalb gibt es Scheinkandidat_innen bestimmter Fraktionen. Gelingt es die StV zu übernehmen wird in die FV entsandt, aber die mühsame, wenig prestigeträchtige StV-Arbeit an einem Institut an dem sie nicht wirklich studieren erledigen sie natürlich nicht. So wurden schon einige StVen massiv geschädigt.
Um solche Fraktionspolitik aus den StVen draußen zu halten, müssen die Fakultätsvertretungen wieder direkt gewählt werden. Damit alle Studierenden je eine Stimme haben, und jede Stimme gleich viel wert ist, muss die Universitätsvertretung wieder direkt gewählt werden. So, als wäre Österreich eine entwickelte Demokratie.
dieser Artikel erschien in der zeitlinks
Keine Stimme dem RFS!
0Liebe von der ÖH enttäuschte Studentin!
Lieber von der ÖH enttäuschter Student!
Schade, dass wir es in den letzten beiden Jahren nicht geschafft haben, dir die Vorteile der ÖH-Mitgliedschaft nahe zu bringen. Wir wissen, manchmal ist es schwer – auf der Uni ist vieles schlechter geworden, die Familienbeihilfe ist weg und alles, was zu passieren scheint, sind Demonstrationen, die offensichtlich wenig bewirken. Aber weißt du, manchmal sind eben diese nötig, um ein starkes Zeichen gegen den Regierungskurs zu setzen. Und dass es irgendeine Form von Aufschrei geben muss, darüber sind wir uns doch einig, oder? (weiterlesen …)
