Es gibt keine Bildungs-Diskussion oder Debatte, wo das Thema Studiengebühren nicht andiskutiert werden würde. Die Podiumsdiskussion ‘Bildung, quo vadis?’ von der SPÖ Steiermark, dem VSStÖ und anderen ‘roten’ Organisationen lieferte einige interessante neue Erkenntnisse. Ich möchte zu den Aussagen vom Vizerektor für Studium und Lehre, Herrn Polaschek, einige Anmerkungen machen. Was er gesagt hat, entbehrt gewiss nicht jeder Grundlage, doch einige seiner Aussagen haben sich im Kern widersprochen. Ich möchte kurz paraphrasieren, welche drei Punkte ich zu dem Thema Studienbeiträgen herausgehört habe (neben der inhaltlichen Ablehnung der jüngsten Aussagen Sünkels in Bezug auf Zugangsbeschränkungen):

  1. Die SPÖ solle sich bei den Studienbeiträgen nicht so ideologisch verbohrt zeigen. Er toleriere zwar die sture Haltung der SPÖ, doch kann er sie nicht ganz nachvollziehen.
  2. Die Abschaffung der Studienbeiträge sei populistisch gewesen und den Universitäten wurde das verlorene Kapital vorenthalten. Es sei selbst unteren Schichten Studienbeiträge zuzumuten. Des Weiteren meinte er, es könnte doch von den Parteiakademien Geld zugeschossen werden, weil da immer weniger Menschen ausgebildet werden.
  3. Er verwies ebenfalls darauf, dass die Universitäten unter Kapitalnot leiden, aber immer mehr Studierende kommen. Die Politik sei gefordert, hier entsprechende Schritte zu setzen. Das Problem sei ja nicht neu. (weiterlesen …)