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Die Studierenden-Vollversammlung. Eine weitere Farce der ÖH-Exekutive!

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Ganz zu Beginn: Von einer Vollversammlung kann eigentlich nicht gesprochen werden. Mit knapp 70 Leuten waren lediglich knapp 0,2 % der Studierenden der Uni Graz anwesend. Eine drastische Verschlechterung zur letzten Vollversammlung 2010, wo noch ca. 400 Studierende anwesend waren. Der Fehler lag hier, wie so oft, bei der arbeitsunwilligen ÖH-Exekutive, welche auf ansprechende Bewerbung verzichtet hatte. ÖH-Vorsitzender Stefan Thum versuchte über diesen Umstand mit der Ausrede hinwegzutäuschen, dass in einem kleineren Rahmen besser diskutiert werden kann. Warum die Veranstaltung dann als Vollversammlung deklariert wurde, weiß wohl nur er. Am Podium befanden sich abgesehen von Thum, der nur schlecht durch die Versammlung leitete, auch noch der Vizerektor für Forschung und Lehre, Martin Polaschek, Vorsitzender des Unirats Werner Tessmar-Pfohl, sowie die Rektorin der Uni Graz, Christa Neuper.

Die etwas langanhaltenden Eingangsstatements der Vertreter_innen erweckten mehr den Eindruck einer Podiumsdiskussion, so betonte Tessmar-Pfohl die Wichtigkeit der MINT (Mathematik – Informatik – Naturwissenschaft – Technik) Fächer, Neuper die Wichtigkeit der Uni-Milliarde, um den „Status-Quo“ zu halten und Polaschek kritisierte das Budgetloch von 1,5 Mio € im Jahr, welches durch das Auslaufen der Studiengebührenregelung entstand. Das Rektorat will sich hierfür eine autonome Regelung schon bis zum kommenden Wintersemester einfallen lassen. Rosige Aussichten.
Als es um Aktionen gegen Studiengebühren ging, wurde die Verantwortung von Thum an die Bundes-ÖH abgeschoben, welche sich um solche Aktionen kümmern solle. Es gibt anscheinend keine richtigen Bemühungen seitens der rechtskonservativen FLUG-AG-Exekutive der ÖH Uni Graz, gegen Studiengebühren aufzutreten.
Auf Fragen seitens des VSStÖ reagierte Thum nur mit Floskeln und Ausweichmanövern. So konnte nicht einmal die Frage über den Zweck der Vollversammlung beantwortet werden. Selbst die Punkte auf der mitgebrachten ÖH-Powerpoint-Präsentation konnten nicht näher erläutert werden.

Die schlechte Organistation der Vollversammlung machte sich auch mit fortlaufender Zeit bemerkbar, so befanden sich am Ende der Veranstaltung nur mehr 20 (!) Studierende im wortwörtlich im stärker werdenden Leersaal. Dass die Leute die Veranstaltung verfrüht verließen, kann man angesichts ihres Niveaus gut verstehen.

Bericht über das Hearing für die Rektoratswahl

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Heute fand an der Uni Graz das Hearing für die_den nächste_ Rektor_in statt. Eingeladen wurden der JUS Professor Joseph Marko, die Professorin und Leiterin des Psychologieinstituts Christa Neuper, die ehemalige Vizerektorin Ada Pellert, der amtierende Vizerektor Martin Polaschek und der Münchner Professor Ewald Werner.

Von den Kandidat_innen wurden die bestehenden Strukturen weitgehend gelobt und sehr vage Aussagen über die Zukunft der Karl Franzens Universität getroffen. Lediglich Christa Neuper und Martin Polaschek lieferten einige konkrete Projekte. Auch auf die immer wiederkehrende Frage von Katharina Scherke (Vorsitzende des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen- AKGL) nach konkreten Frauenförderungsmaßnahmen an der Universität konnten lediglich die beiden vorher genannten konkrete Antworten liefern. Beide sind der Meinung, dass die Rahmenbedingungen für Frauen verbessert werden müssen, vor allem was die Vereinbarkeit Beruf- Familie betrifft. Christa Neuper will ein Rollenvorbild sein und verweist auf das erfolgreiche Projekt Frauen in die Technik (FIT). Martin Polaschek will unter anderem spezielle Fördertöpfe und ein besseres Mentoringprogramm für Frauen schaffen.

Von Zugangsbeschränkungen konnten sich alle Kandidat_innen nicht so wirklich distanzieren. Positiv hervorzuheben ist jedoch Christa Neupers Anliegen Studierende in Planungs- und Entscheidungsprozesse stark einzubinden.

Der Dreier Vorschlag für den Universitätsrat soll heute noch bekannt gegeben werden.

Erste Rektorin an der TU Wien

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Derzeit beginnen mehr Frauen als Männer ein Studium und es schließen auch mehr Studentinnen ein Studium ab, als Studenten. Trotzdem gibt es kaum weibliche Professorinnen an den Universitäten. Vor allem das Bild an den technischen Universitäten ist stark männlich dominiert. Ganz düster sieht es für Universitätskarriere von Frauen in der Chef_innenetage ab.

Sabine Seidler ist nun zur ersten Rektorin der TU Wien gewählt worden. Sie ist damit erst die dritte Frau in Österreich die in ein derartiges Amt gewählt wurde. Derzeit gibt es mit Sonja Hammerschmid, die Rektorin an der Veterinärmedizinischen Universität ist, nur eine weitere Rektorin in Österreich. Die restlichen 19 Universitäten sind in Männerhand. Auch an der Uni Graz wird demnächst, wie auch an vielen anderen österreichischen Universitäten ein_e neue_r Rektor_in gewählt. Wir wünschen Sabine Seidler alles Gute für ihre Amtszeit als Rektorin und hofft natürlich, dass sich der Trend weiter fortsetzt und bei den noch kommenden Wahlen mehr Frauen Rektorinnen werden.

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