Beiträge mit tag "Soziales

Finanzausschuss der ÖH Uni Graz spricht sich für 10.000 Euro Sozialtopf Erhöhung aus

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Es hat einige Zeit, viele Diskussionen und Anträge gebraucht, aber nun hat sich der Finanzausschuss der ÖH Uni Graz schlussendlich doch dazu durchringen können, dem bereits vor dem Sommer erstmals vom VSStÖ gestellten Antrag auf eine Sozialtopferhöhung statt zu geben.

 

Als VSStÖ ist es seit jeher eines unser Kernanliegen, sozial schwachen Studierenden zu helfen. Der Sozialtopf der ÖH Uni Graz ist ein wichtiges Werkzeug um Studierende in sozialen Notlagen abzufangen. Die von uns schon lange geforderte Erhöhung hat den Effekt, dass nun mehr Studentinnen und Studenten effektiv geholfen werden kann.

Zusätzlich zur Erhöhung des Sozialtopfes wurde auch eine Werbekampagne für eben diesen beschlossen, um so mehr Studierende auf die Möglichkeit eines Sozialtopfansuchens aufmerksam zu machen.

Zwar kann der Finanzausschuss nur eine Empfehlung für die Universitätsvertretung aussprechen, aufgrund des breiten Konsens, der über alle ÖH-Fraktionen im Ausschuss erzielt wurde, sind wir jedoch zuversichtlich, dass die Universitätsvertretung diesem Antrag ebenfalls zustimmen wird.

Dass einem wichtigen Anliegen des VSStÖ endlich nachgegeben wurde, freut uns, natürlich werden wir uns aber auch weiterhin für eine ÖH kämpfen, die sich für sozial Schwächere einsetzt.

Und wieder ist die SPÖ umgefallen oder: warum eine Reform des Beihilfensystems notwendig ist!

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Die Koalitionsverhandlungen sind noch nicht annähernd zu Ende und schon gibt es wieder den ersten Umfaller der SPÖ.

Die Erhöhung der Familienbeihilfe kommt also doch nicht. Zwar ging es bei der geplanten und versprochenen Erhöhung der Familienbeihilfe nie um allzu große Beträge, die mehr ausbezahlt hätten werden sollen, jedoch wäre es wenigstens ein Zeichen des guten Willens gewesen, wenn im Sozialbereich einmal nicht nur gekürzt, sondern auch erhöht worden wäre.

Aufgrund eines mit falschen Zahlen erstellten Budgets geht dieser Traum allerdings erneut nicht in Erfüllung, somit werden weiterhin finanzielle Probleme auf dem Rücken der sozial schwächeren ausgetragen werden. Umso tragischer ist es, dass dies auch durch eine Partei mitgetragen wird, die ihre Ursprünge in der Arbeiter_innenbewegung hat.

Dass die SPÖ sich in letzter Zeit immer weniger an ihre Grundwerte erinnern kann, wurde bereits in den letzten Exekutivperioden deutlich. Die Wirtschafts- und Finanzkrise wurde auf dem Rücken der Ärmsten ausgetragen.

Die soziale Lage vieler Studierender ist katastrophal. Wie der Standard neulich berichtete, können sich 11% der Student_innen das Heizen nicht mehr leisten [1], in einem der reichsten Länder weltweit ein untragbarer Zustand!

Trotzdem fällt mit dem 24. Lebensjahr die Familienbeihilfe weg, die Studienbeihilfe nach 2 Toleranzsemestern über der Mindeststudienzeit, beides unabhängig von der jeweiligen Durchschnittsstudiendauer oder dem Durchschnittsalter von Studierenden (27 Jahre).
Durch den Wegfall der Beihilfen sind viele Studierende gezwungen, neben dem Studium arbeiten zu gehen, da ein Studium an sich jedoch schon ein Vollzeitjob ist, verlängert sich die Studienzeit natürlich erneut…

In Anbetracht der Tatsachen kann nun stark daran gezweifelt werden, dass am derzeit äußerst durchlässigen Beihilfensystem in den nächsten Jahren noch etwas geändert wird, vor allem, da es bereits genug Studierende gibt, die trotz sozialer Bedürftigkeit keine Beihilfen erhalten. Mit der teilweisen Wiedereinführung der Studiengebühren hat sich die Situation insbesondere für Studierende aus Nicht-EWR-Staaten noch verschlimmert.

Die SPÖ, die die letzten Jahre den Bundeskanzler stellte und vermutlich auch künftig wieder stellen wird, muss wieder zu ihren Grundwerten zurück finden! Wenn in den nächsten Jahren weiter im Sozial- und Bildungsbereich wie bisher gespart wird, ist das eine Schande für eine Partei, die sich sozialdemokratisch nennt!

 

[1] http://derstandard.at/1381370219501/Elf-Prozent-der-Studenten-koennen-nicht-genug-heizen

 

VSStÖ wählen? VSStÖ wählen!

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Wir wollen eine Hochschüler_innenschaft, die als Sprachrohr für Studierende dient. Gerade in Zeiten, in denen die Regierung Zugangsbeschränkungen und Kürzungen der Beihilfen der Studierenden zur Sanierung des Bundesbudgets heranzieht, gilt es, gemeinsam aufzustehen.

Wir setzen uns dafür ein, dass alle Menschen die Möglichkeit haben, zu studieren. Eine echte finanzielle Absicherung ist daher unumgänglich. Wir kämpfen weiterhin gegen soziale Ungerechtigkeiten an, der Kontostand der Eltern darf keine Rolle spielen. So muss etwa die Höchststudienbeihilfe auf 800 € angehoben werden, die Studierendensozialerhebung zeigt, dass die durchschnittlichen Lebenserhaltungskosten für Studierende pro Monat bei ca. 820 € liegen.

Weiters  muss die Bezugsdauer und der Bezieher_innenkreis erweitert werden, da noch zu viele Studierende durch den Rost fallen. Wir setzen uns dafür ein, dass das nicht passiert.

Es gibt viele Gründe, den VSStÖ zu wählen.

Unsere Überzeugung ist, dass Studieren Arbeit ist, und niemand neben dem Studium arbeiten sollte. Unser Ideal ist eine Universität, die für alle gleichermaßen zugänglich ist, an der ein ausgeglichenes Betreuungsverhältnis besteht und an der jede_r die gleichen Chancen hat.

Wir sind jene Fraktion, die sich gegen soziale Ungleichheiten einsetzt. Wir sind jene Fraktion, deren Arbeit gesellschaftspolitische Interessen der Studierenden und Service für Studierende vereint, und wir sind jene Fraktion, die diese Interessen vor der Universität und vor der Regierung vertritt.

 

Dieser Artikel erschien in abgeänderter Form in der zeitlinks

Heast, ärger di ned!

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Zum Auftakt der neuen bundesweiten Kampagne „Für eine echte soziale Absicherung“ des VSStÖ, wird es am 17. November an der KF Uni (von 10 bis 16 Uhr, bei Schönwetter auf der Wiese vor der UB, bei Schlechtwetter im überdachten Resowibereich) und am 18. November an der TU (von 10 bis 16 Uhr, Infeldgasse)  das Spiel „Studi ärger dich nicht“ geben. Bei diesem Spiel sind die teilnehmenden Personen selbst Spielfiguren und müssen soziale Hürden (Wegfall der Familienbeihilfe, aufhaltende Knock-Out Prüfungen etc.) meistern.
Alle sind herzlich dazu eingeladen teilzunehmen  und einen kleinen Preis zu gewinnen. Außerdem wird es noch Infos rund um Familienbeihilfenkürzung & andere relevante Themen geben.

Hintergrund dieser Aktion ist sowohl die aktuelle Studierendensozialerhebung, die wieder einmal zeigt, dass Kinder, deren Eltern Akademiker_innen sind, mit einer höheren Wahrscheinlichkeit Universitäten besuchen, als Kinder aus ärmeren sozialen Schichten, als auch die Kürzung der Familienbeihilfe von 26 (27) auf 24 (25) Jahre. Außerdem fördern Zugangsbeschränkungen jeglicher Art, seien es Knock-Out Studieneingangsphasen, Aufnahmetests oder Studiengebühren die soziale Selektion. Anstatt Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen entsprechend zu fördern und ihnen zu ermöglichen aus ihrem sozialen Umfeld ausbrechen zu können, werden sie daran gehindert.

Der VSStÖ fordert daher

  • einen offenen Hochschulzugang. Bildung sollte für alle zu gleichen Bedingungen möglich sein.
  • ein Bildungssystem, das soziale Ungerechtigkeiten ausgleicht statt einzementiert.
  • eine Reform des Beihilfensystems, damit Studierende sozial abgesichert sind. Dazu gehört eine Anhebung der Höchststudienbeihilfe, Erweiterung des Bezieher_innenkreises, neue Bezugsdauer statt Mindeststudienzeit, Anhebung des Zuschlags für Studierende mit Kind, Harmonisierung der Zuverdienstgrenze, Ausbau der Förderstipendien, Direktauszahlung der Familienbeihilfe, vollständige Abschaffung der Studiengebühren und langfristig ein neues Beihilfensystem (Grundstipendium).

DEMO: WEG MIT DEM BELASTUNGSPAKET!

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Wir möchten euch herzlich einladen und nachdrücklich dazu aufrufen, heute an der nächsten Demonstration gegen die Kürzung der Familienbeihilfe teilzunehmen. Es besteht eine Befreiung von der Anwesenheitspflicht an der Uni Graz.

Nach ersten Protesten gegen die Kürzung der Familienbeilhilfe musste die Regierung schon zurückrudern. Damit diese ersten Zugeständnisse keine Lippenbekenntnisse bleiben und damit sich auch substanziell was ändert, müssen wir ein Scherflein zulegen!

Dienstag, 9. November!

DEMO: WEG MIT DEM BELASTUNGSPAKET!
— Gemeinsam für die Zukunft

# Nein zu Kürzungen der Familienbeihilfe!
# Nein zu Massensteuern!
# Nein zu Einschnitten beim Pflegegeld!
# Nein zum Kaputt-Sparen der Unis!

Ab 16 Uhr: Suppenküche “ Müssen wir Suppe auslöffeln?“ am Mariahilferplatz
17 Uhr: Demo-Treffpunkt am Mariahilferplatz
17:30 Uhr: Marsch zum Finanzamt (Conrad-von-Hötzendorf-Straße)

An der Karl-Franzens-Universität ist für den Zeitraum der Demo die Anwesenheitspflicht bei Lehrveranstaltungen aufgehoben.

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