Beitrag getagt soziale Selektion

Freier und offener Hochschulzugang – reicht das?

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Natürlich sind viele ÖH-Fraktionen gegen Zugangsbeschränkungen und für den freien Hochschulzugang. Auch der VSStÖ. Wir gehen aber weiter. Es geht nicht nur darum, dass die Matura zum studieren Qualifiziert. Man hat damit alle nötigen Voraussetzungen. Es geht darum, dass Menschen studieren können, die aus den sogenannten bildungsfernen Schichten kommen. Mehr als 80% der Akadermiker_innenkinder studieren wieder, aber nicht einmal 20% der Kinder aus der Arbeiter_innenklasse. Bildungsstatus wird vererbt – auch sozial. Die Genetik hat natürlich auch einen Einfluss, aber diese gravierenden Unterschiede sind bloß mit Begabung und Biologie nicht erklärbar. (weiterlesen …)

Es lebe die soziale Selektion!

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Wir sind schlicht und einfach schockiert über das Ergebnis der Regierungsklausur in Loipersdorf. Dass die SPÖ sich auf ohne Zweifel sozial selektiv wirkende Zugangsbeschränkungen einlässt, und gleichzeitig der Senkung der Altersgrenze für die Familienbeihilfe zustimmt, ist erbärmlich und straft Werner „Zeit für Gerechtigkeit“ Faymann Lügen.

Die ÖVP-Elitenpolitik ist nun also offizielle Regierungspolitik. Dass sich die soziale Durchmischung an den Universitäten von einem sehr schlechten Niveau aus weiter verschlechtern wird, scheint klar.

Die Studierendensozialerhebung 2009 hat deutlich gezeigt, dass ab dem 26. Lebensjahr die Armutsgefährdung enorm ansteigt, grade auch weil die Familienbeihilfe nicht länger bezahlt wird. Nun sinkt diese Grenze auf 24 Jahre. Im neuen Bachelor/Master System, sind viele Studierende somit ausschließlich aus sozialen Gründen von einem Masterstudium ausgeschlossen.

Die ÖVP ist ihrem Ziel von reinen „Elite“-Unis für die Reichen wieder ein Stück näher gekommen. Die SPÖ hat dafür nichts bekommen, sondern stimmt einem Belastungspaket für Familien und sozial Schwache zu. Die SPÖ hat die Studierenden verkauft.

Was bedeutet Zugangsbeschränkung?! Die fatale Entscheidung der SPÖ die Orientierungsphase zu kippen

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Seit Neuesten haben es ÖVP(mit Intention) und SPÖ geschafft (noch immer habe ich die Hoffnung, dass sie es einfach nicht besser wissen, aber diese Hoffnung schwindet von Tat zu Tat der SPÖ)  die Studieneingangsphase, die ein Jahr dauern soll,  in eine zusätzliche Schulklasse nach der Matura zu verwandeln. Was bedeutet diese Weichenstellung nun? Erstens wird die Matura von oben, also von der nächsthöheren Bildungsebene, dem tertiären Sektor, entwertet, weil sie keine Garantie mehr liefert, einen Studienabschluss zu erarbeiten.  Matura als inhaltliches Kriterium reicht nicht mehr aus, es wird ein zweites Selektionsinstrument implementiert.

Zweitens ist die „Schulklasse“ deshalb als verschultes Instrument zu verstehen, weil nach Bericht des Standard, man ein gesamtes Schuljahr verlieren kann und die gesamte Klasse(ein Jahr) wiederholen muss. (weiterlesen …)

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