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	<title>VSStÖ an der Uni Graz &#187; Wissenschaft</title>
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		<title>Beatrix Karl ist neue &#214;VP-Wissenschaftsministerin</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 18:53:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>VSStÖ Graz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[karl]]></category>
		<category><![CDATA[ÖVP]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom Regen in die Traufe? Beatrix Karl wird neue Wissenschaftsministerin Während die Unis im Chaos versinken und Studierendenproteste landesweit die Missstände an den Universitäten aufzeigten, suchte die ÖVP über 3 Monate lang seelenruhig nach einem/r Nachfolger_in für das Wissenschaftsressort. Anstatt sich der Probleme an den Universitäten anzunehmen, flüchtete der gescheiterte Wissenschaftsminister Johannes Hahn nach Brüssel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom Regen in die Traufe?<br />
Beatrix Karl wird neue Wissenschaftsministerin</p>
<p>Während die Unis im Chaos versinken und Studierendenproteste landesweit die Missstände an den Universitäten aufzeigten, suchte die ÖVP über 3 Monate lang seelenruhig nach einem/r Nachfolger_in für das Wissenschaftsressort. Anstatt sich der Probleme an den Universitäten anzunehmen, flüchtete der gescheiterte Wissenschaftsminister Johannes Hahn nach Brüssel und hinterließ eine Ruine. Nun soll die Rechtswissenschaftlerin und Nationalratsabgeordnete Beatrix Karl den Karren aus dem Dreck ziehen und das Chaosressort Wissenschaft und Forschung übernehmen. Aber ist die neue Wissenschaftsministerin der Herausforderung gewachsen? Zumindest wird es keinen Kurswechsel geben: Karl macht sich für die Wiedereinführung der Studiengebühren stark und fordert eine massive Ausweitung der Zugangsbeschränkungen. Es ist zu befürchten, dass die ÖVP-Hardlinerin in Sachen Eliteuniversitäten den Gehrer-Hahn-Weg nahtlos fortsetzen wird. Aber, wenn man der neoliberalen ÖVP das Wissenschaftsministerium überlässt, darf man sich nicht wundern, dass Frau Karl dabei raus kommt&#8230;</p>
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		<title>Wir wollen mehr Frauen in der Wissenschaft!</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 17:53:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher Pieberl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[wtf?]]></category>

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		<description><![CDATA[Mehr Frauen in die Wissenschaft! Die Wissenschaft ist immer noch eine Männerdomäne, weil Frauen strukturell benachteiligt werden. Im Laufe ihres Studiums stoßen sie immer an eine unsichtbare Grenze &#8211; die gläserne Decke. Ganz klar ist: So kann es nicht bleiben. Mittlerweile beginnen mehr Frauen als Männer ein Studium. Allerdings wird der Frauenanteil nach jedem Einschnitt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mehr Frauen in die Wissenschaft!</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><em>Die Wissenschaft ist immer noch eine Männerdomäne, weil Frauen strukturell benachteiligt werden. Im Laufe ihres Studiums stoßen sie immer an eine unsichtbare Grenze &#8211; die gläserne Decke. Ganz klar ist: So kann es nicht bleiben.</em></p>
<p>Mittlerweile beginnen mehr Frauen als Männer ein Studium. Allerdings wird der Frauenanteil nach jedem Einschnitt im Studium immer geringer. Besonders die Umstellung auf das Bachelor-Master System birgt die Gefahr, dass Frauen schon nach dem Bachelorstudium aufhören, während ein Großteil der Männer ein Masterstudium anhängt.</p>
<p><strong>Markus, der Paradestudent</strong></p>
<p>Woran kann das liegen? Wir werden zum Beispiel durch das gesellschaftliche Bild eines Paradestudenten, der mit den ProfessorInnen diskutiert und den wissenschaftlichen Habitus – also das erwartete Verhalten von Studierenden – tadellos beherrscht, noch so sehr beeinflusst, dass sich viele Frauen ein höheres Studium gar nicht zutrauen. Hier fehlen Mentoring- und Förderprogramme, die Frauen ermutigen im universitären Betrieb zu bleiben und möglichst hohe Bildung zu genießen.</p>
<p><span id="more-464"></span></p>
<p><strong>Vorurteile wirken massiv</strong></p>
<p>Technisches Interesse wird immer noch eher Männern zugeschrieben.  Das Geschlecht bestimmt aber nicht, wer für welche Bereiche besser oder schlechter geeignet ist. Programme, wie „Frauen in die Technik“ sind ein guter Ansatz und müssen ausgeweitet und verbessert werden. <strong> </strong></p>
<p><strong>Die gläserne Decke durchbrechen</strong></p>
<p>Es fehlt in vielen Bereichen auch an weiblichen Vorbildern. Die „gläserne Decke“ ist ein Symbol dafür, dass Frauen irgendwann an eine unsichtbare Grenze stoßen, die es ihnen unmöglich macht, auf der Karriereleiter voranzukommen. So stehen an der Spitze der österreichischen Universitäten 21 Männer als Rektoren und keine einzige Frau. Bislang gab es überhaupt erst eine Rektorin. Je höher die Position an den Universitäten, desto geringer der Frauenanteil.</p>
<p>Der „Glasdecken-Index“ beschreibt die Chancen von Frauen im Vergleich zu Männern, Professorinnen an einer österreichischen Universität zu werden, wobei 1 völlige Chancengleichheit bedeuten würde. 2008 beträgt dieser in Österreich 0,51. Das heißt, dass Frauen es doppelt so schwer haben Professorinnen zu werden, wie Männer. Überhaupt sind nur 16 Prozent der ProfessorInnen Frauen. Der Frauenanteil unter den DozentInnen beträgt 20 Prozent und der von AssistentInnen immerhin schon 40 Prozent.</p>
<p><strong>Quoten und andere gesetzliche Möglichkeiten</strong></p>
<p>Hauptgrund für diese niedrigen Frauenanteile an den Universitäten ist strukturelle Diskriminierung, zum Beispiel durch lange bestehende Männernetzwerke: Seilschaften, wie der Cartellverband, grenzen Frauen aus Prinzip aus, sind aber gleichzeitig wichtige Player in der österreichischen Hochschullandschaft. Es stellt sich auch die Frage, inwiefern Hochschulen eine wissenschaftliche Karriere von Frauen durch mangelnde Fortbildungsmöglichkeiten und Kinderbetreuungseinrichtungen sowie ungesicherte Arbeitsverhältnisse derzeit verhindern.</p>
<p>Um dieser Unterrepräsentanz und Diskriminierung von Frauen im wissenschaftlichen Betrieb ein Ende zu bereiten, gibt es viele Möglichkeiten. Eine wäre zum Beispiel eine gesetzlich verpflichtende Frauenquote, wie es in Norwegen schon lange üblich ist. Die 40-prozentige Frauenquote in allen Gremien, die mit der Universitätsgesetznovelle 2009 eingeführt wurde, ist ein erster Schritt, reicht aber noch lange nicht. Auch strukturell verankerte Frauenförderungseinrichtungen, wie ein verpflichtendes Vizerektorat dafür, wären erstrebenswert.</p>
<p><strong>Die Hälfte der Welt</strong></p>
<p>Der VSStÖ schlägt zur endgültigen Gleichstellung von Männern und Frauen auf den Universitäten eine Kommission auf der Uni vor, die sich nur mit Frauenförderung beschäftigt. Diese soll das Recht haben auch in laufende Entscheidungsstrukturen und das Budget der Universität eingreifen können.</p>
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