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	<title>VSStÖ in der ÖH Uni Graz &#187; wtf?</title>
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		<title>Humor der keiner ist</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 21:44:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Natalie Ziermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinungen/Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[VSStÖ in der ÖH Uni Graz]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Martin Glatz hat in der letzten Iwan Ausgabe (Zeitschrift der Fakult&#228;tsvertretung NAWI) die Katze aus dem Sack gelassen: unter dem Vorwand sarkastisch sein zu wollen betreibt er in seinem Artikel „What the hell is Gendern“ puren Sexismus. Ein paar Schmankerl: „Da Frauen weder Grundwehrdienst (Bundesheer) noch Zivildienst (wieso eigentlich nicht?) leisten m&#252;ssen, haben sie offensichtlich]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Martin Glatz hat in der letzten Iwan Ausgabe (Zeitschrift der Fakult&#228;tsvertretung NAWI) die Katze aus dem Sack gelassen: unter dem Vorwand sarkastisch sein zu wollen betreibt er in seinem Artikel „What the hell is Gendern“ puren Sexismus.</p>
<p>Ein paar Schmankerl:</p>
<blockquote><p>„Da Frauen weder Grundwehrdienst (Bundesheer) noch Zivildienst (wieso eigentlich nicht?) leisten m&#252;ssen, haben sie offensichtlich sehr viel Zeit zum Kritisieren..“</p></blockquote>
<p>Nat&#252;rlich ist ja nicht so, dass Frauen in der Woche durchschnittlich 28 Stunden, M&#228;nner nur 8 Stunden unbezahlte Arbeit( Haushalt, Kinder etc.) erledigen(und so nebenbei weltweit sowieso 2/3 der Arbeitsstunden leisten, aber nur 1/10 des Welteinkommens verdienen) und deswegen so viel mehr Freizeit haben als M&#228;nner.</p>
<p>Aber es geht weiter:</p>
<blockquote><p>„Und dann schuf Satan die Feministinnen und brachte so Unheil &#252;bers Land, und alles was vorher richtig und gut war, wurde b&#246;se und falsch und die M&#228;nner wurden verteufelt.“</p></blockquote>
<p>Nat&#252;rlich, wir Feministinnen sind b&#246;se und gemein und wollen nur die Weltherrschaft an uns rei&#223;en. Also ich bezeichne mich gerne als Feministin, was f&#252;r mich nichts anderes bedeutet, dass ich f&#252;r die gesellschaftliche Gleichstellung der Frau eintrete. F&#252;r Herrn Glatz hingegen ist der Begriff M&#228;nnerhasserinnen ein Synonym f&#252;r Feministinnen. Aber was kann man schon von jemandem erwarten, der sich anscheinend kaum mit Gleichberechtigung und geschlechtergerechter Sprache auseinandergesetzt hat?</p>
<p>Auch der zweite Artikel zum Thema Gendern von Kathi Kiss (Fachschaftsliste) ist nicht sonderlich gut recherchiert. Frau Kiss versucht in dem Artikel zu erkl&#228;ren, wie man geschlechtergerecht formuliert und hat dabei komplett auf eine doch nicht sonderlich neue Entwicklung vergessen &#8211; den Gender Gap (Bsp: Student_innen). Wenn schon eine Anleitung &#8211; dann bitte eine vollst&#228;ndige.</p>
<p>Bleibt zu hoffen, dass der Chefredakteur des IWAN, Christopher Haindl (ebenfalls Fachschaftsliste), f&#252;r die n&#228;chste Ausgabe ein klares Bekenntnis gegen Sexismus und f&#252;r geschlechtergerechte Sprache verfasst.</p>
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		<title>Der Fu&#223;ball den M&#228;nnern?</title>
		<link>http://www.linksblog.at/2010/06/24/der-fussball-den-maennern/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 16:19:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klemens Wieringer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinungen/Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Momentan ist auch &#214;sterreich wieder im WM-Fieber &#8211; und das, obwohl wir gar nicht dabei sind. Aber was solls: Fu&#223;ball ist ein Sport, der Menschen begeistert. &#8220;Fu&#223;ball ist ein Sport, der M&#228;nner begeistert&#8221; …dachte sich wohl die Online-Gl&#252;ckspielfirma &#8220;bodog&#8221; und gab ein &#8216;FSK18&#8216; Flash-Spiel in Auftrag, welches den Kinder-Klassiker &#8220;Oaschpuffen&#8221; anscheinend sexy machen soll. Im]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Momentan ist auch &#214;sterreich wieder im WM-Fieber &#8211; und das, obwohl wir gar nicht dabei sind. Aber was solls: Fu&#223;ball ist ein Sport, der Menschen begeistert.</p>
<h3>&#8220;Fu&#223;ball ist ein Sport, der M&#228;nner begeistert&#8221;</h3>
<div id="attachment_1014" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://www.linksblog.at/files/2010/06/Bild-1.png"><img class="size-medium wp-image-1014 " src="http://www.linksblog.at/wp-content/uploads/2010/06/Bild-1-300x171.png" alt="ein Screenshot" width="250" height="144" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Screenshot - &quot;Your balls, my booty&quot;</p></div>
<p>…dachte sich wohl die Online-Gl&#252;ckspielfirma &#8220;bodog&#8221; und gab ein &#8216;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Freiwillige_Selbstkontrolle_der_Filmwirtschaft" target="_blank">FSK18</a>&#8216; Flash-Spiel in Auftrag, welches den Kinder-Klassiker &#8220;Oaschpuffen&#8221; anscheinend sexy machen soll. Im Spiel &#8220;Kick ASS&#8221; dreht sich alles darum, den Ball auf durchtrainierte Bikinimodel-Hintern zu schie&#223;en. Hat mann sich f&#252;r eines der 7 Models entschieden, stript dieses und l&#228;sst sich, lasziv blickend, den Ball auf den Hintern schie&#223;en. Das Ergebnis kann man sich als Slow-Motion-Video beliebig oft ansehen.</p>
<p>Die damit beauftragte Werbeagentur hat <a href="http://blog.gsdh.de/2010/06/14/kick-ass-football-as-men-love-it/" target="_blank">voller Stolz dar&#252;ber gebloggt</a>. Die &#8216;Pointe&#8217; am Schluss: <em>&#8220;der produzierende Flasher sagt er weigert sich ab sofort, Software oder Applikationen zu programmieren, bei denen keine 90-60-90 Brasilianerinnen vorkommen&#8221;</em>.</p>
<p>Wieder einmal ein Beispiel daf&#252;r, wie Fu&#223;ball f&#252;r sexistische Werbung instrumentalisiert wird. Das Spiel reduziert Frauen darauf, nur eine Beigabe mit sexy K&#246;rpern zu sein &#8211; nett anzusehen, geil anzuschie&#223;en. Das dem nicht so ist, muss ich hoffentlich nicht extra sagen. Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fball-Weltmeisterschaft_der_Frauen" target="_blank">Frauen-WM</a> ist ein Sportereignis auf hohem Niveau, bei dem Frauen immer wieder zeigen, dass sie viel relevanter f&#252;r diesen Sport sind als viele glauben. Der ORF &#252;bertr&#228;gt sie trotzdem nicht.</p>
<p>Schade, dass die WM von solchen Peinlichkeiten &#252;berschattet wird.</p>
<p>(danke f&#252;r den Hinweis @nora_kabora)</p>
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		<title>Frau + Sex = Werbung?</title>
		<link>http://www.linksblog.at/2009/12/11/frau-sex-werbung/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 22:24:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher Pieberl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[wtf?]]></category>

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		<description><![CDATA[Gegen sexistische Werbung und M&#228;nnermedien! Von der Kindheit an gibt es eine Sozialisation durch Medien, sie pr&#228;gen unsere Vorstellung von der Welt und somit unsere Meinung zu vielen Dingen. Als Spiegel von gesellschaftlichen Rollenbildern tragen sie zu ihrer  Reproduktion bei. Durch konstantes Wiederholen dieser stereotypen Geschlechtsvorstellungen werden sie von den Medien als Norm pr&#228;sentiert und]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gegen sexistische Werbung und M&#228;nnermedien!</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Von der Kindheit an gibt es eine Sozialisation durch Medien, sie pr&#228;gen unsere Vorstellung von der Welt und somit unsere Meinung zu vielen Dingen. Als Spiegel von gesellschaftlichen Rollenbildern tragen sie zu ihrer  Reproduktion bei. Durch konstantes Wiederholen dieser stereotypen Geschlechtsvorstellungen werden sie von den Medien als Norm pr&#228;sentiert und entsprechend wahrgenommen sowie &#252;bernommen. Das macht es so schwer, diese tradierten Klischees und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft als Problem zu identifizieren und Strategien dagegen zu finden.</p>
<p><strong>Frauen gesucht!</strong></p>
<p>Vielleicht ist es dir schon aufgefallen: In den Nachrichten beherrschen m&#228;nnliche Experten das Bild. M&#228;nner kommentieren das Geschehen und stehen selbst meist in dessen Mittelpunkt. Es kommen viel zu wenige Frauen in den Berichten vor, von namentlicher Nennung ganz zu schweigen. Meist ist ihre Rolle auf Betroffene oder Opfer reduziert.</p>
<p>Dies wird durch das Global Media Monitoring Project (GMMP) belegt: Die weltweiten Studie untersucht alle f&#252;nf Jahre, zuletzt 2005, in &#252;ber 100 L&#228;ndern der Welt die Nachrichten in den Bereichen Fernsehen, Zeitungen und Radio auf ihr Geschlechterverh&#228;ltnis hin. Dabei wurde die dramatische Unterrepr&#228;sentanz von Frauen in den Nachrichten erneut best&#228;tigt:</p>
<p>„Only 21% of the news subjects – the people who are interviewed, or whom the news is about – are female.</p>
<p>Though there has been an increase since 1995, when 17% of those heard and seen in the news were women, the situation in 2005 remains abysmal. For every woman who appears in the news, there are five men.“</p>
<p><span id="more-470"></span></p>
<p>Das Media Monitoring ist ein notwendiges Instrument um die bestehenden Diskriminierungen systematisch festzuhalten und damit angreifbar zu machen. Mit dem gelieferten Datenmaterial kann fundiert gegen Diskriminierungen argumentiert werden und Kritik an Medien unter diesem Aspekt kann nicht mehr als blo&#223;e subjektive Wahrnehmung abgetan werden.</p>
<p><strong>Sexistisches Paradebeispiel: Werbung</strong></p>
<p>Frauen und ihre K&#246;rper waren f&#252;r die Medien schon immer ein Mittel zum Zweck, bekannt ist der Spruch „sex sells“. Die Werbeindustrie hat dieses Gebot kultiviert und benutzt ganz offen Sexismus als Kommunikationsmittel.</p>
<p>Daher braucht es eine bundesgesetzliche und auf lange Sicht auch eine europarechtliche Regelung zum Verbot sexistischer Werbung mit entsprechenden Sanktionen. Da es bis dahin allerdings ein weiter Weg sein wird, g&#228;be es bereits jetzt auf kommunalpolitischer Ebene verschiedene M&#246;glichkeiten, sofort zu handeln.</p>
<p>Beispiele aus anderen L&#228;ndern k&#246;nnen dabei eine Grundlage f&#252;r die Arbeit in &#214;sterreich bieten: Den Frauenb&#252;ros k&#246;nnte die Kompetenz zugesprochen werden, die Plakate schon vor dem Aufh&#228;ngen zu begutachten oder zumindest ein Abh&#228;ngen eines sexistischen Plakats innerhalb von 48 Stunden zu erwirken. Basis f&#252;r alle Ma&#223;nahmen ist jedenfalls ein Kriterienkatalog, der gemeinsam mit ExpertInnen erarbeitet wird.</p>
<p><strong>Die  MeinungsmachER?</strong></p>
<p>Das Problem ist auch bei der Geschlechterrepr&#228;sentation auf der Produktionsseite zu suchen. Dort sind die Machtverh&#228;ltnisse klar verteilt: Zwar sind Frauen in wachsender Zahl als Journalistinnen, Moderatorinnen und Redakteurinnen vertreten, die Chefetage ist jedoch weiterhin den M&#228;nnern vorbehalten.</p>
<p>Schon allein eine kurze Analyse der einzelnen Ressorts in Tageszeitungen im Hinblick auf die Frage „Wer schreibt was?“ l&#228;sst eine recht klare Machtverteilung erkennen: M&#228;nnliche Journalisten dominieren eindeutig bei Wirtschaft und Politik, den Zentralbereichen der medialen Berichterstattung. Journalistinnen werden hingegen vermehrt in die Themenbereiche gedr&#228;ngt, die Frauen ohnehin klischeem&#228;&#223;ig zu interessieren haben: Lifestyle, Mode, Sch&#246;nheit und Promiklatsch.</p>
<p>Abseits des sogenannten Medienmainstreams gibt es jedoch immer wieder engagierte Projekte um feministische Medien zu machen, diese konnten und k&#246;nnen sich jedoch meist nicht etablieren. Hier braucht es ausreichende staatliche F&#246;rderungen, um in allen Bereichen einen ernstzunehmenden Gegenpart zu den Massenmedien zu gew&#228;hrleisten.</p>
<p>Denn dort fehlt es an der Darstellung vielf&#228;ltiger Lebensentw&#252;rfe von Frauen und ihren Leistungen.</p>
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		<title>Gleiche Arbeit Gleicher Lohn!</title>
		<link>http://www.linksblog.at/2009/12/11/gleiche-arbeit-gleicher-lohn/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 22:21:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher Pieberl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[wtf?]]></category>

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		<description><![CDATA[F&#252;r Gleichberechtigung in der Arbeitswelt! Die Ungleichbehandlung von Frauen in der Arbeitswelt ist konstant. Die Lohnschere klafft in &#214;sterreich weit auseinander – Frauen verdienen fast ein Drittel weniger, arbeiten insgesamt mehr als M&#228;nner und m&#252;ssen am meisten unbezahlte Arbeit leisten. Schlechte Voraussetzungen? Ja, aber ver&#228;nderbar: Gleichberechtigung am Arbeitsmarkt ist keine Utopie, sondern m&#246;glich. Hier eine]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>F&#252;r Gleichberechtigung in der Arbeitswelt!</strong></p>
<p><em>Die Ungleichbehandlung von Frauen in der Arbeitswelt ist konstant. Die Lohnschere klafft in &#214;sterreich weit auseinander – Frauen verdienen fast ein Drittel weniger, arbeiten insgesamt mehr als M&#228;nner und m&#252;ssen am meisten unbezahlte Arbeit leisten. Schlechte Voraussetzungen? Ja, aber ver&#228;nderbar: Gleichberechtigung am Arbeitsmarkt ist keine Utopie, sondern m&#246;glich. Hier eine Analyse der Situation und L&#246;sungen.</em></p>
<p>Die Einkommensschere klafft in &#214;sterreich weit auseinander. Es ist aber nicht nur die Ungleichbehandlung beim Gehalt, die zu den &#246;konomischen Nachteilen von Frauen f&#252;hrt – es ist auch die Art und Weise der Arbeitspl&#228;tze. Der Frauenbericht der Arbeiterkammer 2006 sieht in der Qualit&#228;t der von Frauen besetzen Arbeitspl&#228;tze ein zunehmendes Problem: „Teilzeitarbeit und die Dominanz von T&#228;tigkeiten im Niedriglohnsektor haben zu einem Anstieg von Arbeitspl&#228;tzen mit einem nicht existenzsichernden Einkommen gef&#252;hrt.“</p>
<p>Die Stundenl&#246;hne f&#252;r Teilzeitbesch&#228;ftigung sind weitaus geringer als jene f&#252;r Vollzeitbesch&#228;ftigung – und der Gro&#223;teil der erwerbst&#228;tigen Frauen ist teilzeit- nicht vollzeitbesch&#228;ftigt.</p>
<p>In &#214;sterreich lag die Frauenerwerbsquote 2006  (Anteil der Frauen zwischen 15 und 65, die einer Erwerbsarbeit nachgehen) bei 63,5 Prozent (im Vergleich zu 76,9 Prozent bei M&#228;nnern). Frauen sind also zunehmend erwerbst&#228;tig (noch 2000 lag der Wert unter 60 Prozent), was insgesamt mehr Unabh&#228;ngigkeit bedeutet: So sind erwerbst&#228;tige Frauen seltener von Armut betroffen (Statistik Austria) und haben eine geringere Wahrscheinlichkeit, Opfer von h&#228;uslicher Gewalt zu sein. Der Eintritt in den Arbeitsmarkt scheitert allerdings immer noch an traditionellen Rollenbildern, die durch Gesetzgebung verst&#228;rkt werden.</p>
<p><span id="more-467"></span></p>
<p><strong>Unbezahlte Arbeit und Armut</strong></p>
<p>Reproduktionsarbeit ist in &#214;sterreich in Frauenhand – unbezahlt. Der AK-Frauenbericht analysiert: „Die zeitliche Bindung von Frauen durch unbezahlte Arbeit bedeutet weniger Zeitressourcen f&#252;r bezahlte Arbeit, weniger Zeit f&#252;r Bildung.“ Alleine die Tatsache, dass Frauen nicht die gleichen Zeitressourcen zur Verf&#252;gung haben wie M&#228;nner, macht eine Gleichstellung am Arbeitsmarkt, gerechte Einkommensverteilung und damit &#246;konomische Gleichstellung kaum bis gar nicht m&#246;glich.</p>
<p>Jene Branchen in denen vorwiegend Frauen arbeiten werden gering gesch&#228;tzt, im Gegensatz zu M&#228;nnerbranchen.</p>
<p>Geringerer Lohn f&#252;r gleiche Arbeit, prek&#228;re Arbeitsverh&#228;ltnisse, unbezahlte Haus- und Versorgungsarbeit sind Gr&#252;nde warum Armut vor allem Frauen trifft. 1995 waren 500.000 Frauen in &#214;sterreich armuts- bzw. akut armutsgef&#228;hrdet.</p>
<p>Die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise trifft Frauen aufgrund der verst&#228;rkten prek&#228;ren Besch&#228;ftigung h&#228;rter. Die Politologin Gilla Doelle sieht Probleme bei der Kinderbetreuung, falls die Krippen wegen Geldmangels nicht weiter ausgebaut werden, sagte sie in einem Gespr&#228;ch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.</p>
<p><strong>Frauen f&#246;rdern</strong></p>
<p>Dass die meisten hoch qualifizierten Frauen beim Aufstieg innerhalb von Unternehmen oder Organisationen nicht bis in die F&#252;hrungsetage kommen, obwohl sie die gleichen Leistungen erbringen wie bevorzugte m&#228;nnliche Kollegen, wird als „gl&#228;serne Decke“ bezeichnet. Die Benachteiligung von Frauen im Wirtschaftssystem ist von der Gesellschaft gro&#223;teils bereits erkannt worden; das zeigen Medienberichte zu Einkommensunterschieden. Ma&#223;nahmen dagegen sucht frau oft aber vergeblich  dabei gibt es einiges das getan werden kann: Auswahlverfahren f&#252;r F&#252;hrungspositionen m&#252;ssen transparent gestaltet werden – es muss nachvollziehbar sein, warum der Job vergeben wurde. In Aufsichtsr&#228;ten sind Frauenquoten – wie auf den Unis – eine M&#246;glichkeit um mehr Frauen zu f&#246;rdern. Es wird h&#228;ufig untersch&#228;tzt, was Vorbildwirkung ausmacht. Frauenf&#246;rderprogramme und Mentoringprogramme helfen Frauen, einander zu ermutigen und Netzwerke zu schaffen. Innerbetriebliche Weiterbildung muss m&#246;glich sein, innerhalb der Arbeitszeit – so dass Frauen nicht aufgrund von Kinderbetreuung zu kurz kommen. Der &#220;bergang von Teilzeit auf Vollzeit muss erleichtert werden – Frauen d&#252;rfen nicht im Teilzeit-Job „h&#228;ngen“ bleiben und dadurch gezwungenerma&#223;en an die gl&#228;serne Decke sto&#223;en.</p>
<p>Ma&#223;nahmen zur Bek&#228;mpfung der Einkommensschere sind einfach: Offenlegung der Geh&#228;lter w&#228;re ein Schritt zu mehr Transparenz und w&#252;rde viele Personalmanager in Zugzwang bringen bzw. die Verhandlungspositionen von Frauen erleichtern. Wirtschaftsf&#246;rderung f&#252;r Unternehmen muss an wirksame Frauenf&#246;rderung gekoppelt werden.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wir wollen mehr Frauen in der Wissenschaft!</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 17:53:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher Pieberl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[wtf?]]></category>

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		<description><![CDATA[Mehr Frauen in die Wissenschaft! Die Wissenschaft ist immer noch eine M&#228;nnerdom&#228;ne, weil Frauen strukturell benachteiligt werden. Im Laufe ihres Studiums sto&#223;en sie immer an eine unsichtbare Grenze &#8211; die gl&#228;serne Decke. Ganz klar ist: So kann es nicht bleiben. Mittlerweile beginnen mehr Frauen als M&#228;nner ein Studium. Allerdings wird der Frauenanteil nach jedem Einschnitt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mehr Frauen in die Wissenschaft!</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><em>Die Wissenschaft ist immer noch eine M&#228;nnerdom&#228;ne, weil Frauen strukturell benachteiligt werden. Im Laufe ihres Studiums sto&#223;en sie immer an eine unsichtbare Grenze &#8211; die gl&#228;serne Decke. Ganz klar ist: So kann es nicht bleiben.</em></p>
<p>Mittlerweile beginnen mehr Frauen als M&#228;nner ein Studium. Allerdings wird der Frauenanteil nach jedem Einschnitt im Studium immer geringer. Besonders die Umstellung auf das Bachelor-Master System birgt die Gefahr, dass Frauen schon nach dem Bachelorstudium aufh&#246;ren, w&#228;hrend ein Gro&#223;teil der M&#228;nner ein Masterstudium anh&#228;ngt.</p>
<p><strong>Markus, der Paradestudent</strong></p>
<p>Woran kann das liegen? Wir werden zum Beispiel durch das gesellschaftliche Bild eines Paradestudenten, der mit den ProfessorInnen diskutiert und den wissenschaftlichen Habitus – also das erwartete Verhalten von Studierenden – tadellos beherrscht, noch so sehr beeinflusst, dass sich viele Frauen ein h&#246;heres Studium gar nicht zutrauen. Hier fehlen Mentoring- und F&#246;rderprogramme, die Frauen ermutigen im universit&#228;ren Betrieb zu bleiben und m&#246;glichst hohe Bildung zu genie&#223;en.</p>
<p><span id="more-464"></span></p>
<p><strong>Vorurteile wirken massiv</strong></p>
<p>Technisches Interesse wird immer noch eher M&#228;nnern zugeschrieben.  Das Geschlecht bestimmt aber nicht, wer f&#252;r welche Bereiche besser oder schlechter geeignet ist. Programme, wie „Frauen in die Technik“ sind ein guter Ansatz und m&#252;ssen ausgeweitet und verbessert werden. <strong> </strong></p>
<p><strong>Die gl&#228;serne Decke durchbrechen</strong></p>
<p>Es fehlt in vielen Bereichen auch an weiblichen Vorbildern. Die „gl&#228;serne Decke“ ist ein Symbol daf&#252;r, dass Frauen irgendwann an eine unsichtbare Grenze sto&#223;en, die es ihnen unm&#246;glich macht, auf der Karriereleiter voranzukommen. So stehen an der Spitze der &#246;sterreichischen Universit&#228;ten 21 M&#228;nner als Rektoren und keine einzige Frau. Bislang gab es &#252;berhaupt erst eine Rektorin. Je h&#246;her die Position an den Universit&#228;ten, desto geringer der Frauenanteil.</p>
<p>Der „Glasdecken-Index“ beschreibt die Chancen von Frauen im Vergleich zu M&#228;nnern, Professorinnen an einer &#246;sterreichischen Universit&#228;t zu werden, wobei 1 v&#246;llige Chancengleichheit bedeuten w&#252;rde. 2008 betr&#228;gt dieser in &#214;sterreich 0,51. Das hei&#223;t, dass Frauen es doppelt so schwer haben Professorinnen zu werden, wie M&#228;nner. &#220;berhaupt sind nur 16 Prozent der ProfessorInnen Frauen. Der Frauenanteil unter den DozentInnen betr&#228;gt 20 Prozent und der von AssistentInnen immerhin schon 40 Prozent.</p>
<p><strong>Quoten und andere gesetzliche M&#246;glichkeiten</strong></p>
<p>Hauptgrund f&#252;r diese niedrigen Frauenanteile an den Universit&#228;ten ist strukturelle Diskriminierung, zum Beispiel durch lange bestehende M&#228;nnernetzwerke: Seilschaften, wie der Cartellverband, grenzen Frauen aus Prinzip aus, sind aber gleichzeitig wichtige Player in der &#246;sterreichischen Hochschullandschaft. Es stellt sich auch die Frage, inwiefern Hochschulen eine wissenschaftliche Karriere von Frauen durch mangelnde Fortbildungsm&#246;glichkeiten und Kinderbetreuungseinrichtungen sowie ungesicherte Arbeitsverh&#228;ltnisse derzeit verhindern.</p>
<p>Um dieser Unterrepr&#228;sentanz und Diskriminierung von Frauen im wissenschaftlichen Betrieb ein Ende zu bereiten, gibt es viele M&#246;glichkeiten. Eine w&#228;re zum Beispiel eine gesetzlich verpflichtende Frauenquote, wie es in Norwegen schon lange &#252;blich ist. Die 40-prozentige Frauenquote in allen Gremien, die mit der Universit&#228;tsgesetznovelle 2009 eingef&#252;hrt wurde, ist ein erster Schritt, reicht aber noch lange nicht. Auch strukturell verankerte Frauenf&#246;rderungseinrichtungen, wie ein verpflichtendes Vizerektorat daf&#252;r, w&#228;ren erstrebenswert.</p>
<p><strong>Die H&#228;lfte der Welt</strong></p>
<p>Der VSSt&#214; schl&#228;gt zur endg&#252;ltigen Gleichstellung von M&#228;nnern und Frauen auf den Universit&#228;ten eine Kommission auf der Uni vor, die sich nur mit Frauenf&#246;rderung besch&#228;ftigt. Diese soll das Recht haben auch in laufende Entscheidungsstrukturen und das Budget der Universit&#228;t eingreifen k&#246;nnen.</p>
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