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8. März – 101. Weltfrauentag

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Aktion am 8. März 2012Heute ist der 101. Weltfrauentag. Zu diesem Anlass hat der VSStÖ heute vor der Vorklinik die Aktion „Zerschlag das Patriachat!“ veranstaltet. Studierende konnten Luftballons, auf denen ein entsprechender Sticker angebracht war, zerstören. Als Belohnung für die symbolische Zerschlagung des Patriarchats kam bei erfolgreicher Bewältigung eine kleine Süßigkeit zum Vorschein.

Zudem wurde unsere neue Ausgabe der Zeitlinks mit dem Schwerpunkt Feminismus unter die Studierenden gebracht. Die Aktion sollte darauf aufmerksam machen, dass Frauen noch immer unter patriarchalen Gesellschaftsstrukturen zu leiden haben. So ist zum Beispiel die seit Jahrzehnten bestehende Forderung von gleichem Lohn für gleiche Arbeit noch immer nicht erfüllt. Frauen verdienen in Österreich in etwa 25% weniger als Männer und nur 9% der Personen in Führungspositionen sind weiblich.

Doch auch außerhalb der Arbeitswelt gibt es Mängel an allen Ecken und Enden. Frauen sind für den Großteil der unbezahlten Arbeit, wie Hausarbeit oder Pflege von Angehörigen verantwortlich. Ein weiteres Problem ist Gewalt in und außerhalb der Familie. Die Liste lässt sich beinahe endlos fortführen. Aus diesem Grund ist es wichtig weiterhin für eine gleichberechtigte Gesellschaft zu kämpfen. Nicht nur am 8. März, sondern jeden Tag!

PS: Am 15.3. findet um 14:00 Uhr ein kostenloser Rhetorik-Workshop für Studentinnen statt . Anmeldung an lisa.setaffy@vsstoegraz.at. Hier geht’s zum Facebook-Event!

VSStÖ wählen? VSStÖ wählen!

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Wir wollen eine Hochschüler_innenschaft, die als Sprachrohr für Studierende dient. Gerade in Zeiten, in denen die Regierung Zugangsbeschränkungen und Kürzungen der Beihilfen der Studierenden zur Sanierung des Bundesbudgets heranzieht, gilt es, gemeinsam aufzustehen.

Wir setzen uns dafür ein, dass alle Menschen die Möglichkeit haben, zu studieren. Eine echte finanzielle Absicherung ist daher unumgänglich. Wir kämpfen weiterhin gegen soziale Ungerechtigkeiten an, der Kontostand der Eltern darf keine Rolle spielen. So muss etwa die Höchststudienbeihilfe auf 800 € angehoben werden, die Studierendensozialerhebung zeigt, dass die durchschnittlichen Lebenserhaltungskosten für Studierende pro Monat bei ca. 820 € liegen.

Weiters  muss die Bezugsdauer und der Bezieher_innenkreis erweitert werden, da noch zu viele Studierende durch den Rost fallen. Wir setzen uns dafür ein, dass das nicht passiert.

Es gibt viele Gründe, den VSStÖ zu wählen.

Unsere Überzeugung ist, dass Studieren Arbeit ist, und niemand neben dem Studium arbeiten sollte. Unser Ideal ist eine Universität, die für alle gleichermaßen zugänglich ist, an der ein ausgeglichenes Betreuungsverhältnis besteht und an der jede_r die gleichen Chancen hat.

Wir sind jene Fraktion, die sich gegen soziale Ungleichheiten einsetzt. Wir sind jene Fraktion, deren Arbeit gesellschaftspolitische Interessen der Studierenden und Service für Studierende vereint, und wir sind jene Fraktion, die diese Interessen vor der Universität und vor der Regierung vertritt.

 

Dieser Artikel erschien in abgeänderter Form in der zeitlinks

Ein Jahr im Vorsitzteam vergeht schnell

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Der VSStÖ im Vorsitzteam der ÖH Uni Graz

Christiane Mörth war ab Juli 2009 stellvertretende Vorsitzende der ÖH Uni Graz, im Juni 2010 übergab sie das Amt an Harald Braunstein, der es seither ausübt.

Eines muss man offen zugeben: Wenn man längere Zeit nicht Teil der Exekutive war, steckt man sich hohe Ziele. Wie viel wirklich umsetzbar ist, zeigt sich erst wenn man tatsächlich Verantwortung trägt. Wir lernten, dass hinter einer Hochschüler_innenschaft, die für beinahe 30.000 Studierende zuständig ist, ein enormer Verwaltungsaufwand steckt. Auch dauerte unsere  Einarbeitungsphase etwas länger, da notwenige Dokumente einfach verschwunden waren.

Dennoch können wir zufrieden auf die letzten zwei Jahre zurückblicken. Eine funktionierende Hochschüler_innenschaft kann nur durch gute interne Verwaltung erreicht werden – was durch die Beteiligung des VSStÖ im Vorsitzteam erreicht werden konnte.

Wichtig war für uns von Beginn an, dass die ÖH für viele Studierende offen steht. Daher haben wir die Anzahl an Sachbearbeiter_innen in den Referaten erhöht, auch die Anzahl an bezahlten Sahchbearbeiter_innen, was uns zwar Kritik einbrachte, aber meine Meinung ist noch immer: wenn sich Menschen neben dem Studium politisch engagieren wollen, soll das möglich sein, und ein erhöhter Aufwand sollte auch mit einer Aufwandsentschädigung ein Stück weit abgegolten werden. Die Befürchtung anderen Fraktionen, dass nur mehr Personen, die einer Fraktion angehören, auf der ÖH Uni Graz die Möglichkeit geboten wird, mitzuarbeiten, war, wie man an der Besetzung diverser Referate sehen kann, unbegründet. (weiterlesen …)

“Kompromisslos für die Anliegen der Studierenden” – Interview mit Natalie Ziermann

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Natalie Ziermann (21) studiert Psychologie an der Uni Graz. Sie ist Referentin für feministische Politik der ÖH Uni Graz sowie stellvertretende Vorsitzende und Frauensprecherin des VSStÖ Graz und unsere Spitzenkandidatin.

Warum studierst du Psychologie?
Ich wollte immer schon Psychologie studieren, weil mich zwischenmenschliche Beziehungen interessieren.

Was sind deine Stärken und Schwächen?
Ich bin kontaktfreudig, engagiert und motivert, das würde ich als Stärken bezeichnen. Eine meiner Schwächen ist sicher, dass ich unpünktlich bin. Und ich bin manchmal etwas chaotisch.

Was würdest du an der Uni Graz ändern?
Kurzfristig würde mehr Frauenförderungsprogramme einführen, darauf drängen dass das Lehrveranstaltungsangebot für Studierende die einer Arbeit nachgehen müssen, deutlich verbessert wird und mich für eine Vereinheitlichung und Vereinfachung des Anrechungssystems einsetzten. Außerdem ist eine Verlängerung der Öffnungszeiten der Bibliotheken sehr wichtig.

Warum bist du beim VSStÖ aktiv?
Weil sich der VSStÖ kompromisslos für die Anliegen der Studieren einsetzt und Politik und Service für uns kein Widerspruch sind.

Was hat der VSStÖ an der ÖH Uni Graz geleistet? (weiterlesen …)

Einmal Wahlrecht bitte…

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Die Studierenden sollen ihre ÖH wählen dürfen.Dass die Bundesvertretung der ÖH nicht direkt gewählt werden kann, ist ein Relikt schwarz/blauoranger Demokratiefeindlichkeit und gehört dringend geändert.

Seit ihrer Gründung wurde die bundesweite Vertretung der in Österreich Studierenden demokratisch gewählt, schon zu Zeiten der Ordinarienuniversitäten, als Demokratie an den Unis erst erkämpft werden musste. Doch 2004 wurde dieser demokratische Standard von der schwarz/blauorangen Bundesregierung abgeschafft. Demokratie? Nicht mit uns! Lieber schwächt man eine kritische Interessensvertretung. Seither wird die Bundesvertretung (BV) indirekt nach den Ergebnissen der einzelnen Universitätsvertretungen (UV) beschickt.

“One person, one vote”

Die geltende Regelung ist ein eine Sammlung von Problemen. So wird eine stabile Mehrheitsfindung dadurch fast unmöglich gemacht. Das demokratische Grundprinzip „Oneperson, onevote“ wird sowieso ignoriert. Studierende die auf mehreren Unis inskribiert sind, wählen die BV damit mehrfach indirekt, ihre Stimme zählt für die Entsendung in die BV doppelt, dreifach, etc. Durch die im geltenden Recht vorgesehen Überhangsmandate und Mindestmandate werden Stimmen unterschiedlich nach Universitätsgröße gewichtet, was kleine Universitäten massiv überrepräsentiert. Eine Studentin aus Leoben hat damit wesentlich mehr Gewicht als ein Student von der Uni Graz. Was freilich auch Vorteile hat – aber nur für die ÖVP-Aktionsgemeinschaft: Sie ist nämlich vor allem auf jenen Unis stark vertreten, deren Stimmen durch dieses undemokratische Gesetz mehr zählen.

Ein weiteres Problem der Regelung ist, dass Studierende sich damit nicht mehr dafür entscheiden können, bundesweit eine andere Fraktion zu wählen als auf unserer eigenen Uni. Das heißt aber auch: Tritt Fraktion A an meiner Uni nicht an, kann ich sie auch nicht in die Bundesvertretung wählen. Da kaum eine Fraktion tatsächlich an jeder einzelnen Uni und FH antritt ein reales Problem.

Fakultätsvertretungen braucht kein Mensch

Unter diesem Motto wurden die Fakultätsvertretungen (FV) von Schwarz/Blauorange sogar noch stärker geschwächt als die Bundesvertretungen. Formal gibt es im Gesetz keine Fakultätsvertretung mehr, diese müssen erst von den einzelnen Universitätsvertretungen eingerichtet werden. Was aber nicht heißt, dass die Universitätsvertretungen beschließen könnten, dass die FV wie bis vor 2004 direkt gewählt werden könnten. Das ist abgeschafft worden. Stattdessen werden die Fakultätsvertretungen nun von den Studienvertretungen (StV) beschickt.

Diese Regelung hat neben den demokratiepolitischen Problemen einen großen praktischen Nachteil. Will eine bestimmte Fraktion eine Fakultätsvertretung kontrollieren, muss sie dies über die Studienvertretungen schaffen. Je größer die Fakultät (bzw. je mehr Studienvertretungen), desto schwieriger. Deshalb gibt es Scheinkandidat_innen bestimmter Fraktionen. Gelingt es die StV zu übernehmen wird in die FV entsandt, aber die mühsame, wenig prestigeträchtige StV-Arbeit an einem Institut an dem sie nicht wirklich studieren erledigen sie natürlich nicht. So wurden schon einige StVen massiv geschädigt.

Um solche Fraktionspolitik aus den StVen draußen zu halten, müssen die Fakultätsvertretungen wieder direkt gewählt werden. Damit alle Studierenden je eine Stimme haben, und jede Stimme gleich viel wert ist, muss die Universitätsvertretung wieder direkt gewählt werden. So, als wäre Österreich eine entwickelte Demokratie.

dieser Artikel erschien in der zeitlinks

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